Einmal mit Profis arbeiten (II)

Dieser Tage stelle ich ein ungewöhnliche Datenmenge im Posteingang eines meiner elektronischen Postfächer fest. Ja, ich habe mehrere davon, die ich zweckgebunden einsetze, aber das ist ein anderes Thema.
Ich schaue also nach, was da los ist. Es handelt sich um eine erkleckliche Anzahl von Mails, in denen sich die Absender aus dem Bezug eines bestimmten Newsletters aus dem attac-Umfeld abmelden. Natürlich tun sie das unter Angabe eines ordentlichen Absenders, wie man das in Deutschland eben so gewöhnt ist. Korrekt bis in die Grube…
Mancher ist aber auch nur über die Flut in seinem Posteingang verärgert und macht sich entsprechend Luft.
So bin ich jetzt im Besitz einer schönen Menge an dienstlichen und privaten Adressdaten inklusive Telefonnummern.

Sebastian Degenhardt, Beisitzer im Landesvorstand der Piratenpartei Rheinland-Pfalz, beweist mit seiner Antwort wenigstens noch Humor:

„Einen wunderschönen guten Morgen!

Wenn ich hier schon von so vielen Leuten mit mangelhafter Medienkompetenz Post mitsamt ihrer Privatadresse bekomme, wollte ich mal ein fröhliches „Hallo!“ in die Runde werfen.
Wünsche allerseits einen guten Start ins Wochenende.
…“

Natürlich muss ich da mal durchschauen, ob sich interessante Details darunter befinden. Und siehe da, ein Absender hat sogar eine PGP-Signatur angefügt. „Respekt!“ denke ich zuerst. Doch ganz ohne Hinweis auf einen öffentlichen Schlüssel des Absenders lässt sich solch eine Signatur nicht verifizieren und ist somit wertlos.
Schade, und ich dachte schon, ich hätte endlich einen Kommunikationspartner gefunden, mit dem ich verschlüsselte Botschaften austauschen kann.

Man kann eben nicht alles haben…

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