Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

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Meine Blaue Phase

Tapetenwechsel.
An dem Grün hatte ich mich nach mehr als eineinhalb Jahren satt gesehen und wollte nun etwas Abwechslung haben. Außerdem steht der Winter vor der Tür, der mir die Möglichkeit gibt, wieder schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen für die Tapete herzurichten.

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Kleine Spielerei mit ernsten Absichten

ManjaroLinux mit LXQt. Schlanker und schneller Desktop, der mir schon von LXDE her bekannt ist. Diese Version habe ich im Dualboot zum bisherigen Manjaro XFCE installiert.

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Ich wollte nicht einfach einen neuen Desktop zu einer bestehenden Oberfläche installieren, obwohl das ja einfach geht. Es gibt immer Anwendungen, die nicht zu der einen oder anderen Oberfläche passen wollen. Sobald der Desktop die endgültige Erscheinungsform angenommen hat, wird er wohl zum Dauereinsatz kommen. Mir gefällt Qt einfach, aber KDE ist mir zu fett und im Moment mit Plasma 5 absolut unbrauchbar.

Grafikproblem

manjaro-logo-greenUngewöhnliches ereignete sich. Es gibt ein Problem bei meinem Manjaro. Ein kleines. Und das kam so:

Ich spendiere meinem System gerne den aktuellsten Kernel. Das kann dann schon mal ein Kernel sein, der noch nicht frei gegeben ist, also ein rc-Kernel. Bisher funktionierten die immer ohne Beanstandungen. Jetzt wollte ich das auch so mit Kernel 4.3 halten und installierte kürzlich 4.3.0-1-rc5. Meine Grafikkarte nVidia GT218 [GeForce 210] wird eigentlich vom unfreien Treiber video-nvidia-304xx befeuert. Der weigert sich aber standhaft, weshalb ich zunächst den Kernel wieder entfernte. Dann kam rc6, und das gleiche Problem tritt wieder auf. Kernel und unfreier nVidia-Treiber wollen nicht miteinander. Dieses Problem trat zum ersten Mal auf, seit ich Manjaro verwende.

Die Lösung, doch noch Kernel 4.3rc6 benutzen zu können, lag in der Installation des freien Treibers nouveau. Der geht auf Anhieb mit dem neuen Kernel. Auch konnte ich bisher keine Probleme bei der Darstellung auf dem Bildschirm feststellen.

Neues Manjaro-Release steht in den Startlöchern

manjaro-logo-greenAufmerksamen Lesern wird es nicht entgangen sein, dass die Entwickler bei ManjaroLinux die letzten Veröffentlichungskandidaten anders als bisher üblich nummeriert haben. Mein Einstieg kam bei Manjaro 0.8.9 „Ascella“, im Verlauf änderte sich dieses bis 0.8.13, um etwa zum Anfang des Monats September als 15.09-rc1 „Bellatrix“ auf der Bildfläche zu erscheinen. Der Wechsel des Anfangsbuchstabens für den Codenamen zum nächstfolgenden Buchstaben des Alphabets ist damit folgerichtig.

Zwischendrin wechselte ich von stable zur testing branch, nicht zuletzt auch, weil ich mich bei testing furchtbar langweilte. Hauptargument war für mich die frühere Verfügbarkeit von Updates und der Ruch von Spannung und Abenteuer.

Heute merkte ich nun, dass das Kürzel „rc“ aus der Release-Bezeichnung verschwunden war. Es dauert also noch ein paar Tage, bis alle Änderungen nach stable kommen. Auf meinem Netbook läuft nach wie vor stable, dort sind wir bei 15.09-rc4. Der nächste Schritt ist dann die Veröffentlichung des „final release“, wobei das bei einer Rolling-Release-Distribution allenfalls ein kurzer Schnappschuss ist.
Das stable-Release kann dann uneingeschränkt zum Ausprobieren und zur Installation verwendet werden.
Als Benutzer, der schon längere Zeit sein ManjaroLinux pflegt, kam ich natürlich ganz ohne Neuinstallation in den Genuss der neuen Version. Das ist der Vorteil des Rolling Release.

Übrigens, mich überraschte die Parallele zu Ubuntu, dessen Veröffentlichungen nach dem gleichen Schema nummeriert werden. Aber das tangiert mich eher peripher…

[Update 27.09.2015]

Heute habe ich auf dem Netbook das Update auf ManjaroLinux 15.09 „Bellatrix“ installiert. Wie erwartet gab es keinerlei Probleme.

