Einfache Antwort

Offenbar nimmt die Zahl der von dem fiesen Trojanischen Pferd Locky verschlüsselten Datensammlungen auf Windows-PCs sprunghaft zu. Heise fragte sich in der letzten Woche (auch ohne Fragezeichen), was gegen den Schädling getan werden kann.

Bildschirmfoto_2016-02-25_20-36-43

Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Antwort:

Für alle noch nicht betroffenen Benutzer:

  • Backup aktualisieren
  • Platte putzen
  • Linux installieren
  • Backup zurück spielen

Für bereits geschädigte Benutzer:

Wie jetzt? Kein Backup? Dann waren die Daten nicht wichtig.

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Schlechte Zeiten für die private Pornosammlung

Aus den Lizenzbedingungen für den Endanwender von Windows 10 (neudeutsch auch EULA genannt):

Finally, we access, disclose and preserve personal data, including your content (such as the content of your emails, other private communications or files in private folders), when we have a good faith belief that doing so is necessary.

Das bedeutet auf Deutsch so viel wie:

Letztlich greifen wir auf private Daten zu, legen sie offen und speichern sie, einschließlich Ihrer Inhalte (wie zum Beispiel den Inhalt Ihrer E-Mails, andere private Kommunikation oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir guten Grund haben zu glauben, dass dies zu tun notwendig ist.

(frei von mir übertragen)

Wer sich das bieten lässt, hat es nicht besser verdient. Es gibt Alternativen, und Microsoft liefert gewichtige Gründe, besser ein Linux zu benutzen.
Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es die Daten“schutz“bestimmungen von Microsoft ausführlich hier. Wer zwischen den Zeilen lesen kann und sich nicht von Euphemismen blenden lässt, ist klar im Vorteil.

KANOTIX LinuxTag2014 „Spitfire“-preview

Es war wieder LinuxTag, und es gab eine Vorschau auf die kommende KANOTIX-Version. Sie wird den Namen Spitfire tragen.
Natürlich habe ich mir das Teil angesehen, mich dabei aber erst einmal nur auf die LXDE-Variante beschränkt, weil ich mittlerweile schlanke Oberflächen bevorzuge und zudem die Administration eines schmalbrüstigen Rechners übernommen habe, auf dem KANOTIX – übrigens sehr zur Zufriedenheit des Anwenders – läuft. Da will ich schon wissen, was mich erwartet.
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Linux != Windows oder Warum so schwer machen

tuxHinter den Kulissen arbeite ich gerade an einem Artikel – vermutlich wird es wegen des Umfangs eine kleine Artikelserie – zur Problematik des Endes der Unterstützung von Windows XP. In diversen Internetforen häufen sich die entsprechenden Anfragen, die auf die ganz normalen Schwierigkeiten beim Umstieg von Windows auf Linux zurück zu führen sind.
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[Update] Neues aus der Tapetenschmiede

Nichts ist so beständig wie die Veränderung. So ändere ich gerne mal den Hintergrund der Arbeitsoberfläche, neudeutsch auch Wallpaper genannt. Je nach Stimmung verwende ich meist selbst geknipste Fotos, aber auch gerne mal Fundsachen aus Neul@nd.
Es begab sich also, dass ich mich nach langer Zeit wieder in die Galerie der Hubble Site verirrte. Dort gibt es einige wirklich sehr schöne Tapeten in verschiedenen Abmessungen.
Ich wählte einige besonders ansprechende Hintergründe aus und lud sie in der Abmessung 1920×1200 herunter, weil die der Größe meines Bildschirms am nächsten kam.

In Gimp beschnitt ich sie dann auf die richtige Größe von 1920×1080 und versah sie mit dem wichtigen Accessoire meiner Lieblingsdistribution. Fix noch in den Einstellungen für die Arbeitsfläche als Hintergrund die Diaschau eingestellt und den passenden Ordner mit den soeben erstellten Hintergrundbildern ausgewählt – schon wird mir die Neuschöpfung angezeigt. Mal sehen, ob ich es bei dem Bildwechsel alle dreißig Minuten belasse.

Hier seht Ihr mal zwei der neuen Hintergünde:

hubble-wallpaper-20140227

hubble-wallpaper-20140227a

[Update]
Bei diesem Thema passt dann auch mal sowas rein:

voyager-wallpaper-20140228

(original von http://www.startrek-pictures.com)

Mit Geduld und Spucke

Schon lange stört mich eine Eigenart des Plasma-Panels: das Symbol von gtk-redshift wird nicht an die Größe des Plasma-Panels angepasst. So ist immer nur ein Viertelkreis zu sehen. Das passiert immer dann, wenn der Rechner einen Kaltstart ausführt, also zum Bleistift ausgeschaltet war.

redshift-icon-gross

Auf die Funktion dieses Symbols hat die Darstellung keinen Einfluss, ich aber fühle mich in meinem ästhetischen Empfinden doch gestört. Oder auf gut Deutsch: es nervt mich ein wenig. Mit einem Neustart des X-Servers – durch Abmelden hervorgerufen – wird die Darstellung korrigiert. Für ein schönes Bildschirmfoto muss ich mich also erst einmal abmelden, um nach der Neuanmeldung das Redshift-Symbol in voller Schönheit genießen zu können. Etwas viel Aufwand, nicht?

