Einfache Antwort

Offenbar nimmt die Zahl der von dem fiesen Trojanischen Pferd Locky verschlüsselten Datensammlungen auf Windows-PCs sprunghaft zu. Heise fragte sich in der letzten Woche (auch ohne Fragezeichen), was gegen den Schädling getan werden kann.

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Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Antwort:

Für alle noch nicht betroffenen Benutzer:

  • Backup aktualisieren
  • Platte putzen
  • Linux installieren
  • Backup zurück spielen

Für bereits geschädigte Benutzer:

Wie jetzt? Kein Backup? Dann waren die Daten nicht wichtig.

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Neues Manjaro-Release steht in den Startlöchern

manjaro-logo-greenAufmerksamen Lesern wird es nicht entgangen sein, dass die Entwickler bei ManjaroLinux die letzten Veröffentlichungskandidaten anders als bisher üblich nummeriert haben. Mein Einstieg kam bei Manjaro 0.8.9 „Ascella“, im Verlauf änderte sich dieses bis 0.8.13, um etwa zum Anfang des Monats September als 15.09-rc1 „Bellatrix“ auf der Bildfläche zu erscheinen. Der Wechsel des Anfangsbuchstabens für den Codenamen zum nächstfolgenden Buchstaben des Alphabets ist damit folgerichtig.

Zwischendrin wechselte ich von stable zur testing branch, nicht zuletzt auch, weil ich mich bei testing furchtbar langweilte. Hauptargument war für mich die frühere Verfügbarkeit von Updates und der Ruch von Spannung und Abenteuer.

Heute merkte ich nun, dass das Kürzel „rc“ aus der Release-Bezeichnung verschwunden war. Es dauert also noch ein paar Tage, bis alle Änderungen nach stable kommen. Auf meinem Netbook läuft nach wie vor stable, dort sind wir bei 15.09-rc4. Der nächste Schritt ist dann die Veröffentlichung des „final release“, wobei das bei einer Rolling-Release-Distribution allenfalls ein kurzer Schnappschuss ist.
Das stable-Release kann dann uneingeschränkt zum Ausprobieren und zur Installation verwendet werden.
Als Benutzer, der schon längere Zeit sein ManjaroLinux pflegt, kam ich natürlich ganz ohne Neuinstallation in den Genuss der neuen Version. Das ist der Vorteil des Rolling Release.

Übrigens, mich überraschte die Parallele zu Ubuntu, dessen Veröffentlichungen nach dem gleichen Schema nummeriert werden. Aber das tangiert mich eher peripher…

[Update 27.09.2015]

Heute habe ich auf dem Netbook das Update auf ManjaroLinux 15.09 „Bellatrix“ installiert. Wie erwartet gab es keinerlei Probleme.

Schlechte Zeiten für die private Pornosammlung

Aus den Lizenzbedingungen für den Endanwender von Windows 10 (neudeutsch auch EULA genannt):

Finally, we access, disclose and preserve personal data, including your content (such as the content of your emails, other private communications or files in private folders), when we have a good faith belief that doing so is necessary.

Das bedeutet auf Deutsch so viel wie:

Letztlich greifen wir auf private Daten zu, legen sie offen und speichern sie, einschließlich Ihrer Inhalte (wie zum Beispiel den Inhalt Ihrer E-Mails, andere private Kommunikation oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir guten Grund haben zu glauben, dass dies zu tun notwendig ist.

(frei von mir übertragen)

Wer sich das bieten lässt, hat es nicht besser verdient. Es gibt Alternativen, und Microsoft liefert gewichtige Gründe, besser ein Linux zu benutzen.
Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es die Daten“schutz“bestimmungen von Microsoft ausführlich hier. Wer zwischen den Zeilen lesen kann und sich nicht von Euphemismen blenden lässt, ist klar im Vorteil.