Schlechte Zeiten für die private Pornosammlung

Aus den Lizenzbedingungen für den Endanwender von Windows 10 (neudeutsch auch EULA genannt):

Finally, we access, disclose and preserve personal data, including your content (such as the content of your emails, other private communications or files in private folders), when we have a good faith belief that doing so is necessary.

Das bedeutet auf Deutsch so viel wie:

Letztlich greifen wir auf private Daten zu, legen sie offen und speichern sie, einschließlich Ihrer Inhalte (wie zum Beispiel den Inhalt Ihrer E-Mails, andere private Kommunikation oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir guten Grund haben zu glauben, dass dies zu tun notwendig ist.

(frei von mir übertragen)

Wer sich das bieten lässt, hat es nicht besser verdient. Es gibt Alternativen, und Microsoft liefert gewichtige Gründe, besser ein Linux zu benutzen.
Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es die Daten“schutz“bestimmungen von Microsoft ausführlich hier. Wer zwischen den Zeilen lesen kann und sich nicht von Euphemismen blenden lässt, ist klar im Vorteil.

Manjaro 0.8.12 released

Als Manjaro-Nutzer habe ich es ja schon seit ein paar Tagen länger, doch nun können auch interessierte Linuxerinnen und Linuxer die offiziellen Installationsmedien von Manjaro 0.8.12 „Ascella“ testen, wie auf der vorübergehend eingerichteten Manjaro-Website zu erfahren ist.
Wie immer gibt es die offiziellen Editionen mit den beiden Standardumgebungen XFCE und KDE sowie die minimalistische Net-Edition zuerst. Die Community-Versionen mit den anderen Desktops ziehen demnächst nach.
manjaro-logo-greenDie Version 0.8.12 bietet überwiegend Fehlerkorrekturen, aber auch Änderungen, wie die prompte Unterstützung des exFAT-Dateisystems – der Fachmann spricht gerne von out-of-the-box-Unterstützung, was in etwa bedeutet, dass es ohne Kopfstände und Frickelei bereits im Live-Modus läuft – oder die Verwendung der Paketverwaltung pacman in der Version 4.2.
Der neue Calamares-Installer ist noch den Testversionen 0.9 vorbehalten. Bis die offiziell erscheinen, müssen wir uns mit Thus begnügen.

Nach wie vor bin ich von Manjaro überaus positiv angetan, ach Quatsch – ich bin dieser Distribution restlos verfallen! Auf meinem Netbook bewährt sie sich im täglichen mehrstündigen Einsatz, und auch auf meinem Desktop-Rechner werkelt Manjaro ohne Probleme zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Wer ein einfach zu installierendes System sucht, dass mit geringem Aufwand permanent aktuell zu halten ist und obendrein äußerst stabil läuft, dem sei Manjaro Linux ans Herz gelegt.
Die offiziellen Editionen gibt es hier (XFCE), hier (KDE) und hier (Net) zum Download.

Manjaro 0.8.11 released

Heute erschien auf dem Manjaro-Blog die Meldung, dass ManjaroLinux in der Version 0.8.11 erschienen ist. Ich nehme das zum Anlass, wieder einmal die Werbetrommel für dieses tolle Projekt zu rühren, da es meiner Meinung ein größeres Echo in den einschlägigen Medien verdient hat. Vielleicht stören sich die betreffenden Redakteure noch an der Null, die die Hauptentwicklungslinie bezeichnet. Diese Null signalisiert offenbar, dass es sich noch um ein Projekt im Entwicklungsstadium handelt. Um ein stabil laufendes Rolling-Release zu testen und zu benutzen, braucht niemand zu warten, bis Manjaro 1.0.0 erscheint – das geht genau so gut mit dem aktuellen Manjaro.

Vor beinahe acht Monaten installierte ich ManjaroLinux auf meinem Desktop-PC. Damals hatte es gerade die Versionsnummer 0.8.9 und wurde auch von mir als sehr stabil beschrieben. Selbst der Wechsel der Paketquellen vom stable-Zweig zu testing hat daran nichts geändert.

manjaro-logo-greenSeither ist es mir mit Manjaro sehr gut ergangen. Das System läuft auf dem Desktop-PC rund und stabil. Die Erfahrung hat mich gelehrt, ein besonderes Augenmerk auf die Updates zu legen. Ungeduld ist dabei nicht immer der beste Ratgeber, denn bei einem Rolling Release können immer mal kleinere oder größere Probleme während des Updates auftreten. Manchmal muss ich dann Hand anlegen und das Terminal benutzen. Etwas Erfahrung damit ist also schon von Vorteil, aber nicht Bedingung. Bei Fragen und Problemen steht eine kleine, feine und kompetente Community bereit, eventuell aufkommende Verzweiflung schon im Ansatz zu erledigen.

