Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

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Conky-Kosmetik

Meine Arch-Linux-Installation ist inzwischen beinahe komplett, es fehlt eigentlich nur noch VirtualBox für die Tests und Spielereien. Jetzt habe ich zwischendurch immer wieder Zeit, am Aussehen der Oberfläche zu feilen. So nahm ich mir Conky noch einmal vor.

Bildschirmfoto vom 2015-12-11 17-19-31 Ich habe den Farbton an die Mehrzahl meiner Hintergrundbilder angepasst und lasse das ArchLinux-Banner mit anzeigen. Die Uhren und Ringe, wie ich sie in meinem Manjaro verwendet habe, sind zwar schick, aber sie nehmen viel Platz weg. Der fehlt mir dann für wirklich wichtige Informationen über den Zustand meines Systems. Da passt die schlichte Balkengrafik doch besser ins Gesamtkonzept eines schlichten, aber dennoch eleganten und sauschnellen Desktops.

Ich verzichte nun darauf, das jeweilige Distributions-Logo auf dem Hintergrundbild zu verankern. Vor einiger Zeit hatte ich dazu schon einmal Conky in einer zweiten Instanz gestartet, die nur das entsprechende Logo links unten einblendet. Geschmäcker ändern sich zuweilen, und mir gefällt die neue Position unterhalb der Systeminformationen viel besser.

Natürlich habe ich diese Version „meines“ Conky auch in meine Manjaro-Installation übernommen und entsprechend angepasst.
Die Konfiguration für mein Conky gibt es hier zum Herunterladen. Lasst Euch nicht von der Dateiendung foppen, irgend eine Endung muss ich ja angeben, um die Datei überhaupt hochladen zu können. Und dass die Konfigurationsdatei für Conky standardmäßig .conkyrc heißt, wisst Ihr ja.

Back to the roots – Teil zwo

tuxManchmal besinne ich mich der guten alten Zeit, und dann zieht es mich dahin zurück. Nach der Installation einer weiteren Festplatte – die lag nach dem Austausch gegen eine SSD für mein Netbook hier noch ungenutzt herum – hatte ich nun die Gelegenheit, an Stelle eines weiteren Manjaro-Ablegers das Original auf die Platte zu bringen.

Bildschirmfoto vom 2015-12-08 19-57-25

Die Installation ist reine Handarbeit und mit der exzellenten Anleitung schnell erledigt. Der größte Aufwand entsteht erst mit der Installation der benötigten Anwendungen und dem Herumschrauben am Aussehen der Oberfläche. Ich entschied mich für LXDE, das war damals schon sauschnell…

Facelift für mein Debian

Nach und nach werde ich mit der Gnome Shell immer vertrauter. Letztlich ist die Anpassung an den eigenen Geschmack auch kein Geheimnis und mit Hilfe des gnome-tweak-tools schnell erledigt. Die Suche nach passenden Themen ist schon aufwändiger.

screenshot-debian-2015-11-29-1Es ist nur ein erster Versuch, an dem Erscheinungsbild herum zu schrauben, aber das Ergebnis ist schon zufriedenstellend.

  • Shell-Thema: viva-orange
  • GTK+: NumixBlue
  • Symbole: Vibrancy-Full-Dark-Aqua
  • Mauszeiger: oxy-blue (oxygencursors)

Da ich auch im Debian die VirtualBox nutzen will, musste ich die contrib-Quellen freischalten:

deb http://http.debian.net/debian/ testing main contrib

Mit einem beherzten

# apt-get update && apt-get install linux-headers-$(uname -r|sed 's,[^-]*-[^-]*-,,') virtualbox

habe ich die passenden Kernel-Header und VirtualBox installiert. Die erforderlichen Kernelmodule wurden dabei erstellt, und ich konnte VirtualBox benutzen. Interessantes Detail: die Version für Debian testing (5.0.10) ist aktueller als die in meinem Manjaro testing (5.0.8).

Zu diesem Zeitpunkt kann ich sagen, dass ich meine Debian-Installation mag. Sie läuft stabil, ich habe recht aktuelle Anwendungsprogramme zur Auswahl, das Aussehen gefällt mir und ich komme mit der Bedienung der Gnome Shell immer besser klar.

