Kernelgeschichten (IV)

tuxDas in Teil III thematisierte Verhalten, dass der Rechner wegen eines Bugs im Kernel 4.6rc2-1 nicht herunter fuhr, fand nach dem heutigen Update zum Glück keine Fortsetzung. Ich habe die Logs durchsucht und keinen betreffenden Eintrag gefunden. Das reichte mir nicht, also habe ich jeweils einen Neustart und ein Herunterfahren probiert, beide verliefen zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Das System läuft mit Kernel 4.6rc3-1 absolut rund.

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Kernelgeschichten (III)

tuxDer neue Kernel 4.6-rc2 war kaum verfügbar, da hatte ich ihn schon installiert. Anfangs bemerkte ich keine Probleme, alle angeschlossene Hardware funktionierte tadellos, der Rechner fühlte sich geschmeidig an wie immer, mit keiner Anwendung gab es auch nur das geringste Problem. Bis…

Bis ich nach getaner „Arbeit“ den Rechner herunter fahren wollte. Die Kiste blieb einfach mit der letzten Meldung stehen:

kvm: exiting hardware virtualization

Keine Reaktion. Ich konnte den Rechner immerhin mit SysRQ neu starten und ließ mir das Logbuch anzeigen.

$ journalctl -b
...
kernel: BUG: unable to handle kernel NULL pointer dereference at 0000000000000014
...
$ _

Im weiteren gab es noch jede Menge anderer Fehlermeldungen, die wohl alle auf den Bug zurück zu führen sind. Ich habe im Moment eine Testinstallation von Manjaro mit openrc, dort trat der gleiche Fehler beim herunterfahren auf. Andere Benutzer berichten ebenfalls vom gleichen Problem, dass mit diesem Kernel ein geordnetes Herunterfahren des Rechners nicht möglich ist.
Ich werde wohl abwarten müssen, ob das Kernelupdate Abhilfe schafft.

Kernelgeschichten (II)

Mein Netbook läuft nun auch schon seit beinahe zwei Jahren zu meiner vollsten Zufriedenheit mit Manjaro Linux. Damals hatte ich mir die Netbook Edition ausgesucht, weil sie gleich optimal an den kleinen Bildschirm angepasst war.
Die Netbook Edition besitzt einen Kernel aus dem Kernel-Netbook-Projekt, der speziell auf die Nutzung mit Atom-Prozessoren zugeschnitten ist. Meinereiner verwendet ja gerne aktuelle Kernel, und so stieß mir auf, dass es schon ziemlich lange keine Updates für den letzten Netbook-Kernel 3.14.59-1-MANJARO-netbook gab. Das muss nichts bedeuten, denn Kernel 3.14 ist LTS und wird noch bis August diesen Jahres unterstützt. Trotzdem kann ich ja jetzt schon mal schauen, welche Alternativen es dann gibt.
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Kernelgeschichten

tuxSchon in den Tagen, als auf meinem Rechner noch KANOTIX lief, wollte ich den jeweils aktuellsten Kernel haben. Nicht immer waren Neuerungen oder Verbesserungen augenscheinlich und während der täglichen Routine-Anwendung spürbar. Das machte mir jedoch nichts aus, verschaffte mir doch allein die Gewissheit, den neuesten Kernel zu benutzen, ausreichend Genugtuung.

Noch heute halte ich das so, gerade weil ich mit ManjaroLinux eine Distribution verwende, die das Rolling-Release-Development-Modell verkörpert. Zudem bietet ManjaroLinux ein Werkzeug zur bequemen Verwaltung der verfügbaren und installierten Kernel an: das Skript mhwd-kernel.

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Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

Conky-Kosmetik

Meine Arch-Linux-Installation ist inzwischen beinahe komplett, es fehlt eigentlich nur noch VirtualBox für die Tests und Spielereien. Jetzt habe ich zwischendurch immer wieder Zeit, am Aussehen der Oberfläche zu feilen. So nahm ich mir Conky noch einmal vor.

Bildschirmfoto vom 2015-12-11 17-19-31 Ich habe den Farbton an die Mehrzahl meiner Hintergrundbilder angepasst und lasse das ArchLinux-Banner mit anzeigen. Die Uhren und Ringe, wie ich sie in meinem Manjaro verwendet habe, sind zwar schick, aber sie nehmen viel Platz weg. Der fehlt mir dann für wirklich wichtige Informationen über den Zustand meines Systems. Da passt die schlichte Balkengrafik doch besser ins Gesamtkonzept eines schlichten, aber dennoch eleganten und sauschnellen Desktops.

