Openbox/LXDE: Fensterumrandung verbreitern

tuxDie meisten Themen für Openbox/LXDE stellen die Breite der Fensterumrandung auf ein Pixel ein. Da wird das Treffen der Umrandung zum Zwecke des Vergrößerns oder Verkleinerns über Eck oder die Seiten schon mal zum Geschicklichkeitstest.

Es ist keine große Sache, die Rahmenbreite eines Themas zu ändern, vor allem, wenn es lokal installiert ist. Im Verzeichnis ~/.themes finden wir alle lokal installierten Themen. Im Themenverzeichnis gibt es den Ordner ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3, der die Datei themerc enthält.

Diese Datei wird mit einem Editor geöffnet, zum Beispiel mit leafpad oder im Terminal mit nano. Dann wird die Zeile

border.width: 1

gesucht und die gewünschte Breite eingestellt. Ich habe drei Pixel eingestellt und bin ganz glücklich damit. Die Zeile sieht dann so aus:

border.width: 3

Jetzt wird die Datei gespeichert. Um diese Einstellung wirksam werden zu lassen, muss nicht der Rechner neu gestartet werden, es reicht, sich von der Sitzung ab- und wieder anzumelden.

Sind die Themen systemweit installiert, dann befinden sie sich im Verzeichnis /usr/share/themes, und man kann die jeweilige Datei themerc mit root-Rechten bearbeiten.


Hier noch die Kurzversion für die Liebhaber des Terminals:

sed -i 's/border.width:\ 1/border.width:\ 3/' ~/.themes/NAME_DES_THEMAS/openbox-3/themerc

Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

Conky-Kosmetik

Meine Arch-Linux-Installation ist inzwischen beinahe komplett, es fehlt eigentlich nur noch VirtualBox für die Tests und Spielereien. Jetzt habe ich zwischendurch immer wieder Zeit, am Aussehen der Oberfläche zu feilen. So nahm ich mir Conky noch einmal vor.

Bildschirmfoto vom 2015-12-11 17-19-31 Ich habe den Farbton an die Mehrzahl meiner Hintergrundbilder angepasst und lasse das ArchLinux-Banner mit anzeigen. Die Uhren und Ringe, wie ich sie in meinem Manjaro verwendet habe, sind zwar schick, aber sie nehmen viel Platz weg. Der fehlt mir dann für wirklich wichtige Informationen über den Zustand meines Systems. Da passt die schlichte Balkengrafik doch besser ins Gesamtkonzept eines schlichten, aber dennoch eleganten und sauschnellen Desktops.

Ich verzichte nun darauf, das jeweilige Distributions-Logo auf dem Hintergrundbild zu verankern. Vor einiger Zeit hatte ich dazu schon einmal Conky in einer zweiten Instanz gestartet, die nur das entsprechende Logo links unten einblendet. Geschmäcker ändern sich zuweilen, und mir gefällt die neue Position unterhalb der Systeminformationen viel besser.

Natürlich habe ich diese Version „meines“ Conky auch in meine Manjaro-Installation übernommen und entsprechend angepasst.
Die Konfiguration für mein Conky gibt es hier zum Herunterladen. Lasst Euch nicht von der Dateiendung foppen, irgend eine Endung muss ich ja angeben, um die Datei überhaupt hochladen zu können. Und dass die Konfigurationsdatei für Conky standardmäßig .conkyrc heißt, wisst Ihr ja.

Back to the roots – Teil zwo

tuxManchmal besinne ich mich der guten alten Zeit, und dann zieht es mich dahin zurück. Nach der Installation einer weiteren Festplatte – die lag nach dem Austausch gegen eine SSD für mein Netbook hier noch ungenutzt herum – hatte ich nun die Gelegenheit, an Stelle eines weiteren Manjaro-Ablegers das Original auf die Platte zu bringen.

Bildschirmfoto vom 2015-12-08 19-57-25

Die Installation ist reine Handarbeit und mit der exzellenten Anleitung schnell erledigt. Der größte Aufwand entsteht erst mit der Installation der benötigten Anwendungen und dem Herumschrauben am Aussehen der Oberfläche. Ich entschied mich für LXDE, das war damals schon sauschnell…

Neues vom Scanner

manjaro-logo-greenNatürlich habe ich weiter versucht, meinen Flachbett-Scanner noch irgendwie zum Arbeiten zu bewegen. Nachdem ich die Liste der verfügbaren sane-Backends in der Datei /etc/sane.d/dll.conf auf das einzig interessierende plustek-Backend zusammen gestrichen hatte, erstellte ich noch eine udev-Regel, weil ich die Anwendungen im Verdacht hatte, nicht die nötigen Zugriffsrechte zu haben. Und es kommt überhaupt nicht in Frage, ein Scanprogramm mit root-Rechten zu starten.

Die udev-Regel in der Datei /etc/udev/rules.d/50-sane-extras.rules sieht so aus:
# CANON CanoScan LiDE25
SYSFS{idVendor}=="04a9", SYSFS{idProduct}=="2220", MODE="0664", GROUP="scanner", ENV{libsane_matched}="yes"

Damit legte der Scanner plötzlich los, als ich in Xsane den Scan-Button betätigte. Fein! Das war also die Lösung!