Nach etwas Denkarbeit komme ich auf die Idee, gtk-redshift verzögert starten zu lassen. Dazu bedarf es einer kleinen Änderung im Autostart-Aufruf. Bei KDE erreicht man den unter Systemeinstellungen -> Systemverwaltung – Starten und Beenden -> Autostart. Hier trage ich die Verzögerung für den Aufruf von gtk-redshift ein.

redshift-autostart

Zuerst wird zehn Sekunden lang geschlafen; und erst, wenn das erfolgreich war, wird gtk-redshift gestartet. Eine Pause von fünf Sekunden führt noch nicht zum gewünschten Erfolg. Es braucht also offensichtlich etwas mehr an Geduld. Bei zehn Sekunden tritt der gewünschte Effekt ein.

redshift-icon-passend

* * *

Ich habe länger nach einem Bildschirmfoto gesucht, auf dem das verzerrte Redshift-Symbol zu sehen ist, weil ich zu faul bin, die Einstellung noch einmal rückgängig zu machen. Es ist etwas älter, und der Systemabschnitt der Kontrollleiste sieht ziemlich chaotisch aus. Das untere Foto ist hingegen niegelnagelneu und schön aufgeräumt.

Pimp my Netbook: Dem Kleinen Dampf gemacht

Für einen Außenstehenden mag es wie Kuddelmuddel aussehen, was ich da auf meinem Netbook veranstalte. Für mich ist es die ewige Suche nach dem perfekten System, dass es so wohl nicht gibt. Ein anderer Punkt ist der Spaß an Linux.

KDE läuft auf dem Netbook ganz ordentlich rund, wenn ich dabei in Rechnung stelle, dass der verbaute Rechenknecht nicht gerade ein Ausbund an Leistungsfähigkeit ist. Ich merke das vor allem an den Zeiten für einen Programmstart. Da dauert es schon mal fünf Sekunden, bis der Dateimanager aufgeht. Da hatte ich schon bessere Erfahrungen gemacht. Der Weg war klar, zurück zu LXDE. KANOTIX als Unterbau sollte bleiben, aber den Eigenbau aus früheren Tagen wollte ich mir nicht noch einmal zumuten. Inzwischen gibt es tadellose LXDE-Isos zum Herunterladen, das spart Zeit.

Die Installation ist eine Sache von ein paar Minuten, der acritox-Installer bietet klare Ansagen. Ich musste nur aufpassen, dass ich die Partition des /home-Verzeichnisses nicht formatiere. Klar, es gibt eine Sicherung der Daten, aber die Zeit für das Zurückbringen all der Musik, Filme und Fotos wollte ich mir sparen.
Letztlich klappte alles wie beabsichtigt, und der Kleine rennt zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Bildschirmfoto2014-02-17

Ein paar Anpassungen an meinen Geschmack habe ich noch durchgeführt, die aber wegen der häufigen Datensicherung sehr schnell erledigt waren. Wenn zum Bleistift die Konfigurationsdatei für conky schon vorliegt, spart das viel Arbeit.

  • Symbolthema Faenza
  • Fensterrahmen steel_this_theme
  • Mauszeiger Oxygen Steel aus dem Paket oxygencursors
  • eigenes Hintergundbild
  • Der Mauszeiger hat sich etwas gesträubt. Trotz Auswahl im GUI (Graphical User Interface) blieb es bei dem kleinen hässlichen schwarzen Dingens, das auch nach der Neuanmeldung nicht verschwunden war. Also musste ich mit der Konsole nachhelfen:

    # update-alternatives --config x-cursor-theme

    Wieder ein schönes Beispiel, dass so ein GUI nicht immer das Gelbe vom Ei ist.

    Warum ‘ne GUI nicht immer das Gelbe vom Ei ist (II)

    Zweiter Teil der Geschichte um apper.

    Auf meinem Netbook läuft zu meiner eigentlichen Zufriedenheit KDE. Das liest sich für Eingeweihte wie der Overkill für den Rechenknecht, denn wie wir alle wissen, ist so ein Atom N270 eine ziemlich lahme Krücke. Da scheint KDE reichlich überdimensioniert.
    Tatsächlich kann ich eigentlich nicht meckern. Mit der aktuellen Konfiguration läuft der Kleine recht flüssig.

    Irgendwann in den letzten Tagen verfestigte sich der Eindruck, dass da irgendwas anders ist. Der hüpfende Cursor als Anzeige für den Programmstart war ungewöhnlich lange zu sehen. Heute nun war es besonders schlimm. Alles hakelte und bockte, dazwischen erschienen laufend Meldungen, dass Pakete aktualisiert werden müssten…

    Ich hatte apper im Verdacht, der Übeltäter zu sein. Auf dem Desktop-PC fiel der nicht so auf, weil die Kiste erheblich mehr Bums hat. Den schwachbrüstigen Atom jedoch zwang apper in die Knie.

