Datensicherung in Aktion

backup

Die Platte ist eine Intenso 2,5″ USB 3.0 mit 1 TB Kapazität, ID 152d:0539 (vendor:model).
Solche Platten sind schon für rund fünfzig Euro zu haben und sind für mich eine preiswerte Möglichkeit, meine Daten zu sichern.
Für die Sicherung benutze ich ein selbst verfasstes Shellskript auf der Basis von rsync.

Neues aus der Update-Hölle

Beim Herumwuseln im Internetz stieß ich auf einen interessanten Artikel, der ähnelt einem Aufruf an Microsoft, was sie bei Windows 10 doch schleunigst ändern müssten.

An der Stelle keimt dann immer ein Gefühl des Mitleids in mir, Mitleid mit den Anwendern, die dazu verdammt sind, ein solches System betreiben zu müssen. Freiwillig wird ja wohl keiner, der noch halbwegs bei Trost ist, sich solchen Praktiken unterwerfen?!
Jedenfalls dachte ich beim Studium des Artikels plötzlich an mein in der VirtualBox schlummerndes Windows 7 und daran, dass das letzte Update schon eine geraume Zeit zurück liegt. Versuche in der Vergangenheit endeten immer damit, dass die Suche nach Updates ergebnislos blieb oder ich sie nach einer halben Stunde entnervt abbrach. Weiterlesen

Einfache Antwort

Offenbar nimmt die Zahl der von dem fiesen Trojanischen Pferd Locky verschlüsselten Datensammlungen auf Windows-PCs sprunghaft zu. Heise fragte sich in der letzten Woche (auch ohne Fragezeichen), was gegen den Schädling getan werden kann.

Bildschirmfoto_2016-02-25_20-36-43

Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Antwort:

Für alle noch nicht betroffenen Benutzer:

  • Backup aktualisieren
  • Platte putzen
  • Linux installieren
  • Backup zurück spielen

Für bereits geschädigte Benutzer:

Wie jetzt? Kein Backup? Dann waren die Daten nicht wichtig.

Kernelgeschichten

tuxSchon in den Tagen, als auf meinem Rechner noch KANOTIX lief, wollte ich den jeweils aktuellsten Kernel haben. Nicht immer waren Neuerungen oder Verbesserungen augenscheinlich und während der täglichen Routine-Anwendung spürbar. Das machte mir jedoch nichts aus, verschaffte mir doch allein die Gewissheit, den neuesten Kernel zu benutzen, ausreichend Genugtuung.

Noch heute halte ich das so, gerade weil ich mit ManjaroLinux eine Distribution verwende, die das Rolling-Release-Development-Modell verkörpert. Zudem bietet ManjaroLinux ein Werkzeug zur bequemen Verwaltung der verfügbaren und installierten Kernel an: das Skript mhwd-kernel.

Weiterlesen

Unconditional Surrender

Aus einem beliebten Linux-Forum:

unconditional_surrender

An sich ist ja schon die Idee, in einem Linux unbedingt das Büropaket der Redmonder Klitsche mit Hilfe der Krücke Wine installieren zu wollen, ziemlich grenzwertig. Aber anstatt sich mit den Möglichkeiten von LibreOffice zu befassen, wählt da einer die bedingungslose Kapitulation…

Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

Fortschrittsanzeige bei apt

openlogo-50 Nach längerer Abstinenz werkelt ja wieder ein Debian auf der Platte. Da ich Systempflege und Administration gerne im Terminal betreibe, beschäftige ich mich natürlich ausgiebig mit der Paketverwaltung, bei Debian dpkg mit dem Frontend apt.
Irgendwann las ich davon, dass es bei der Benutzung von apt nicht mehr nötig ist, spezielle apt-Kommandos wie zum Beispiel

# apt-get update

zu benutzen. Es geht auch kürzer:

# apt update

Dabei zeigt apt auch den Fortschritt der jeweiligen Operation an. Am Beispiel von

# apt update && apt dist-upgrade

ist sehr schön ersichtlich, dass die Fortschrittsanzeige beim Download der Pakete farblich abgesetzt ist:
apt-terminal-1
Auch die Installation der heruntergeladenen Pakete hat eine farblich hervorgehobene Fortschrittsanzeige:
apt-terminal-2

So hat das Einsparen von Tipparbeit auch noch einen praktischen Nutzen.


P.S.: Ja, die aktuelle Installation sieht etwas anders aus. Den Gnome-Desktop habe ich durch LXQt ersetzt.

