Eifelphilosophische Neujahrsansprache

Der Eifelphilosoph hat sich Gedanken um die wahren Werte des Westens gemacht und sie in eine Neujahrsansprache unter dem Titel „Die zehn Gebote des Westens – unsere wahren Werte“ gepackt. Ich bin dafür, dass künftige Neujahrsansprachen nicht mehr von den Politikerdoubles Merkel oder Gauck gehalten werden. Statt dessen sollen des Eifelphilsophen Werke von ihm selbst oder von rhetorischen Genies wie Christine Prayon, Gysi, Priol oder Pispers verlesen werden (Pispers macht gerade eine Pause und hätte daher Zeit, Gysi hat keine Parteiämter mehr und ist abkömmlich). Und das nicht nur zu Silvester, sondern regelmäßig, als „Wort zum Sonntag“ zum Bleistift. Solange das jedoch nicht passiert, bleibt mir nur, hier regelmäßig darauf zu verlinken.

Das ist keine Reklame, sondern eine Leseempfehlung Lesebefehl!

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Zitat des Jahres

„Früher nannten wir kleine rote Säcke, die keine Substanz haben, holländische Tomaten. Heute kennen wir das als Sozialdemokraten.“

HG. Butzko „Verarschen kann ich mich alleine“, Westend Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2015, ISBN 978-3-86489-097-0

Absolut lesenswert. „Wer politikverdrossen werden will, sollte dieses Buch lesen. Wer nicht, auch.“ (Rückseitentext)

Leben und leben lassen

„Um das gängigste aller Vorurteile direkt zu bedienen: Wenn man im Süden Europas das gute Klima nutzt und gerne mal easy going macht, dann ist auch das vollkommen in Ordnung und geht die langweiligen Schaffer im Norden nichts an.“

(Quelle: flassbeck-economics.de)

Auch sonst bietet der Artikel Einblicke für mich, der ich doch nicht „Volkswirtschaft“ studiert habe und mehr oder weniger von den rudimentären Überbleibseln meiner (Er-)Kenntnisse im Fach Politische Ökonomie – völlig marxistisch verseucht – sowie den angelesenen Auffassungen und gesundem Menschenverstand lebe.
Flassbeck scheint ein Händchen dafür zu haben, dass selbst ich ansonsten komplizierte makro-ökonomische Zusammenhänge langsam und stückweise kapiere…

Einmal mit Profis arbeiten (V)

Die Arbeit bringt es mit sich, dass ich ausgiebig Radio höre. Bei MDR Info vernehme ich heute sinngemäß folgendes:

Wir schwimmen demnächst im Geld, denn die Steuereinnahmen erreichen astronomische Höhen. Die Steuerschätzung beruht auf der Wachstumsprognose der Bundesregierung …

Fast hätte ich mich am Kaffee verschluckt. Solche fundamentalistischen Aussagen … ähm… Aussagen mit fundamentaler Bedeutung lassen mir keine Ruhe. Siehe da – es stimmt!

Der Arbeitskreis stützt seine Schätzungen auf gesamtwirtschaftliche Eckdaten der Bundesregierung, die unter der Federführung des BMWi zwischen den Ressorts abgestimmt werden.

Na, dann ist ja alles in bester Ordnung.

Noch ein Abgesang auf Windows XP

Auch beim piefig-provinziellen mdr müssen die Sendeminuten gefüllt sein mit allerlei nützlichem und unnützen Kram. Was passt da besser, als in das Nachmittags-Kaffeekränzchen die zwölfundneunzigste Erinnerung der Zuschauer einzubauen, dass es demnächst gefährlich werden könnte, weiterhin mit einem von Windows XP befeuerten Rechner ins Internetz zu schauen?
Natürlich können auch die mdr-Experten nicht über ihren (bezahlten?) Schatten springen und empfehlen als Alternative … Windows! Der Knaller war, dass der komplette Aufmotz-Weg von XP über Vista, 7, 8 und 8.1 aufgezeigt wurde. In der Zeit setze ich der halben Nachbarschaft ein komplettes Linux inklusive Rücksicherung der Daten auf! Immerhin wies der Experte noch darauf hin, dass es unter Umständen hilfreich sein könnte, die Leistungsparameter seines XP-Schätzchens auf Kongruenz zu den Systemanforderungen von Windows 8.1 zu prüfen. So könne man sich den Update-Marathon durch Neukauf eines Rechners, auf dem das neue System bereits installiert ist, sparen. Apropos sparen: der ultimative Tipp war, sich ein preiswertes Modell mit Windows 7 anzusehen…

Leider – vielleicht aber auch zum Glück – gibt es keinen Mitschnitt dieses PR-Beitrages in der Mediathek und auch keinen Artikel dazu. Macht aber angesichts des haarsträubenden Blödsinns auch gar nichts. Wegschmeißen und Neukaufen, das ist der stetige Quell allen „Wachstums“, da habe ich ausgerechnet vom mdr auch nichts anderes erwartet alles billige PR.

Und dann gab es ja noch die Geschichte meines Briefes an die Zuschauerredaktion der ARD. Dreimal dürft Ihr raten, ob ich in den seither vergangenen vier Wochen darauf eine Antwort bekam…