Das hätte ich nicht gewusst

Was haben Afghanistan, Bhutan, Nordkorea, Haiti, Nepal, Somalia und Deutschland gemeinsam?

 

Kein Tempolimit.

(hier gefunden, via)

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Unser Wirtschaftskrieg

Sehr lesenswerte Zusammenfassung zur aktuellen Krise in Europa und deutsche Hegemonialbestrebungen auf Telepolis.

Ach, und weil wir gerade dabei sind: Wir können das Heulen, Jammern und Zähneklappern einstellen, denn Deutschland profitiert von der Krise und kann den Verlust der läppischen 85,2 Milliarden Euro teuren Bürgschaften locker verschmerzen.

Durch die Schuld-Titel, die der Bund seit 2009 ausgegeben hat, wurden im Vergleich zum Vor-Krisenniveau 160 Milliarden Euro eingespart.

Das heißt wohl soviel wie:

160 Milliarden Euro Ersparnis, weil Deutschland seit Jahren als der sichere Hafen für internationale Großanleger gilt. Das ist die eine, überraschende Seite. Auf der anderen Seite bürgt Deutschland mit 85,2 Milliarden Euro für die griechischen Hilfsmaßnahmen. Und die sind wohl verloren.

Was dann bedeutet, dass:

Gut 85 Milliarden Miese, wenn Griechenland baden geht. Dagegen 160 Milliarden Plus seit Beginn der Euro-Krise. So gesehen profitiert Deutschland.

(Alle Zitate von hier, das Video wurde leider schon „depubliziert“.)

Was erlaube … Österreich?

Hat irgend jemand in unseren Qualitätsmedien etwas davon gesehen, gehört oder gelesen, dass seit gestern in Österreich ein EU-Austritts-Volksbegehren läuft?

Seit dem EU-Beitritt sehen wir natürlich auch die enorme wirtschaftliche Abwärtsentwicklung. Wir haben jetzt die höchste Arbeitslosigkeit der gesamten zweiten Republik und man sieht ja auch, dass es anderen Staaten in der EU nicht gut geht. Das darf nicht weiter gehen. Daher der Austritt aus der EU und Beginn eines Weges, den so ähnlich wie die Schweiz gegangen ist – also selbständig bleiben, wieder Grenzen haben und die Politik beginnen, die die Volkswirtschaft des eigenen Landes stärkt.

(aus dem verlinkten Artikel)

Also habe ich mal geschaut bei tagesschau.de – Fehlanzeige; heute.de – Fehlanzeige; spiegel.de – Fehlanzeige; sueddeutsche.de – Fehlanzeige; selbst bei bild.de nichts. Nacheinander brachten die Suchbegriffe „Österreich Volksbegehren“, „Österreich Volksbegehren EU Austritt“ und „Österreich“ keinerlei Verweis auf das Volksbegehren…
Da fühle ich mich doch umfassend informiert, wenn mir wenigstens die Russen sagen, was in der EU los ist.

* * *

Des guten Geschmacks wegen habe ich darauf verzichtet, die Spackenseiten auch noch zu verlinken.

Nostalgie oder Die Verräterpartei auf den Spuren des Regimes

Gerade hatten die Verräter auf ihrem Parteikonvent dem Siggi mit knapper Mehrheit das Go! für die Vorratsdatenspeicherung anlasslose Massenüberwachung gegeben, da perlen auch schon interessante Hintergrundinformationen an die Oberfläche:

In manchen Landesverbänden wurden Delegierte zu Einzelgesprächen mit prominenten Vertreter*innen der Parteiführung oder der jeweiligen Landes-SPD gebeten, in denen auch ihre persönliche Zukunft in der SPD diskutiert wurde. Mir sind einige begegnet, die explizit froh waren, dass sie die Freiheit genießen „nichts mehr werden zu wollen“. Es ist wichtig, dies mal zu diskutieren, denn wenn nur Menschen in dieser Partei was werden dürfen, die im Zweifelsfall eine sehr flexible Meinung haben, dann brauchen wir auch nie wieder darüber diskutieren, warum wir an Glaubwürdigkeit verlieren.