Windows 10 – Der ultimative Tipp

Anlässlich des Rummels um das Erscheinen von Windows 10 gab es in der Diaspora* den ultimativen Tipp, eventuelle Klippen elegant zu umsegeln:

win10istda

Dem habe ich so weit aber auch rein gar nichts hinzuzufügen. XD

* * *

P.S.: Nebenher hörte ich heute im Radio, dass es mit Win10-Bordmitteln nicht möglich sein soll, bereits gekaufte DVD und BlueRay abzuspielen…

Mit der Kraft der Sonne

Irgendwann vor Jahresfrist stieß ich auf ein interessantes Projekt: SOL, ein solarbetriebener Laptop, der wegen der strapazierfähigen Materialien so richtig gut für den Außeneinsatz und Orte geeignet ist, an denen es an stabiler Elektroenergieversorgung mangelt. Nach Angaben des Herstellers findet SOL eine große Nachfrage in Afrika, dem Mittleren Osten, Süd- und Mittelamerika. Für mich wäre das Teil auch gut in meinem Garten denkbar.

SOL ist nicht gerade ein Ausbund an schierer Rechenleistung. Einige technische Daten will ich kurz aufzählen:

  • Prozessor: Intel® Atom™ Processor D2500 1.86GHz Dual Core
  • Arbeitsspeicher: Kingston 2GB DDR3 SDRAM, gegen Aufpreis auf 4GB erweiterbar
  • Festplatte: 2.5” 320GB SATA, 2.5” 500GB SATA HDD gegen Aufpreis
  • Grafik: 1080p HD Video, Built-In Intel GMA3600 Graphics
  • Display: 13.3″ LCD, WXGA, 1366 x 768
  • Anschlüsse: 2 USB2.0, Kopfhörer, HDMI, LAN(10/100), Card reader (SD/MS/MMC)
  • WiFi: MIMO 802.11b/gn (2.4/5GHz)
  • Bluetooth: Integrated Digital Core BT4.0

Interessant ist der aktuelle Preis: die Kanadier bieten SOL im Moment für 495 Kanadische Dollar an, das sind umgerechnet nicht ganz 350 Euro. Nach einer kurzen Einführungsphase, in der registrierte Interessenten diesen Vorzugspreis angeboten bekommen, soll das Gerät dann 550 Kanadische Dollar kosten.
Mit SOL M und SOL S stehen weitere Modelle zur Auswahl, die leistungsfähiger und teurer sind.

Das Konzept, so einen Laptop ganz ohne Netzteil betreiben zu können, scheint mir ganz brauchbar zu sein. Ich weiß nicht, ob es ähnliches hier im Euro-Raum gibt, vielleicht ja als Zusatzgerät. SOL bringt sein Solarpanel hingegen gleich mit, der Nutzer hat also die Steckdose gewissermaßen immer dabei. Ein Akku ist eingebaut, so dass die Arbeit auch nach Sonnenuntergang weitergehen kann.

Was das Projekt ebenfalls interessant macht für mich, ist das verwendete Betriebssystem: Ubuntu 14.04 „Trusty Tahr“. Da es sich um LTS handelt, also Long Term Support, hat der Nutzer betriebssystemseitig bis 2019 ausgesorgt. Gegen Aufpreis kann auch Windows 7 installiert werden, aber wer will das schon?

Linux != Windows oder Warum so schwer machen

tuxHinter den Kulissen arbeite ich gerade an einem Artikel – vermutlich wird es wegen des Umfangs eine kleine Artikelserie – zur Problematik des Endes der Unterstützung von Windows XP. In diversen Internetforen häufen sich die entsprechenden Anfragen, die auf die ganz normalen Schwierigkeiten beim Umstieg von Windows auf Linux zurück zu führen sind.
Weiterlesen

Ubuntu ist sicherstes Betriebssystem – sagt wer?

Die britische für IT-Sicherheit zuständige Regierungsbehörde CESG hat elf Desktop- und Mobil-Betriebssysteme auf ihre Sicherheit untersucht und dabei Ubuntu 12.04 als sicherstes Produkt identifiziert.

(Quelle)

Mal abgesehen davon, dass der „Sieg“ Ubuntus bei den zur Auswahl stehenden Kandidaten gesetzmäßig war, hat mich dieser Kommentar sehr erheitert:

pl-comment

Das war ja klar!

Vor ein paar Tagen hatte ich es ja schon thematisiert, und die Überschrift „Da kündigt sich was an…“ war eigentlich meine Ankündigung dessen, was ich kurz danach tat.