Ich verzichte nun darauf, das jeweilige Distributions-Logo auf dem Hintergrundbild zu verankern. Vor einiger Zeit hatte ich dazu schon einmal Conky in einer zweiten Instanz gestartet, die nur das entsprechende Logo links unten einblendet. Geschmäcker ändern sich zuweilen, und mir gefällt die neue Position unterhalb der Systeminformationen viel besser.

Natürlich habe ich diese Version „meines“ Conky auch in meine Manjaro-Installation übernommen und entsprechend angepasst.
Die Konfiguration für mein Conky gibt es hier zum Herunterladen. Lasst Euch nicht von der Dateiendung foppen, irgend eine Endung muss ich ja angeben, um die Datei überhaupt hochladen zu können. Und dass die Konfigurationsdatei für Conky standardmäßig .conkyrc heißt, wisst Ihr ja.

Grafikproblem

manjaro-logo-greenUngewöhnliches ereignete sich. Es gibt ein Problem bei meinem Manjaro. Ein kleines. Und das kam so:

Ich spendiere meinem System gerne den aktuellsten Kernel. Das kann dann schon mal ein Kernel sein, der noch nicht frei gegeben ist, also ein rc-Kernel. Bisher funktionierten die immer ohne Beanstandungen. Jetzt wollte ich das auch so mit Kernel 4.3 halten und installierte kürzlich 4.3.0-1-rc5. Meine Grafikkarte nVidia GT218 [GeForce 210] wird eigentlich vom unfreien Treiber video-nvidia-304xx befeuert. Der weigert sich aber standhaft, weshalb ich zunächst den Kernel wieder entfernte. Dann kam rc6, und das gleiche Problem tritt wieder auf. Kernel und unfreier nVidia-Treiber wollen nicht miteinander. Dieses Problem trat zum ersten Mal auf, seit ich Manjaro verwende.

Die Lösung, doch noch Kernel 4.3rc6 benutzen zu können, lag in der Installation des freien Treibers nouveau. Der geht auf Anhieb mit dem neuen Kernel. Auch konnte ich bisher keine Probleme bei der Darstellung auf dem Bildschirm feststellen.

Netbook-Test mit Manjaro 0.8.9 „Ascella“ Netbook Edition

manjaro-whisker-logo-greenBeim Stöbern im grünen Bereich stieß ich auf die Community-Editionen von Manjaro. Es sind vielleicht nicht immer die aktuellsten Versionen, doch die Systemaktualisierung funktioniert ja bisher astrein.
Natürlich musste ich mir die Netbook-Version ansehen, vorerst mal im Live-Betrieb. Erwartungsgemäß funktioniert die eingebaute Hardware, das Gerät läuft sehr flott. Erwartungsgemäß funktionieren die Fn-Tasten bis auf wenige Ausnahmen nicht, aber das kann ich hinbiegen. Im AUR gibt es die Samsung-Tools…

2014-04-13-173813_1024x600_scrot

Die Netbook-Edition kommt mit einer modifizierten XFCE-Oberfläche, die an die kleinen Monitore angepasst ist. Der Kernel ist eine speziell auf Atom-Prozessoren zugeschnittene Version aus dem Kernel-Netbook-Projekt. Standardmäßig werden die Fenster im Vollbildmodus ohne Fensterdeko geöffnet. Die Softwareauswahl bietet erst einmal die wichtigsten Anwendungen, die ich auf einem Netbook betreibe. Ich finde als Webbrowser Midori, Audacious und den VLC-Player als Multimedia-Anwendungen sowie jede Menge Zubehör und Systemanwendungen. Inkscape ist als grafische Anwendung neben Evince als PDF-Betrachter auch dabei.
Büroanwendungen sind nicht vorinstalliert, ein Mail-Programm suche ich auch vergebens. Ob ich Midori als Browser verwende, oder doch lieber den Firefox, wird die Zukunft zeigen. Dank der sehr guten grafischen Paketverwaltung Pamac ist die Installation zusätzlicher Software ein Kinderspiel.

Spatry erklärt die Besonderheiten der Netbook Edition sehr schön, dass ich wohl demnächst mein Netbook umrüste.