Manjaro openrc (II)

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Langsam nähert sich meine Manjaro-openrc-Installation dem Attribut „brauchbar“ an. Ich habe gelernt, dass es von einigen Paketen eine spezielle openrc-Variante gibt, ohne die bestimmte Dinge nicht funktionieren, zum Beispiel lm_sensors. Das nutze ich, um in Conky den Gesundheitszustand der Hardware anzuzeigen.
Dann habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich mit Clementine meine Musik abspielen konnte. Es lag einfach am Paket gstreamer0.10-base-plugins, das nicht installiert war. Ich hatte vorher schon good, bad und ugly ins System geschraubt, aber eben nicht auf base geachtet. Doch kaum macht man es richtig, funktioniert es auch.

Manjaro mit openrc und Openbox

manjaro-logo-greenNach gelegentlich auftretenden Problemen beim Herunterfahren des Rechners – die im momentan installierten Manjaro Mate glücklicherweise abwesend sind – hatte ich mir kürzlich überlegt, Manjaro mit openrc als Zweitsystem im Dualboot zu installieren. Openrc ist eine Alternative zum allseits unbeliebten systemd, das immer komplexer geworden und so tief im System verankert ist, dass es wegen der Funktionsvielfalt und der Komplexität gegen den ehernen Linux-Grundsatz „Eine Funktion – ein Programm“ verstößt und bei vielen Anwendern Vertrauen verspielt. Binäre Logdateien tragen auch nicht dazu bei, dass der Ruf von systemd besser wird.

Zum Glück bietet die Manjaro-Community openrc-Isos zum Download. Ich wollte nur nicht schon wieder XFCE haben und entschied mich für die Netinstall-Variante, um mir einen Desktop selbst zusammenstellen zu können. Ich entschied mich für Openbox als Fenstermanager, LightDM als Displaymanager und Tint2 als Panel.

manjaro-openrc-ob-2016-04-11

Nach anfänglichen Problemen – Slim als Login-Manager ist suboptimal, wenn man openrc benutzt – hatte ich bald eine grafische Oberfläche, die openbox-typisch einfach grau ist und immerhin einen Mauszeiger mitbringt. Zunächst brauchte ich ein Terminal, um vernünftig arbeiten zu können, PcManFM habe ich als Dateimanager installiert. Es gibt schon einen Browser, aber noch keinen Sound, und conky zeigt noch nicht alle Informationen, die ich haben will. Da fehlen wohl auch noch ein paar Dienste, die ich mit openrc starten muss. Viel Stoff zum Lernen und Probieren…

Ach ja, weil das ja alles mehr oder weniger experimentell ist, habe ich mich für btrfs als Dateisystem entschieden.

Openbox/LXDE: Fensterumrandung verbreitern

tuxDie meisten Themen für Openbox/LXDE stellen die Breite der Fensterumrandung auf ein Pixel ein. Da wird das Treffen der Umrandung zum Zwecke des Vergrößerns oder Verkleinerns über Eck oder die Seiten schon mal zum Geschicklichkeitstest.

Es ist keine große Sache, die Rahmenbreite eines Themas zu ändern, vor allem, wenn es lokal installiert ist. Im Verzeichnis ~/.themes finden wir alle lokal installierten Themen. Im Themenverzeichnis gibt es den Ordner ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3, der die Datei themerc enthält.

Diese Datei wird mit einem Editor geöffnet, zum Beispiel mit leafpad oder im Terminal mit nano. Dann wird die Zeile

border.width: 1

gesucht und die gewünschte Breite eingestellt. Ich habe drei Pixel eingestellt und bin ganz glücklich damit. Die Zeile sieht dann so aus:

border.width: 3

Jetzt wird die Datei gespeichert. Um diese Einstellung wirksam werden zu lassen, muss nicht der Rechner neu gestartet werden, es reicht, sich von der Sitzung ab- und wieder anzumelden.

Sind die Themen systemweit installiert, dann befinden sie sich im Verzeichnis /usr/share/themes, und man kann die jeweilige Datei themerc mit root-Rechten bearbeiten.


Hier noch die Kurzversion für die Liebhaber des Terminals:

sed -i 's/border.width:\ 1/border.width:\ 3/' ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3/themerc

Angeschaut: Semplice Linux 6

Von Semplice hatte ich bestimmt schon mal gehört oder gelesen, aber es nie ernsthaft beachtet. Also musste ich erst mal lesen: Semplice Linux kommt aus Italien, baut auf Debian Sid und ist gerade in Version 6 veröffentlicht worden. Fix den Download der 64bit-Version gemacht und in eine virtuelle Maschine gepackt, schon läuft es im Live-Modus. Wie zu erwarten war, sieht man – abgesehen vom Hintergrundbild – erst mal nix, aber das ist eben Openbox. Weiterlesen

KANOTIX Dragonfire mit LXDE

Durch die Beschäftigung mit Lubuntu und Arch Linux im Allgemeinen und LXDE im Besonderen lernte ich die Vorteile eines schlanken Systems mit einer schlanken Benutzeroberfläche kennen und schätzen.Diese Vorteile wollte ich mit KANOTIX Dragonfire kombinieren, das eigentlich mit KDE kommt und meiner Meinung nach auch noch eine äußerst stabile und leicht zu pflegende Distribution ist. Die Scripte, mit denen der Meister im IRC den Bot füttert, erleichtern mir die Arbeit mit dem System ungemein.

So machte ich mich also daran, KDE zu entfernen und LXDE zu installieren. Das klappte auch sehr gut, und nach kurzer Zeit sah die Oberfläche der von Lubuntu schon täuschend ähnlich. Allerdings konnte dieses KANOTIX bei der Geschwindigkeit des Bootvorgangs überhaupt nicht mithalten. Arch war hier mit handgestoppten 21 Sekunden der Sieger, gefolgt von Lubuntu mit 25 Sekunden. KANOTIX landete weit abgeschlagen bei 45 Sekunden. Da musste also noch einiger Ballast im System herum oxidieren… Weiterlesen