Bin ich Admin, oder was?

Gerne erledige ich eine virtuelle Linux-Maschine, die ich nicht mehr benötige, mit dem Einzeiler

# rm -rf / --no-preserve-root

Es ist schon spannend zu sehen, wie nach und nach das Menü geleert, die Programme gelöscht und die Desktopsymbole bereinigt werden.
Nach den letzten Erfahrungen mit Windows 7 schwebte mir das auch in dieser Art für Windows vor. Der passende Einzeiler war schnell gefunden:

del . /S /F /Q

Anfangs funktioniert das ganz ähnlich: das Startmenü leert sich zusehends, und die Symbole auf dem Schreibtisch verschwinden. Dann jedoch häufen sich Meldungen, dass Dateien wegen fehlender Zugriffsrechte nicht gelöscht werden können.
Bitte was? Ich bin als Administrator angemeldet und führe den Befehl in einem Eingabefenster mit Administratorrechten aus und darf nicht löschen? Wegen mangelnder Zugriffrechte? Wotzefack?

Letztlich habe ich das Verzeichnis, in dem sich die Maschine befand, ordnungsgemäß geschreddert.

# find [Verzeichnis] -type f -print0 | xargs -0 shred -vun [Durchgänge]

Zwei Durchgänge dürften gereicht haben, um die letzten Spuren von Windows auf meinem Rechner zu tilgen.


Bitte nicht nachmachen, wenn Ihr nicht genau wisst, was Ihr da tut!

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Neues aus der Update-Hölle

Beim Herumwuseln im Internetz stieß ich auf einen interessanten Artikel, der ähnelt einem Aufruf an Microsoft, was sie bei Windows 10 doch schleunigst ändern müssten.

An der Stelle keimt dann immer ein Gefühl des Mitleids in mir, Mitleid mit den Anwendern, die dazu verdammt sind, ein solches System betreiben zu müssen. Freiwillig wird ja wohl keiner, der noch halbwegs bei Trost ist, sich solchen Praktiken unterwerfen?!
Jedenfalls dachte ich beim Studium des Artikels plötzlich an mein in der VirtualBox schlummerndes Windows 7 und daran, dass das letzte Update schon eine geraume Zeit zurück liegt. Versuche in der Vergangenheit endeten immer damit, dass die Suche nach Updates ergebnislos blieb oder ich sie nach einer halben Stunde entnervt abbrach. Weiterlesen

Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

Vorschau auf Netrunner Rolling

tuxNatürlich habe ich es nicht ausgehalten. Im Moment kann ich den Rechner nicht einfach herunter fahren und mit dem Netrunner-Iso booten, um die Installation im Dualboot vorzunehmen. Also musste eine virtuelle Maschine herhalten.
Anfänglich zierte sich Netrunner Rolling etwas, doch als ich die 3D-Beschleunigung abschaltete, konnte ich es benutzen. Die Installation bereitete überhaupt keine Probleme, der Installer bietet die gewohnte Funktionalität. Bisher läuft Netrunner Rolling erstaunlich stabil, was ich für eine Installation in der VirtualBox so nicht unbedingt erwartet hatte. Zur Vorschau gibt es schon mal einen Schnappschuss:

Bildschirmfoto_2015-11-12_19-56-12

Ich werde die Entwicklung des Projektes verfolgen. Sollte sich abzeichnen, dass ähnlich wie bei KDE 4 irgendwann eine wirklich benutzbare Version vorliegt, bin ich nicht abgeneigt, das dann auch hauptsächlich zu benutzen.

[Update]
Nach der Installation auf die Festplatte stelle ich fest, dass Netrunner Rolling wesentlich stabiler läuft, als diverse Plasma-5-Rants vermuten ließen. Ein Problem schleppt Netrunner Rolling dennoch ein: mein Scanner funktioniert auch hier nicht.
Kurzer Abgleich mit Kubuntu 15.10 im Live-Betrieb: Scanner läuft perfekt!
Es gibt sicher eine Lösung, ich muss sie nur finden…

Aus meiner Spielkiste

Auf meinem Rechner gibt es eine tolle Spielkiste, die nennt sich VirtualBox. Damit kann ich schnell und unkompliziert einen Rechner „bauen“, den es physisch gar nicht gibt. Ich nutze solche emulierten Teile gern, um mir interessant erscheinende Linux-Distributionen darin zu testen, zu installieren und auch mal kaputt zu machen. Wer schon immer mal wissen wollte, was so ein mit Admin-Rechten ausgeführtes rm -rf / tatsächlich anrichtet, kann es auf einer virtuellen Maschine beruhigt ausprobieren. Auch die Wirkung von Fork-Bomben lässt sich auf diese Weise ziemlich entspannt studieren.
Ich sage es nur leise: Auch eine Windows-7-Installation befindet sich in der Spielkiste…

Neugierig auf einen wohl weniger gebräuchlichen Desktop, installierte ich vor reichlich einem Monat auch die Manjaro-Community-Edition mit dem Enlightenment-Desktop.

manjaro-enlightenment-2014-12-02

In der Version E16 (0.16) hatte ich die erste Bekanntschaft mit Enlightenment gemacht. Damals erschien mir das Teil als viel zu hektisch, und ich fand auch keine rechte Möglichkeit, die nervige Zappelei bei sich öffnenden Fenstern abzustellen. Aber womöglich hatte ich nur nicht richtig oder ausdauernd gesucht. Mittlerweile gibt es den Desktop bei Manjaro als E19 in der Version 0.19.1, und er macht eine recht gute Figur. Ich habe verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten gefunden, die es mir erlauben, das Aussehen und Verhalten des Desktops an meine Bedürfnisse anzupassen.
Offenbar wird der langsam erwachsen. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich noch nicht wirklich viel Zeit mit ihm verbringen konnte. Doch es wird langsam besser, unser Verhältnis. Vielleicht wird ja noch eine echte Liebe daraus?

