Einfache Antwort

Offenbar nimmt die Zahl der von dem fiesen Trojanischen Pferd Locky verschlüsselten Datensammlungen auf Windows-PCs sprunghaft zu. Heise fragte sich in der letzten Woche (auch ohne Fragezeichen), was gegen den Schädling getan werden kann.

Bildschirmfoto_2016-02-25_20-36-43

Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Antwort:

Für alle noch nicht betroffenen Benutzer:

  • Backup aktualisieren
  • Platte putzen
  • Linux installieren
  • Backup zurück spielen

Für bereits geschädigte Benutzer:

Wie jetzt? Kein Backup? Dann waren die Daten nicht wichtig.

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Kernelgeschichten

tuxSchon in den Tagen, als auf meinem Rechner noch KANOTIX lief, wollte ich den jeweils aktuellsten Kernel haben. Nicht immer waren Neuerungen oder Verbesserungen augenscheinlich und während der täglichen Routine-Anwendung spürbar. Das machte mir jedoch nichts aus, verschaffte mir doch allein die Gewissheit, den neuesten Kernel zu benutzen, ausreichend Genugtuung.

Noch heute halte ich das so, gerade weil ich mit ManjaroLinux eine Distribution verwende, die das Rolling-Release-Development-Modell verkörpert. Zudem bietet ManjaroLinux ein Werkzeug zur bequemen Verwaltung der verfügbaren und installierten Kernel an: das Skript mhwd-kernel.

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Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

Fortschrittsanzeige bei apt

openlogo-50 Nach längerer Abstinenz werkelt ja wieder ein Debian auf der Platte. Da ich Systempflege und Administration gerne im Terminal betreibe, beschäftige ich mich natürlich ausgiebig mit der Paketverwaltung, bei Debian dpkg mit dem Frontend apt.
Irgendwann las ich davon, dass es bei der Benutzung von apt nicht mehr nötig ist, spezielle apt-Kommandos wie zum Beispiel

# apt-get update

zu benutzen. Es geht auch kürzer:

# apt update

Dabei zeigt apt auch den Fortschritt der jeweiligen Operation an. Am Beispiel von

# apt update && apt dist-upgrade

ist sehr schön ersichtlich, dass die Fortschrittsanzeige beim Download der Pakete farblich abgesetzt ist:
apt-terminal-1
Auch die Installation der heruntergeladenen Pakete hat eine farblich hervorgehobene Fortschrittsanzeige:
apt-terminal-2

So hat das Einsparen von Tipparbeit auch noch einen praktischen Nutzen.


P.S.: Ja, die aktuelle Installation sieht etwas anders aus. Den Gnome-Desktop habe ich durch LXQt ersetzt.

Openbox/LXDE: Fensterumrandung verbreitern

tuxDie meisten Themen für Openbox/LXDE stellen die Breite der Fensterumrandung auf ein Pixel ein. Da wird das Treffen der Umrandung zum Zwecke des Vergrößerns oder Verkleinerns über Eck oder die Seiten schon mal zum Geschicklichkeitstest.

Es ist keine große Sache, die Rahmenbreite eines Themas zu ändern, vor allem, wenn es lokal installiert ist. Im Verzeichnis ~/.themes finden wir alle lokal installierten Themen. Im Themenverzeichnis gibt es den Ordner ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3, der die Datei themerc enthält.

Diese Datei wird mit einem Editor geöffnet, zum Beispiel mit leafpad oder im Terminal mit nano. Dann wird die Zeile

border.width: 1

gesucht und die gewünschte Breite eingestellt. Ich habe drei Pixel eingestellt und bin ganz glücklich damit. Die Zeile sieht dann so aus:

border.width: 3

Jetzt wird die Datei gespeichert. Um diese Einstellung wirksam werden zu lassen, muss nicht der Rechner neu gestartet werden, es reicht, sich von der Sitzung ab- und wieder anzumelden.

Sind die Themen systemweit installiert, dann befinden sie sich im Verzeichnis /usr/share/themes, und man kann die jeweilige Datei themerc mit root-Rechten bearbeiten.


Hier noch die Kurzversion für die Liebhaber des Terminals:

sed -i 's/border.width:\ 1/border.width:\ 3/' ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3/themerc

Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

Back to the roots – Teil zwo

tuxManchmal besinne ich mich der guten alten Zeit, und dann zieht es mich dahin zurück. Nach der Installation einer weiteren Festplatte – die lag nach dem Austausch gegen eine SSD für mein Netbook hier noch ungenutzt herum – hatte ich nun die Gelegenheit, an Stelle eines weiteren Manjaro-Ablegers das Original auf die Platte zu bringen.

Bildschirmfoto vom 2015-12-08 19-57-25

Die Installation ist reine Handarbeit und mit der exzellenten Anleitung schnell erledigt. Der größte Aufwand entsteht erst mit der Installation der benötigten Anwendungen und dem Herumschrauben am Aussehen der Oberfläche. Ich entschied mich für LXDE, das war damals schon sauschnell…

Facelift für mein Debian

Nach und nach werde ich mit der Gnome Shell immer vertrauter. Letztlich ist die Anpassung an den eigenen Geschmack auch kein Geheimnis und mit Hilfe des gnome-tweak-tools schnell erledigt. Die Suche nach passenden Themen ist schon aufwändiger.

screenshot-debian-2015-11-29-1Es ist nur ein erster Versuch, an dem Erscheinungsbild herum zu schrauben, aber das Ergebnis ist schon zufriedenstellend.

  • Shell-Thema: viva-orange
  • GTK+: NumixBlue
  • Symbole: Vibrancy-Full-Dark-Aqua
  • Mauszeiger: oxy-blue (oxygencursors)

Da ich auch im Debian die VirtualBox nutzen will, musste ich die contrib-Quellen freischalten:

deb http://http.debian.net/debian/ testing main contrib

Mit einem beherzten

# apt-get update && apt-get install linux-headers-$(uname -r|sed 's,[^-]*-[^-]*-,,') virtualbox

habe ich die passenden Kernel-Header und VirtualBox installiert. Die erforderlichen Kernelmodule wurden dabei erstellt, und ich konnte VirtualBox benutzen. Interessantes Detail: die Version für Debian testing (5.0.10) ist aktueller als die in meinem Manjaro testing (5.0.8).

Zu diesem Zeitpunkt kann ich sagen, dass ich meine Debian-Installation mag. Sie läuft stabil, ich habe recht aktuelle Anwendungsprogramme zur Auswahl, das Aussehen gefällt mir und ich komme mit der Bedienung der Gnome Shell immer besser klar.

Back to the roots

screenshot-debian-2015-11-27

Nach einigen Versuchen, Irrungen und Wirrungen habe ich die perfekte Zweit-Distribution für mein Dual-Boot gefunden. Wozu Derivate, wenn ich das Original haben kann. Und damit es nicht langweilig wird, habe ich mir zu der neuen Desktop-Erfahrung – ich hatte die Gnome-Shell bisher nicht wirklich benutzt – auch gleich noch den testing-Zweig ausgesucht:

deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
deb http://security.debian.org/ testing/updates main
 deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main
deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main

Etwas Nervenkitzel darf ja sein. Bislang sind noch keine nonfree-Quellen aktiviert, der freie Grafiktreiber nouveau macht sein Ding ganz ordentlich. Ich bin recht zufrieden mit dieser Installation, sämtliche Hardware läuft perfekt. Mit der noch ungewohnten Bedienung der Gnome-Shell komme ich immer besser zurecht und finde langsam Gefallen daran.


Natürlich bleibt durch die Installation im Dual-Boot mein Manjaro unberührt.