(Quelle)

Mir wird ganz warm ums Herz ob der aufkeimenden Erinnerung an alte Tage. Ich habe selbst erfahren, dass nicht alle Beulen an meinem Stahlhelm vom Klassenfeind stammten. Die alte SED kannte mit Abweichlern kein Pardon, da wurden auch schon mal Exempel statuiert und persönliche Lebensentwürfe und Zukunftsaussichten gnadenlos zerstört. Was ich da jetzt lese, steht in unrühmlicher Tradition.

Noch bedenklicher fand ich aber, dass in mindestens einem Landesverband darüber diskutiert wurde, wie sich die Höhe des Zuschusses der Bundes-SPD für anstehende Landtagswahlkämpfe, bei welchem Verhalten der Delegierten, verändern könnte – natürlich zum Negativen. Ich möchte nicht Teil einer SPD sein, die so etwas zulässt, sondern Teil einer SPD, die in der Sache streitet und in genau dieser (und auch nur dieser) Sache eine Entscheidung fällt.

(ebenda)

Also Leute, Ihr tanzt gefälligst nach unserer Pfeife, oder wir drehen Euch den Saft ab!
Das ist die allerbeste Werbung, die dieses Parteiensystem bekommen kann. Ich gehe fest davon aus, dass es in den andersfarbigen Vereinen auch nicht besser aussieht.
Freiheit? Demokratie? Dass ich nicht lache!

Die Wanze im Wohnzimmer

yeswescanKönnen Sie sich vorstellen, dass Sie freiwillig und bewusst eine Wanze höchstpersönlich selbst in ihren eigenen vier Wänden installieren? Dass Sie sich freiwillig damit abhören lassen? Mir fällt so eine Vorstellung schwer, denn ich glaube nicht, dass die Käufer von Smart-TV-Geräten umfassend über die Möglichkeiten eines solchen Gerätes aufgeklärt und explizit auf Eigenschaften hingewiesen werden, wie es Samsung in seiner Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) tut:

„In addition, Samsung may collect and your device may capture voice commands and associated texts so that we can provide you with Voice Recognition features and evaluate and improve the features. Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition.“

Heißt auf Deutsch in etwa, dass Eigentümer von Geräten mit Spracherkennung darauf achten sollten, was sie in Gegenwart ihres Fernsehapparates von sich geben, weil das gesprochene Wort irgendwie an Dritte gelangen kann. Ich will ja nicht unken, aber schmierige Allmachtsfantasten werden genau so was tun, weil sie es eben können. Samsung ist nun keine amerikanische Firma, die man per Ukas zur geheimdienstlichen Zusammenarbeit verdonnern kann, aber ich denke mal, das wird amerikanischen Schnüfflern ziemlich egal sein. Smart-TV als weiterer Baustein auf dem Weg zur totalüberwachten Gesellschaft.
Den Käufern solcher Geräte wird das alles Schnuppe sein, denn sie haben sicher nichts zu verbergen, nutzen Facebook, haben Hosentaschen-Wanzen und sind ansonsten sowieso ziemlich smart.

Da empfehle ich doch glatt, sich als Premiere auf dem neuen Gerät „Das Leben der Anderen“ rein zu ziehen.

(ausgegraben bei netzpolitik.org)

Leben und leben lassen

„Um das gängigste aller Vorurteile direkt zu bedienen: Wenn man im Süden Europas das gute Klima nutzt und gerne mal easy going macht, dann ist auch das vollkommen in Ordnung und geht die langweiligen Schaffer im Norden nichts an.“

(Quelle: flassbeck-economics.de)

Auch sonst bietet der Artikel Einblicke für mich, der ich doch nicht „Volkswirtschaft“ studiert habe und mehr oder weniger von den rudimentären Überbleibseln meiner (Er-)Kenntnisse im Fach Politische Ökonomie – völlig marxistisch verseucht – sowie den angelesenen Auffassungen und gesundem Menschenverstand lebe.
Flassbeck scheint ein Händchen dafür zu haben, dass selbst ich ansonsten komplizierte makro-ökonomische Zusammenhänge langsam und stückweise kapiere…