    $ su
    # apt-get --purge autoremove apper
    # init 6

    Der Neustart brachte es ans Licht: der Übeltäter war in der Tat apper.
    Ich mache also weiterhin das dist-upgrade im Terminal, so wie ich es gewohnt bin, und genieße wieder die flüssige Vorstellung von KDE auf dem Kleinen.

    Was macht der „Zweite Frühling“?

    Vor beinahe drei Monaten löste ich ein immenses Problem, in dem ich dem altersschwachen Rechner eines Freundes mit der Installation von KANOTIX Dragonfire LXDE eine Gehhilfe verpasste.

    Hat sich diese Lösung in der Zwischenzeit bewährt?
    Die Frage möchte ich von zwei Standpunkten aus bejahen. Zuerst vom technischen:

    Das installierte KANOTIX läuft absolut stabil und zuverlässig. Durch die räumliche Entfernung von fast einhundertfünfzig Kilometern zwischen Administrator und zu betreuendem Rechner ist das ein nicht hoch genug zu bewertender Fakt, der mich ruhiger schlafen lässt.
    Mein Freund ist mit den technischen Zusammenhängen und inneren Werten eines Computers nicht so vertraut, dafür aber mit mir. Da er sich zum Glück aus der Administration heraus hält, erledige ich die Systempflege komfortabel über den TeamViewer, was bei der Basis von KANOTIX alle vier Wochen genügt. Klar, ich benutze dazu das Terminal und apt-get.
    Die angeschlossene Hardware wie Scanner und Drucker verrichtet zuverlässig ihren Dienst.

    Vom subjektiven Standpunkt betrachtet, ergibt sich folgendes Bild:

    Mein Freund ist äußerst zufrieden mit dieser Lösung. Die Bootzeit ist im Vergleich zu seinem Windows XP unschlagbar kurz. Er betrachtet die Umstellung auf etwas andere Anwendungsprogramme als nicht so gravierend. Surfen und E-Mails abholen und schreiben ist wichtig für ihn, ebenso die Kommunikation mit Angehörigen und Freunden über Skype. Das alles funktioniert ähnlich oder genauso, wie er es gewohnt ist.
    Kleinere Probleme hatte er mit der Handhabung des Dateimanagers, die wir aber weitestgehend lösen konnten. Ich nutze den TeamViewer auch dazu, ihm bestimmte Dinge zu demonstrieren.
    Die aufgeräumte Oberfläche, relative zügige Programmstarts und das völlige Fehlen nervig aufploppender Meldungen über irgend welche Updates begeistern meinen Freund.
    Ich habe bemerkt, dass er nun viel weniger flucht, wenn wir miteinander reden…

    Fazit:
    Nach knapp dreimonatiger Erfahrung behaupte ich einfach mal, dass dieses „Experiment“ geglückt ist. KANOTIX Dragonfire LXDE ist nicht nur einsteigerfreundlich, es läuft auch noch ohne Zicken und ist wegen der rücksichtsvollen Oberfläche bestens geeignet für ältere Hardware.
    Da ich mich per Fernwartung um das System kümmern kann, ist diese Lösung ideal für meinen Freund, dem es nichts ausmacht, dass er von Linux überhaupt keine Ahnung hat. Der Betreuungsaufwand hält sich dank KANOTIX in Grenzen.
    Die Chance ist groß, dass es mir gelingen wird, ihn bei einem Neukauf, der sicher irgendwann ansteht, wieder von einer Dualboot-Lösung zu überzeugen.

    Zweiter Frühling

    Vorwort

    Der Rechner eines Freundes ist ein in Würde gealtertes Teil, das vor vielen Jahren einmal mit einem hohen Qualitätsanspruch montiert wurde. Da mein Freund beruflich sehr viel unterwegs ist und die Anschaffung eines mobilen Gerätes aus verschiedenen Gründen keine Option war und ist, wird der Rechner sehr wenig genutzt. Die Summe der Betriebsstunden in seinem fast zehnjährigen Dasein dürfte von wesentlich neueren Geräten wie meinem lange übertroffen sein.
    Auf dem Rechner sorgte damals ein vorinstalliertes Windows XP für den entsprechenden Vortrieb. Über die Jahre ist dieses Windows XP sehr langsam geworden, zudem ist die dafür vorgesehene Partition auf der Festplatte inzwischen an die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit gestoßen. Damit gerät jede Benutzung dieses Rechners zur Geduldsprobe, die von Meldungen verschiedener unnützer Software begleitet wird. Der Bootvorgang dauert lange genug, dass sich der Benutzer in aller Ruhe einen Kaffee kochen oder andere sinnvolle Verrichtungen erledigen kann. Abhilfe tat also Not.
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