Es war nicht wirklich ein Problem, was sich in dieser Fehlermeldung zeigte, ärgerte mich trotzdem. Allein die Formulierung „Es wurde ein Problem mit einer Systemanwendung festgestellt. Möchten Sie das Problem jetzt melden?“ empfinde ich als dermaßen albern und dämlich, dass es mir reicht. Ich erfahre an dieser Stelle nicht, um welches Problem es sich handelt und soll trotzdem erst einmal melden?!

Hier verkehrt sich der Ansatz von Ubuntu, es den umstiegswilligen Windows-Nutzern so einfach wie möglich zu machen, in ein peinliches Gegenteil. Nichtssagende und unsinnige Fehlermeldungen bekomme ich doch bei Windows zur Genüge, da muss ich nicht erst Ubuntu installieren! Das angesprochene Problem entpuppte sich dann auch noch als Falschmeldung, das war schließlich das endgültige Aus. Ich kann so etwas nicht gebrauchen. Stellt Euch vor, ich möchte einem interessierten Computeranwender „mein“ Linux vorführen, weil er mich danach fragt. Ich starte den Rechner und alles ist in bester Ordnung. Dann zeige ich ihm, wie einfach die Aktualisierung eines gesamten Systems inklusive aller installierten Anwendungen ist und führe stolz die Aktualisierungsverwaltung vor. Möglicherweise werden Pakete installiert, die einen Neustart erfordern, beispielsweise ein neuer Kernel. Und nach dem Neustart erscheint dann so eine dämliche Fehlermeldung…

Peinlicher kann man sich wohl kein Eigentor schießen! Es ist dann auch nicht mehr von Belang, dass es eine leicht behebbare Falschmeldung ist, wobei nicht gesagt ist, dass es beim nächsten dist-upgrade nicht eine andere Ursache für Fehlermeldungen gibt.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit KANOTIX auf dem Netbook – insbesondere beim Einsatz mit Gnome2 – und der erfolgreichen Geschichte meines Versuchs, aus der Debian wheezy Netinstall ein schlankes KANOTIX Dragonfire mit LXDE/Openbox zu machen, resultierte der Entschluss, Lubuntu auf dem Netbook durch eben diese Konstruktion zu ersetzen.
Ich stelle ja konsequent darauf ab, ein separates /home-Verzeichnis zu haben. Separates /home bedeutet, dass es sich auf einer eigenen Festplattenpartition befindet. Bei einem Wechsel des System können daher die persönlichen Daten, aber auch Konfigurationsdateien für Anwendungen unberührt bleiben, was mir relativ viel Arbeit erspart.

Die Anleitung aus dem Internet war sehr hilfreich, die Arbeit ging zügig voran. Ich musste eben nur darauf achten, dass ich die 32bit-Version von Debain wheezy Netinstall verwendete, alle anderen Schritte waren identisch. Zusätzlich musste noch das Touchpad konfiguriert, die Samsung-Tools installiert und der mobile Surfstick getestet werden.

Bildschirmfoto vom 2013-02-01 23:10:42

Die Dateien, die für das Aussehen verantwortlich sind, habe ich einfach vom Desktop-PC auf das Netbook kopiert, was die Arbeit noch einmal beschleunigt hat. Im Einzelnen waren das

/usr/share/lxde/images/kmenu128.png     # Symbol für das Menü im Lxpanel
/usr/share/lxde/images/logout-banner.png     # KANOTIX-Branding für den Abmeldedialog
/usr/share/icons/Faenza*          # Faenza-Icon-Theme

Der modulare und einfache Aufbau von LXDE ermöglicht solche einfachen Dateioperationen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Seit ein paar Tagen funktioniert alles, wie ich es erwarte. Und ich werde nach dist-upgrades von sinnfreien Fehlermeldungen verschont…

Da kündigt sich was an…

Neulich auf meinem Netbook, unmittelbar nach dem Start und nicht zum ersten Mal:

2013-01-13-000033_1024x600_scrot

Seltsamerweise erlebe ich das nur auf dem Netbook und nur mit *buntu: anfangs ist alles prima, ein paar dist-upgrades später kommen die ersten Fehlermeldungen, die mich zudem an ihre nichtssagenden Windows-Pendants erinnern. Fatal.