Fehler in glibc gefährdet zahlreiche Systeme

manjaro-logo-greenEigentlich mache ich mir über solche Meldungen nicht wirklich Gedanken und vertraue auf die Distribution, dass sie das Problem über kurz oder lang behebt. Im Falle von Manjaro testing wohl eher lang, wie es aussieht, denn bisher ist noch kein Update erfolgt. Andere Distributionen scheinen da schneller zu sein.

Immerhin ist das Sicherheitsleck CVE-2015-7547 bei der Mutter Arch Linux gefixt.
Das hat mich bewogen, mal etwas für mich Ungewöhnliches zu tun: ich habe das Paket glibc von Arch Linux herunter geladen und in Manjaro installiert und sicherheitshalber einen Neustart gemacht.

Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

Softmaker Office mit Spendenaktion

„Office-Software für Windows, Linux und Android kostenlos herunterladen, und SoftMaker spendet für den guten Zweck!“

Eigentlich brauche ich ja keine weitere Office-Suite, um meinen privaten und beruflichen Schriftkram zu erledigen. Ich bin in dieser Hinsicht mit LibreOffice sehr zufrieden. Trotzdem kann es ja nicht schaden, wenn ich mir die kostenlose Version von SoftMaker Office herunterlade, eben weil wie angekündigt SoftMaker für jeden Download zehn Cent an „sorgfältig ausgewählte Hilsprojekte“ spendet. Also habe ich mich registriert und in der Antwortmail die Seriennummer erhalten. Ziemlich voreilig schrieb die SoftMaker Software GmbH

„Sehr geehrter SoftMaker-Kunde,

herzlichen Dank dafür, dass Sie sich für SoftMaker FreeOffice für Linux entschieden haben.“

Nun, entschieden ist da noch gar nichts, siehe Absatz eins. Da ich die Anwendung in Arch-Linux installieren wollte, habe ich das .tgz-Archiv heruntergeladen und entpackt. Das Installationsskript meldete keine Fehler, aber die Anwendungen ließen sich nicht starten. Im Terminal erhielt ich folgenden Fehler:

error while loading shared libraries: libXmu.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory

Die entsprechende Bibliothek lag zwar vor, aber nicht in 32bit.

$ pacman -Ss libxmu
extra/libxmu 1.1.2-1 [Installiert]
    X11 miscellaneous micro-utility library
multilib/lib32-libxmu 1.1.2-1
    X11 miscellaneous micro-utility library (32-bit)

Also nachinstallieren.
Nun öffneten sich auch die Anwendungen. Schicker Windows-3.1-Look begrüßte mich im Dateiauswahlfenster.

planmaker-softmakeroffice2015

Erster Minuspunkt: Leider bekomme ich bei den default-Einstellungen keine Dateien mit Opendocument-Format zum Öffnen angeboten. Ich muss „Alle Dateien“ auswählen, was extra Arbeit erfordert.
Zweiter Minuspunkt: Ein Arbeitsblatt aus LibreOffice Calc wird per default falsch dargestellt, ich muss also auch hier zusätzlich arbeiten, um die richtige Codierung auszuwählen.

planmaker-mit-ods#

Keine großen Sachen, das lässt sich alles hinbiegen. Nur leider habe ich eine Office Suite, die das kann, ohne dass ich zusätzlich Hand anlegen muss. Die einleitende Begrüßung aus der E-Mail war eben doch zu voreilig, denn ich habe mich entschieden: nicht für SoftMaker Office, sondern für die Anwendung des Skripts

./uninstallfreeoffice

Das funktionierte ebenfalls fehlerfrei.
Letztlich bleibt zumindest die Gewissheit, mit diesem Versuch zu einem lobenswerten Projekt beigetragen zu haben.

Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

Conky-Kosmetik

Meine Arch-Linux-Installation ist inzwischen beinahe komplett, es fehlt eigentlich nur noch VirtualBox für die Tests und Spielereien. Jetzt habe ich zwischendurch immer wieder Zeit, am Aussehen der Oberfläche zu feilen. So nahm ich mir Conky noch einmal vor.

Bildschirmfoto vom 2015-12-11 17-19-31 Ich habe den Farbton an die Mehrzahl meiner Hintergrundbilder angepasst und lasse das ArchLinux-Banner mit anzeigen. Die Uhren und Ringe, wie ich sie in meinem Manjaro verwendet habe, sind zwar schick, aber sie nehmen viel Platz weg. Der fehlt mir dann für wirklich wichtige Informationen über den Zustand meines Systems. Da passt die schlichte Balkengrafik doch besser ins Gesamtkonzept eines schlichten, aber dennoch eleganten und sauschnellen Desktops.

