Ein bisschen Normalität

Seit Mittwoch pulsiert wieder das Leben hier, wenn man dann überhaupt von einer ruhigen Phase sprechen kann… Zumindest haben die meisten Geschäfte wieder geöffnet. Das ist auch gut so, denn ich hatte ja noch einige Erledigungen auf dem Plan.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Die wichtigste Errungenschaft ist mein Employment Pass. Damit bin ich jetzt nicht mehr länger geduldeter Tourist, sondern darf für die nächsten zwei Jahre hier wohnen und arbeiten. Prinzipiell gilt so ein Pass fünf Jahre, wird aber nur für zwei Jahre ausgestellt. Nach dieser Zeit wird ein Antrag auf Verlängerung gestellt, der in der Regel ohne Aufhebens genehmigt werden kann, wenn man sich nichts zu Schulden kommen lässt und die Firma, für die man arbeitet, auf einer soliden Basis aufbaut. Also werde ich mal schauen, was die Zukunft so bringt und mich für ordentliche Geschäfte hier ins Zeug werfen.

Freitag, 30. Januar 2009

Mit dem Employment Pass konnte ich nun auch ein Konto einrichten. Am Donnerstag war es leider schon zu spät dafür, weil die Banken hier nicht so lange geöffnet haben, als ich es eigentlich erwartet hatte. Denn zuerst wollte ich meinen Gehaltsscheck einlösen. Also nahm ich mir das für den Freitag vormittag vor. Es klappte alles wie am Schnürchen, die Kontoeröffnung war in weniger als einer halben Stunde erledigt, noch dazu mit einem umwerfend freundlichen Dauerlächeln der Bankangestellten. Das Lächeln wurde noch breiter, als ich Ihr sagte, dass ich gleich etwas Geld einzahlen wollte …

Der Tag klang sehr schön aus, denn ich war eingeladen, das Abendessen in einem thailändischen Restaurant zu genießen. Und das war es wirklich: ein Genuss! Der Genuss beinhaltete auch, dass ich nach Hause gebracht wurde. Allerdings war es noch recht früh, also entschied ich mich, doch noch mal zu sehen, was so im Internet los ist und mit meiner Familie zu sprechen. Als ich dann auf dem Heimweg feststellte, dass mein „Kommunikationszentrum“ noch geöffnet hatte, genehmigte ich mir zur Feier des Tages noch ein Bierchen.

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Gut, ich will ehrlich sein: Danach genehmigte ich mir noch ein zweites Tiger

Samstag, 31. Januar 2009

Heute morgen weihte ich meine neue Kaffemaschine ein. Sie ist ein Geschenk meines Chefs. Er war zu einem Kurzbesuch nach Singapore gekommen, und was er sah, hat ihn beeindruckt und dazu verleitet, mir etwas Nützliches zu schenken. Feiner Zug. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu seinem Hotel. Ich wollte ihn zum Flughafen begleiten und ihn verabschieden. Der Transfer klappte hervorragend, weil auf meinen Freund Jeffrey einfach Verlass ist.

Kaum war der Chef verabschiedet, waren wir auf dem Weg in Richtung Woodlands. Im Causeway Point findet man nämlich einen SingTel-Shop. Auf Empfehlung meiner Freunde hier wollte ich Telefonanschluss und Internetzugang bestellen. Wieder war es reichlich unkompliziert und sehr nett. Einigermaßen erstaunt war ich allerdings von der langen Frist bis zur Installation des Anschlusses. Es wird bis zum 13. Februar dauern, dann kommt ein Engineer von SingTel zur Installation und Freischaltung. Es scheint wohl, dass meine Tage hier bei Starbuck’s gezählt sind. Zumindest ist es dann nicht mehr erforderlich, wegen des Internetzugangs hierher zu fahren.

Während ich diese Zeilen schreibe, mache ich mir gerade Gedanken, wass ich an diesem Wochenende noch so unternehmen kann. Ideen habe ich schon einige, ich kann mich nur schwer entscheiden. Momentan schwanke ich noch zwischen Baden im Ozean und einem Besuch des Armeemuseums. Ich lasse mich einfach mal davon überraschen, wozu ich morgen Lust verspüre …

Herzliche Grüße aus Singapore,

Ralf.

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