Softmaker Office mit Spendenaktion

„Office-Software für Windows, Linux und Android kostenlos herunterladen, und SoftMaker spendet für den guten Zweck!“

Eigentlich brauche ich ja keine weitere Office-Suite, um meinen privaten und beruflichen Schriftkram zu erledigen. Ich bin in dieser Hinsicht mit LibreOffice sehr zufrieden. Trotzdem kann es ja nicht schaden, wenn ich mir die kostenlose Version von SoftMaker Office herunterlade, eben weil wie angekündigt SoftMaker für jeden Download zehn Cent an „sorgfältig ausgewählte Hilsprojekte“ spendet. Also habe ich mich registriert und in der Antwortmail die Seriennummer erhalten. Ziemlich voreilig schrieb die SoftMaker Software GmbH

„Sehr geehrter SoftMaker-Kunde,

herzlichen Dank dafür, dass Sie sich für SoftMaker FreeOffice für Linux entschieden haben.“

Nun, entschieden ist da noch gar nichts, siehe Absatz eins. Da ich die Anwendung in Arch-Linux installieren wollte, habe ich das .tgz-Archiv heruntergeladen und entpackt. Das Installationsskript meldete keine Fehler, aber die Anwendungen ließen sich nicht starten. Im Terminal erhielt ich folgenden Fehler:

error while loading shared libraries: libXmu.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory

Die entsprechende Bibliothek lag zwar vor, aber nicht in 32bit.

$ pacman -Ss libxmu
extra/libxmu 1.1.2-1 [Installiert]
    X11 miscellaneous micro-utility library
multilib/lib32-libxmu 1.1.2-1
    X11 miscellaneous micro-utility library (32-bit)

Also nachinstallieren.
Nun öffneten sich auch die Anwendungen. Schicker Windows-3.1-Look begrüßte mich im Dateiauswahlfenster.

planmaker-softmakeroffice2015

Erster Minuspunkt: Leider bekomme ich bei den default-Einstellungen keine Dateien mit Opendocument-Format zum Öffnen angeboten. Ich muss „Alle Dateien“ auswählen, was extra Arbeit erfordert.
Zweiter Minuspunkt: Ein Arbeitsblatt aus LibreOffice Calc wird per default falsch dargestellt, ich muss also auch hier zusätzlich arbeiten, um die richtige Codierung auszuwählen.

planmaker-mit-ods#

Keine großen Sachen, das lässt sich alles hinbiegen. Nur leider habe ich eine Office Suite, die das kann, ohne dass ich zusätzlich Hand anlegen muss. Die einleitende Begrüßung aus der E-Mail war eben doch zu voreilig, denn ich habe mich entschieden: nicht für SoftMaker Office, sondern für die Anwendung des Skripts

./uninstallfreeoffice

Das funktionierte ebenfalls fehlerfrei.
Letztlich bleibt zumindest die Gewissheit, mit diesem Versuch zu einem lobenswerten Projekt beigetragen zu haben.

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