Ich verzichte nun darauf, das jeweilige Distributions-Logo auf dem Hintergrundbild zu verankern. Vor einiger Zeit hatte ich dazu schon einmal Conky in einer zweiten Instanz gestartet, die nur das entsprechende Logo links unten einblendet. Geschmäcker ändern sich zuweilen, und mir gefällt die neue Position unterhalb der Systeminformationen viel besser.

Natürlich habe ich diese Version „meines“ Conky auch in meine Manjaro-Installation übernommen und entsprechend angepasst.
Die Konfiguration für mein Conky gibt es hier zum Herunterladen. Lasst Euch nicht von der Dateiendung foppen, irgend eine Endung muss ich ja angeben, um die Datei überhaupt hochladen zu können. Und dass die Konfigurationsdatei für Conky standardmäßig .conkyrc heißt, wisst Ihr ja.

Back to the roots – Teil zwo

tuxManchmal besinne ich mich der guten alten Zeit, und dann zieht es mich dahin zurück. Nach der Installation einer weiteren Festplatte – die lag nach dem Austausch gegen eine SSD für mein Netbook hier noch ungenutzt herum – hatte ich nun die Gelegenheit, an Stelle eines weiteren Manjaro-Ablegers das Original auf die Platte zu bringen.

Bildschirmfoto vom 2015-12-08 19-57-25

Die Installation ist reine Handarbeit und mit der exzellenten Anleitung schnell erledigt. Der größte Aufwand entsteht erst mit der Installation der benötigten Anwendungen und dem Herumschrauben am Aussehen der Oberfläche. Ich entschied mich für LXDE, das war damals schon sauschnell…

Manjaro Linux auf der Festplatte

manjaro-whisker-logo-greenWas soll ich sagen? Ich hab’s einfach nicht mehr ausgehalten und musste dieses Manjaro Linux richtig auf die Platte brennen, um es mit den kompletten Hardware-Ressourcen zu testen. Die VirtualBox machte zumindest beim Flatcast-Plugin Probleme, die eine korrekte Wiedergabe des Audio-Streams verhinderten. Das war der letzte Tropfen, der das Fass meiner Ungeduld zum Überlaufen brachte. Ich bastelte also ein Dualboot-System aus KANOTIX und Manjaro Linux.

Manjaro startet in der Hälfte der Zeit, die KANOTIX mit KDE braucht und ist sehr flott. Zusätzlich habe ich ohne Probleme Wine installiert. Die beiden Anwendungen ELSTER-Formular und Flatcast-Plugin arbeiten wie erwartet. Gespannt war ich darauf, wie sich VirtualBox wohl anstellen würde bei der Installation. Da hatte ich unangenehme Erinnerungen an Arch Linux. Doch mit dem Paketmanager von Manjaro war es beinahe ein Klacks. Zuletzt erinnerte mich VirtualBox daran, doch noch die Kernel-Header zu installieren, damit alles klappt. Meine bisher angelegten virtuellen Maschinen, vor allem Windows 7, laufen ohne Murren. Perfekt!
Auch Kugelerde ließ sich dank des sofort einsatzbereiten Arch User Repository AUR ganz simpel installieren. So ganz kann und will ich nicht auf dieses nette Gimmick verzichten.

inxi_hddinst_2014-04-06

Die Installation des proprietären Grafikkartentreibers war noch ein kleines Problem. Als es auf die Platte krabbelte, hatte Manjaro die Grafikkarte analysiert und den passenden freien Treiber nouveau installiert. Da der noch nicht an die Leistungsfähigkeit des proprietären Kollegen heranreicht, beiße ich in den sauren Apfel. Allerdings fand ich bei den Bordmitteln vorerst keine Lösung, sondern musste mich im Netz umsehen. Im Manjaro-Wiki fand ich die Anleitung. Sie bestand aus einem Einzeiler, der mit root-Rechten auszuführen war:

mhwd -a pci nonfree 0300

Damit war das Problem gelöst und das passende Modul für die Grafikkarte gebaut. Der Rest sind persönliche Einstellungen und Daten, die ich zum Teil direkt von KANOTIX übernehme, wie zum Beispiel Schlüsselbund, Lesezeichen und Mailadressen.
Nach einem halben Nachmittag „Arbeit“ ist mein Manjaro ansehnlich und genauso funktionell wie das bisherige Arbeitspferd.

[Update 07.04.2014]

Aktueller Schnappschuss vom Manjaro-Schreibtisch. Ich habe ein fetziges Hintergrundbild gefunden, den Oxygen-Mauszeiger in Grün ausgewählt und das Manjaro-Logo für das Whisker-Menü etwas bearbeitet.

manjaro-screenshot-2014-04-07