Aktuell ist Manjaro 0.8.11 offiziell in der XFCE- und KDE-Edition sowie als minimalistische Net-Edition erhältlich. Die Community-Editionen mit weiteren Benutzeroberflächen ziehen gewöhnlich etwas später nach. Doch auch diese Versionen können heruntergeladen, installiert und benutzt werden, denn das fällige Update führt unweigerlich zur Version 0.8.11, wie mein Netbook zeigt.

Mit ManjaroLinux habe ich auf zwei unterschiedlichen Plattformen jeweils ein sehr stabiles und aktuelles System. Es basiert auf Arch Linux, einer topaktuellen und gepflegten Distribution. Es ist meiner Meinung nach sehr anwenderfreundlich. Wer also schon etwas Erfahrung mit anderen Linux-Distributionen hat und sich vor gelegentlicher Handarbeit im Terminal nicht fürchtet, sollte sich dieses tolle ManjaroLinux unbedingt ansehen.

Aus meiner Sicht hat ManjaroLinux einige Vorteile und Besonderheiten:

  • Rolling Release, theoretisch einmal installiert – immer topaktuell
  • basiert auf Arch Linux – stabil und schnell durch KISS
  • eigene Repositories – Softwarepakete werden noch einmal getestet, das bringt bessere Stabilität
  • benutzerfreundlich durch einfache Installation, grafische Hardwareerkennung und Aktualisierungsverwaltung

Acht Wochen Manjaro Linux

manjaro-whisker-logo-greenSeit nunmehr acht Wochen läuft Manjaro Linux auf meinen Rechnern. In dieser Zeit sind einige Updates passiert, die auf dem Desktop-PC allesamt fehlerlos ausgeführt wurden.
Einmal gab es ein Problemchen mit der Netbook-Edition, als das Update partout nicht über das grafische Werkzeug pamac laufen wollte. Im Terminal klappte schließlich auch das, anschließend war jedoch eine ganze Reihe an Menüeinträgen verschwunden. Der Fehler wurde lokalisiert und im Displaymanager mdm verortet. Ich ersetzte mdm durch slim und war wieder zufrieden.

Auch wenn ich bei gerade einmal acht Wochen Einsatz kein endgültiges Urteil abgeben will, muss ich feststellen, dass Manjaro Linux sehr stabil läuft und dabei pflegeleicht ist.

Netbook-Test mit Manjaro 0.8.9 „Ascella“ Netbook Edition

manjaro-whisker-logo-greenBeim Stöbern im grünen Bereich stieß ich auf die Community-Editionen von Manjaro. Es sind vielleicht nicht immer die aktuellsten Versionen, doch die Systemaktualisierung funktioniert ja bisher astrein.
Natürlich musste ich mir die Netbook-Version ansehen, vorerst mal im Live-Betrieb. Erwartungsgemäß funktioniert die eingebaute Hardware, das Gerät läuft sehr flott. Erwartungsgemäß funktionieren die Fn-Tasten bis auf wenige Ausnahmen nicht, aber das kann ich hinbiegen. Im AUR gibt es die Samsung-Tools…

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Die Netbook-Edition kommt mit einer modifizierten XFCE-Oberfläche, die an die kleinen Monitore angepasst ist. Der Kernel ist eine speziell auf Atom-Prozessoren zugeschnittene Version aus dem Kernel-Netbook-Projekt. Standardmäßig werden die Fenster im Vollbildmodus ohne Fensterdeko geöffnet. Die Softwareauswahl bietet erst einmal die wichtigsten Anwendungen, die ich auf einem Netbook betreibe. Ich finde als Webbrowser Midori, Audacious und den VLC-Player als Multimedia-Anwendungen sowie jede Menge Zubehör und Systemanwendungen. Inkscape ist als grafische Anwendung neben Evince als PDF-Betrachter auch dabei.
Büroanwendungen sind nicht vorinstalliert, ein Mail-Programm suche ich auch vergebens. Ob ich Midori als Browser verwende, oder doch lieber den Firefox, wird die Zukunft zeigen. Dank der sehr guten grafischen Paketverwaltung Pamac ist die Installation zusätzlicher Software ein Kinderspiel.

Spatry erklärt die Besonderheiten der Netbook Edition sehr schön, dass ich wohl demnächst mein Netbook umrüste.