Back to the roots

screenshot-debian-2015-11-27

Nach einigen Versuchen, Irrungen und Wirrungen habe ich die perfekte Zweit-Distribution für mein Dual-Boot gefunden. Wozu Derivate, wenn ich das Original haben kann. Und damit es nicht langweilig wird, habe ich mir zu der neuen Desktop-Erfahrung – ich hatte die Gnome-Shell bisher nicht wirklich benutzt – auch gleich noch den testing-Zweig ausgesucht:

deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
deb http://security.debian.org/ testing/updates main
 deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main
deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main

Etwas Nervenkitzel darf ja sein. Bislang sind noch keine nonfree-Quellen aktiviert, der freie Grafiktreiber nouveau macht sein Ding ganz ordentlich. Ich bin recht zufrieden mit dieser Installation, sämtliche Hardware läuft perfekt. Mit der noch ungewohnten Bedienung der Gnome-Shell komme ich immer besser zurecht und finde langsam Gefallen daran.


Natürlich bleibt durch die Installation im Dual-Boot mein Manjaro unberührt.

Meine Blaue Phase

Tapetenwechsel.
An dem Grün hatte ich mich nach mehr als eineinhalb Jahren satt gesehen und wollte nun etwas Abwechslung haben. Außerdem steht der Winter vor der Tür, der mir die Möglichkeit gibt, wieder schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen für die Tapete herzurichten.

Bildschirmfoto_2015-11-16_21-27-39

Vorschau auf Netrunner Rolling

tuxNatürlich habe ich es nicht ausgehalten. Im Moment kann ich den Rechner nicht einfach herunter fahren und mit dem Netrunner-Iso booten, um die Installation im Dualboot vorzunehmen. Also musste eine virtuelle Maschine herhalten.
Anfänglich zierte sich Netrunner Rolling etwas, doch als ich die 3D-Beschleunigung abschaltete, konnte ich es benutzen. Die Installation bereitete überhaupt keine Probleme, der Installer bietet die gewohnte Funktionalität. Bisher läuft Netrunner Rolling erstaunlich stabil, was ich für eine Installation in der VirtualBox so nicht unbedingt erwartet hatte. Zur Vorschau gibt es schon mal einen Schnappschuss:

Bildschirmfoto_2015-11-12_19-56-12

Ich werde die Entwicklung des Projektes verfolgen. Sollte sich abzeichnen, dass ähnlich wie bei KDE 4 irgendwann eine wirklich benutzbare Version vorliegt, bin ich nicht abgeneigt, das dann auch hauptsächlich zu benutzen.

[Update]
Nach der Installation auf die Festplatte stelle ich fest, dass Netrunner Rolling wesentlich stabiler läuft, als diverse Plasma-5-Rants vermuten ließen. Ein Problem schleppt Netrunner Rolling dennoch ein: mein Scanner funktioniert auch hier nicht.
Kurzer Abgleich mit Kubuntu 15.10 im Live-Betrieb: Scanner läuft perfekt!
Es gibt sicher eine Lösung, ich muss sie nur finden…

Neues vom Scanner

manjaro-logo-greenNatürlich habe ich weiter versucht, meinen Flachbett-Scanner noch irgendwie zum Arbeiten zu bewegen. Nachdem ich die Liste der verfügbaren sane-Backends in der Datei /etc/sane.d/dll.conf auf das einzig interessierende plustek-Backend zusammen gestrichen hatte, erstellte ich noch eine udev-Regel, weil ich die Anwendungen im Verdacht hatte, nicht die nötigen Zugriffsrechte zu haben. Und es kommt überhaupt nicht in Frage, ein Scanprogramm mit root-Rechten zu starten.

Die udev-Regel in der Datei /etc/udev/rules.d/50-sane-extras.rules sieht so aus:
# CANON CanoScan LiDE25
SYSFS{idVendor}=="04a9", SYSFS{idProduct}=="2220", MODE="0664", GROUP="scanner", ENV{libsane_matched}="yes"

Damit legte der Scanner plötzlich los, als ich in Xsane den Scan-Button betätigte. Fein! Das war also die Lösung!

Zu früh gefreut! Der Scanner tat dies genau einmal richtig, danach nicht mehr. Er ignorierte jeden weiteren Scanversuch. Der Scan-Balken fuhr auch nicht mehr in die Ausgangsposition zurück, sondern blieb nach etwa einem Viertel des Weges stehen. Ein Neuaufruf von Xsane bewirkte, dass der Balken ein weiteres Viertel des Rückweges bewältigte, ansonsten aber keine weitere Aktion erfolgte. Nach insgesamt viermaligem Beenden und Neuaufrufen von Xsane war der Balken in seiner Ausgangsposition angekommen. Allerdings wollte der Scanner weiterhin nichts tun, und die Anwendung lieferte das gewohnte schwarze Bild.