Cyberwar in der ARD

Natürlich musste ich mir diese beiden Dokumentationen anschauen. Unter dem reißerischen Titel „Jagd auf Snowden“ verabreichte die ARD eine Timeline rund um die Vorgänge, die vom größten Verräter der Menschheitsgeschichte ausgelöst wurden. Nicht schlecht gemacht, aber inkonsequent im Fazit.matrix
Die weltgrößte und -beste Kamarilla aus Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden hat es bisher nicht vermocht, einen – zugegebnermaßen cleveren – Sysadmin an den Eiern zu packen! Peinlich, sag ich mal an der Stelle. Und einer Reflexion wert, weshalb wir unsere Steuergelder weiterhin solchen nichtsnutzigen Transferleistungsempfängern in den Rachen schieben sollen. Auf dem freien Markt® hätten solche Flachpfeifen niemals eine Schanze…

Teil zwo manifestierte meine Ansicht, dass man dann die größten Erfolge erzielt, wenn beim Rezipienten das höchstmögliche Angstpotential erzeugt werden kann. Das Internet ist die pure Gefahr, und wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!
Es stellt sich auch die Frage, weshalb ich jedem Hype hinterher laufen soll. Wenn ich unbedingt der Meinung bin, meinen Kühlschrank an das Internet anschließen zu müssen, sollte ich mich anschließend nicht darüber beklagen, dass das Gerät plötzlich Sachen bestellt, die ich gar nicht brauche.
Sollte der Inhaber eines Smartphones immer noch erstaunt sein, dass das Teil die perfekte Wanze, der Akku nach anderthalb Tagen leer und das Gerät ansonsten recht warm ist, dann kann und will ich ihm auch nicht mehr helfen.

An der Stelle halte ich ein und denke nach. Meine bisherigen Erfahrungen mit Computern und Betriebssystemen helfen mir, die für mich richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Was braucht es also noch, um die Kontrolle über einen fremden Rechner zu erlangen?

Mindestens eines von den folgenden:

  • direkten physischen Zugang zu diesem Computer oder
  • ein Betriebssystem mit einigen Backdoors oder
  • einen Deppen, der zweifelhafte Mailanhänge aus unbekannter Quelle öffnet

Ihr dürft Euch jetzt aussuchen, zu welcher Nutzergruppe Ihr gehören wollt… 😛

Darwin, recht praktisch erklärt

Tja, mein lieber Westdeutscher. Deine Überlegenheit beruht auf einem Interpretationsfehler. Nicht der Stärkste überlebt. Das hat Darwin ganz anders gemeint. »Survival of the fittest« nannte er sein Prinzip. »To fit in« heißt aber »sich anpassen«, »einfügen« und »sich einpassen«. Mit Stärke im eigentlichen Sinne hat das nichts zu tun. Und daher ist es so, dass du in der Struktur dieses Staates ganz klar ein Evolutionsverlierer sein wirst.
[…]
Alles, was es im Osten an Fehlentwicklungen einer an sich guten Idee so gab, haben wir heute auf eine andere, etwas perfidere, weniger plumpe Weise wieder. Man observiert die Bürger und die Bürger werden verstärkt zu hausbackenen Biedermännern, zu treuherzigen Abnickern, die sich keine politische Meinung mehr zutrauen. Wenn doch, leisten sie sich keine eigene Meinung, sondern schwatzen nach, was karrieristische Schwätzer so von sich geben. Der Ostdeutsche kennt das schon. Für den Wessi sind das ganz neue Erfahrungen. Nicht, dass er vorher eine politische Koryphäe gewesen wäre. Du meine Güte!
[…
Der Ossi ist das Modell der Zukunft, weil er eine Vergangenheit kennt, die wie unsere Zukunft riecht.

Den ganzen Artikel lesen.

Mit Popcorn und Cola lehne ich mich genüsslich zurück…

Zufälle gibts…

Da plane ich doch so um Mitte Dezember herum einen kurzen Berlinaufenthalt und stoße just auf eine Bereicherung meines Rahmenprogramms für den eigentlichen Reisegrund. Gewissermaßen zum Ankurbeln des Ausnüchterungsprozesses wird mir die Teilnahme an einem Spaziergang zum Amtssitz des NATO-Hofpredigers angeboten. An diesem Tag bin ich auch auf irgend einem Weihnachtsmarkt verabredet, doch erst in den späten Nachmittagsstunden. Sollte sich also machen lassen, so ein Spaziergang.

Selbstredend habe ich auch noch was unterzeichnet.