Softmaker Office mit Spendenaktion

„Office-Software für Windows, Linux und Android kostenlos herunterladen, und SoftMaker spendet für den guten Zweck!“

Eigentlich brauche ich ja keine weitere Office-Suite, um meinen privaten und beruflichen Schriftkram zu erledigen. Ich bin in dieser Hinsicht mit LibreOffice sehr zufrieden. Trotzdem kann es ja nicht schaden, wenn ich mir die kostenlose Version von SoftMaker Office herunterlade, eben weil wie angekündigt SoftMaker für jeden Download zehn Cent an „sorgfältig ausgewählte Hilsprojekte“ spendet. Also habe ich mich registriert und in der Antwortmail die Seriennummer erhalten. Ziemlich voreilig schrieb die SoftMaker Software GmbH

„Sehr geehrter SoftMaker-Kunde,

herzlichen Dank dafür, dass Sie sich für SoftMaker FreeOffice für Linux entschieden haben.“

Nun, entschieden ist da noch gar nichts, siehe Absatz eins. Da ich die Anwendung in Arch-Linux installieren wollte, habe ich das .tgz-Archiv heruntergeladen und entpackt. Das Installationsskript meldete keine Fehler, aber die Anwendungen ließen sich nicht starten. Im Terminal erhielt ich folgenden Fehler:

error while loading shared libraries: libXmu.so.6: cannot open shared object file: No such file or directory

Die entsprechende Bibliothek lag zwar vor, aber nicht in 32bit.

$ pacman -Ss libxmu
extra/libxmu 1.1.2-1 [Installiert]
    X11 miscellaneous micro-utility library
multilib/lib32-libxmu 1.1.2-1
    X11 miscellaneous micro-utility library (32-bit)

Also nachinstallieren.
Nun öffneten sich auch die Anwendungen. Schicker Windows-3.1-Look begrüßte mich im Dateiauswahlfenster.

planmaker-softmakeroffice2015

Erster Minuspunkt: Leider bekomme ich bei den default-Einstellungen keine Dateien mit Opendocument-Format zum Öffnen angeboten. Ich muss „Alle Dateien“ auswählen, was extra Arbeit erfordert.
Zweiter Minuspunkt: Ein Arbeitsblatt aus LibreOffice Calc wird per default falsch dargestellt, ich muss also auch hier zusätzlich arbeiten, um die richtige Codierung auszuwählen.

planmaker-mit-ods#

Keine großen Sachen, das lässt sich alles hinbiegen. Nur leider habe ich eine Office Suite, die das kann, ohne dass ich zusätzlich Hand anlegen muss. Die einleitende Begrüßung aus der E-Mail war eben doch zu voreilig, denn ich habe mich entschieden: nicht für SoftMaker Office, sondern für die Anwendung des Skripts

./uninstallfreeoffice

Das funktionierte ebenfalls fehlerfrei.
Letztlich bleibt zumindest die Gewissheit, mit diesem Versuch zu einem lobenswerten Projekt beigetragen zu haben.

Openbox/LXDE: Fensterumrandung verbreitern

tuxDie meisten Themen für Openbox/LXDE stellen die Breite der Fensterumrandung auf ein Pixel ein. Da wird das Treffen der Umrandung zum Zwecke des Vergrößerns oder Verkleinerns über Eck oder die Seiten schon mal zum Geschicklichkeitstest.

Es ist keine große Sache, die Rahmenbreite eines Themas zu ändern, vor allem, wenn es lokal installiert ist. Im Verzeichnis ~/.themes finden wir alle lokal installierten Themen. Im Themenverzeichnis gibt es den Ordner ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3, der die Datei themerc enthält.

Diese Datei wird mit einem Editor geöffnet, zum Beispiel mit leafpad oder im Terminal mit nano. Dann wird die Zeile

border.width: 1

gesucht und die gewünschte Breite eingestellt. Ich habe drei Pixel eingestellt und bin ganz glücklich damit. Die Zeile sieht dann so aus:

border.width: 3

Jetzt wird die Datei gespeichert. Um diese Einstellung wirksam werden zu lassen, muss nicht der Rechner neu gestartet werden, es reicht, sich von der Sitzung ab- und wieder anzumelden.

Sind die Themen systemweit installiert, dann befinden sie sich im Verzeichnis /usr/share/themes, und man kann die jeweilige Datei themerc mit root-Rechten bearbeiten.


Hier noch die Kurzversion für die Liebhaber des Terminals:

sed -i 's/border.width:\ 1/border.width:\ 3/' ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3/themerc