Abschließend sei hier noch auf die Schönheit des Rolling Release verwiesen, denn auch die Enlightenment-Maschine werkelt nicht nur mit dem aktuellen Desktop, sondern natürlich auch in Manjaro 0.8.11 mit aktuellem Kernel. Und das alles nach einem simplen sudo pacman -Syyu

Meine „Spielkiste“ beherbergt neben den angesprochenen Windows und Manjaro Enlightenment noch Mint LMDE, Ubuntu Mate, Semplice, openSUSE, Trisquel sowie ein Manjaro 0.9 mit Plasma 5 …

KANOTIX LinuxTag2014 „Spitfire“-preview

Es war wieder LinuxTag, und es gab eine Vorschau auf die kommende KANOTIX-Version. Sie wird den Namen Spitfire tragen.
Natürlich habe ich mir das Teil angesehen, mich dabei aber erst einmal nur auf die LXDE-Variante beschränkt, weil ich mittlerweile schlanke Oberflächen bevorzuge und zudem die Administration eines schmalbrüstigen Rechners übernommen habe, auf dem KANOTIX – übrigens sehr zur Zufriedenheit des Anwenders – läuft. Da will ich schon wissen, was mich erwartet.
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Manjaro Linux auf der Festplatte

manjaro-whisker-logo-greenWas soll ich sagen? Ich hab’s einfach nicht mehr ausgehalten und musste dieses Manjaro Linux richtig auf die Platte brennen, um es mit den kompletten Hardware-Ressourcen zu testen. Die VirtualBox machte zumindest beim Flatcast-Plugin Probleme, die eine korrekte Wiedergabe des Audio-Streams verhinderten. Das war der letzte Tropfen, der das Fass meiner Ungeduld zum Überlaufen brachte. Ich bastelte also ein Dualboot-System aus KANOTIX und Manjaro Linux.

Manjaro startet in der Hälfte der Zeit, die KANOTIX mit KDE braucht und ist sehr flott. Zusätzlich habe ich ohne Probleme Wine installiert. Die beiden Anwendungen ELSTER-Formular und Flatcast-Plugin arbeiten wie erwartet. Gespannt war ich darauf, wie sich VirtualBox wohl anstellen würde bei der Installation. Da hatte ich unangenehme Erinnerungen an Arch Linux. Doch mit dem Paketmanager von Manjaro war es beinahe ein Klacks. Zuletzt erinnerte mich VirtualBox daran, doch noch die Kernel-Header zu installieren, damit alles klappt. Meine bisher angelegten virtuellen Maschinen, vor allem Windows 7, laufen ohne Murren. Perfekt!
Auch Kugelerde ließ sich dank des sofort einsatzbereiten Arch User Repository AUR ganz simpel installieren. So ganz kann und will ich nicht auf dieses nette Gimmick verzichten.

inxi_hddinst_2014-04-06

Die Installation des proprietären Grafikkartentreibers war noch ein kleines Problem. Als es auf die Platte krabbelte, hatte Manjaro die Grafikkarte analysiert und den passenden freien Treiber nouveau installiert. Da der noch nicht an die Leistungsfähigkeit des proprietären Kollegen heranreicht, beiße ich in den sauren Apfel. Allerdings fand ich bei den Bordmitteln vorerst keine Lösung, sondern musste mich im Netz umsehen. Im Manjaro-Wiki fand ich die Anleitung. Sie bestand aus einem Einzeiler, der mit root-Rechten auszuführen war:

mhwd -a pci nonfree 0300

Damit war das Problem gelöst und das passende Modul für die Grafikkarte gebaut. Der Rest sind persönliche Einstellungen und Daten, die ich zum Teil direkt von KANOTIX übernehme, wie zum Beispiel Schlüsselbund, Lesezeichen und Mailadressen.
Nach einem halben Nachmittag „Arbeit“ ist mein Manjaro ansehnlich und genauso funktionell wie das bisherige Arbeitspferd.

[Update 07.04.2014]

Aktueller Schnappschuss vom Manjaro-Schreibtisch. Ich habe ein fetziges Hintergrundbild gefunden, den Oxygen-Mauszeiger in Grün ausgewählt und das Manjaro-Logo für das Whisker-Menü etwas bearbeitet.

manjaro-screenshot-2014-04-07

Angeschaut: Semplice Linux 6

Von Semplice hatte ich bestimmt schon mal gehört oder gelesen, aber es nie ernsthaft beachtet. Also musste ich erst mal lesen: Semplice Linux kommt aus Italien, baut auf Debian Sid und ist gerade in Version 6 veröffentlicht worden. Fix den Download der 64bit-Version gemacht und in eine virtuelle Maschine gepackt, schon läuft es im Live-Modus. Wie zu erwarten war, sieht man – abgesehen vom Hintergrundbild – erst mal nix, aber das ist eben Openbox. Weiterlesen