Nach dem Abmelden von der aktuellen Sitzung und der Neuanmeldung konnte ich wieder genau eine Seite scannen…

Genug ist eben genug. Das Problem habe ich im englischen Manjaro-Forum veröffentlicht, mal sehen, ob sich da was tut. Bis dahin ist Manjaro LXQt keine Option für mich und wird sicher ersetzt. Ich habe da schon mal was vorbereitet

Letzten Endes hatte die Beschäftigung mit dem Problem einen angenehmen Nebeneffekt: ich wusste nun, wie ich den Programmstart von Xsane erheblich verkürzen und die Auswahl, ob ich von meiner Webcam oder vom Scanner Bilder einlesen wolle, ganz beseitigen konnte.

Der Scanner will noch nicht …

manjaro-logo-greenEs ist ein ganz seltsames Problem, das ich im Moment noch nicht lösen kann. Mein Flachbettscanner leistet seit Jahren seinen treuen Dienst. Das Modell funktioniert bei jeder Distribution, die ich bisher auf der Platte hatte, ohne irgend eine zusätzliche Aktion wie Treibersuche und -installation. Der geht einfach so.

Kürzlich hatte ich mir Manjaro LXQt im Dualboot zur XFCE-Variante installiert. Soweit, so gut. Abgesehen davon, dass kein Drucksystem vorinstalliert ist, macht diese Distribution einen guten Eindruck. Bis ich auf die Idee kam, meinen Scanner auszuprobieren.

$ lsusb
Bus 001 Device 002: ID 04a9:2220 Canon, Inc. CanoScan LIDE 25
$ _

Das sieht gut aus, kommt aber nicht unerwartet.

$ sane-find-scanner
...
found USB scanner (vendor=0x04a9 [Canon], product=0x2220 [CanoScan], chip=LM9832/3) at libusb:001:002

Your USB scanner was (probably) detected. It may or may not be supported by

SANE. Try scanimage -L and read the backend's manpage.

...
$ _

Xsane bietet mir den Scanner als

Canon CanoScan LiDE25 Flachbettscanner [plustek:libusb:001:002]

an. Also drücke ich flugs auf „Scannen“ und warte. Es passiert nichts. Vorerst nichts. Dann wird als Scanergebnis ein schwarzes Bild angezeigt, ohne das der Scanner auch nur einen Mucks tut.
Starte ich Xsane aus der Konsole, erscheint keine Fehlermeldung. Also muss die Kommandozeile zum Scannen herhalten:

$ scanimage -d plustek:libusb:001:002 --format=jpg > test.jpg
$ _

Der Scanner beginnt zu Schnurren und erzeugt ein Bild. Na prima! Nacheinander probierte ich SimpleScan, Xsane, Gimp und Skanlite aus. Alle grafischen Programme liefern ein schwarzes Bild, ohne den Scanner zu benutzen! Auf der Kommandozeile funktioniert es tadellos.

Es sei noch kurz angemerkt, dass dieses Problem bei Manjaro XFCE nicht auftritt. Diverse Lösungsansätze in den einschlägigen Foren enden meist mit der Frage, ob der Inhaber des Problems denn auch in der Gruppe „scanner“ sei, denn das sei nötig. Meine Antwort darauf ist die, dass ich bei meinem XFCE nicht Mitglied dieser Gruppe bin, bei LXQt aber schon. Hier kann also nicht ganz stimmen, dass die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe obligatorisch ist.
Sämtliche Versuche, mit Hilfe der Konfigurationsdatei /etc/sane.d/plustek.conf zum Ziel zu gelangen, schlagen ebenfalls fehl. Selbst das Umbennen und der anschließende Aufruf von Xsane ohne diese Konfiguration endet mit dem bekannten Ergebnis.
Auch die Bibliotheken, Back- und Frontends für sane sind da, in beiden Manjaro-Versionen werkelt der gleiche Kernel, beide Versionen sind testing. In XFCE geht’s, in LXQt nicht …

So betrachtet stimmt die Überschrift nicht ganz. Der Scanner scannt – aber eben nur auf der Kommandozeile. Das ist angesichts des Vorhandenseins einer grafischen Benutzeroberfläche inakzeptabel. Ich bleibe da mal dran und boote derweil abwechselnd XFCE und LXQt. Und wenn sich jetzt jemand fragt, weshalb ich die andere Desktopumgebung nicht einfach auf meine bestehende Installation gepflanzt habe, so ist die Antwort ganz einfach: Ich mag den dann entstehenden Misch-Masch nicht. Qt- und GTK-Anwendungen durcheinander – das ist nicht mein Ding.