Zu früh gefreut! Der Scanner tat dies genau einmal richtig, danach nicht mehr. Er ignorierte jeden weiteren Scanversuch. Der Scan-Balken fuhr auch nicht mehr in die Ausgangsposition zurück, sondern blieb nach etwa einem Viertel des Weges stehen. Ein Neuaufruf von Xsane bewirkte, dass der Balken ein weiteres Viertel des Rückweges bewältigte, ansonsten aber keine weitere Aktion erfolgte. Nach insgesamt viermaligem Beenden und Neuaufrufen von Xsane war der Balken in seiner Ausgangsposition angekommen. Allerdings wollte der Scanner weiterhin nichts tun, und die Anwendung lieferte das gewohnte schwarze Bild.

Nach dem Abmelden von der aktuellen Sitzung und der Neuanmeldung konnte ich wieder genau eine Seite scannen…

Genug ist eben genug. Das Problem habe ich im englischen Manjaro-Forum veröffentlicht, mal sehen, ob sich da was tut. Bis dahin ist Manjaro LXQt keine Option für mich und wird sicher ersetzt. Ich habe da schon mal was vorbereitet

Letzten Endes hatte die Beschäftigung mit dem Problem einen angenehmen Nebeneffekt: ich wusste nun, wie ich den Programmstart von Xsane erheblich verkürzen und die Auswahl, ob ich von meiner Webcam oder vom Scanner Bilder einlesen wolle, ganz beseitigen konnte.

Kleine Spielerei mit ernsten Absichten

ManjaroLinux mit LXQt. Schlanker und schneller Desktop, der mir schon von LXDE her bekannt ist. Diese Version habe ich im Dualboot zum bisherigen Manjaro XFCE installiert.

manjaro-lxqt-2015-11-08.png

Ich wollte nicht einfach einen neuen Desktop zu einer bestehenden Oberfläche installieren, obwohl das ja einfach geht. Es gibt immer Anwendungen, die nicht zu der einen oder anderen Oberfläche passen wollen. Sobald der Desktop die endgültige Erscheinungsform angenommen hat, wird er wohl zum Dauereinsatz kommen. Mir gefällt Qt einfach, aber KDE ist mir zu fett und im Moment mit Plasma 5 absolut unbrauchbar.

Schlechte Zeiten für die private Pornosammlung

Aus den Lizenzbedingungen für den Endanwender von Windows 10 (neudeutsch auch EULA genannt):

Finally, we access, disclose and preserve personal data, including your content (such as the content of your emails, other private communications or files in private folders), when we have a good faith belief that doing so is necessary.

Das bedeutet auf Deutsch so viel wie:

Letztlich greifen wir auf private Daten zu, legen sie offen und speichern sie, einschließlich Ihrer Inhalte (wie zum Beispiel den Inhalt Ihrer E-Mails, andere private Kommunikation oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir guten Grund haben zu glauben, dass dies zu tun notwendig ist.

(frei von mir übertragen)

Wer sich das bieten lässt, hat es nicht besser verdient. Es gibt Alternativen, und Microsoft liefert gewichtige Gründe, besser ein Linux zu benutzen.
Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es die Daten“schutz“bestimmungen von Microsoft ausführlich hier. Wer zwischen den Zeilen lesen kann und sich nicht von Euphemismen blenden lässt, ist klar im Vorteil.

Was nun? Das Ende von XP (II)

Im ersten Teil haben wir kurz die Hardware gestreift. Dazu wird später noch etwas mehr zu sagen sein. Generell können wir jedoch gefahrlos behaupten, dass der Großteil der Standard-PC (bei vielen Anbietern auch als Office-PC bezeichnet) linuxtauglich ist. Auf mögliche Schwierigkeiten stoßen wir früher oder später sowieso, hundertprozentig.

2. Was Linux nicht ist

Soviel scheint gesichert: Linux ist nicht Windows, nur ohne dessen Fehler und Probleme. Linux bringt uns nur andere Fehler und Probleme.
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KANOTIX LinuxTag2014 „Spitfire“-preview

Es war wieder LinuxTag, und es gab eine Vorschau auf die kommende KANOTIX-Version. Sie wird den Namen Spitfire tragen.
Natürlich habe ich mir das Teil angesehen, mich dabei aber erst einmal nur auf die LXDE-Variante beschränkt, weil ich mittlerweile schlanke Oberflächen bevorzuge und zudem die Administration eines schmalbrüstigen Rechners übernommen habe, auf dem KANOTIX – übrigens sehr zur Zufriedenheit des Anwenders – läuft. Da will ich schon wissen, was mich erwartet.
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Linux != Windows oder Warum so schwer machen

tuxHinter den Kulissen arbeite ich gerade an einem Artikel – vermutlich wird es wegen des Umfangs eine kleine Artikelserie – zur Problematik des Endes der Unterstützung von Windows XP. In diversen Internetforen häufen sich die entsprechenden Anfragen, die auf die ganz normalen Schwierigkeiten beim Umstieg von Windows auf Linux zurück zu führen sind.
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