Manjaro Mate

manjaro-logo-greenAus reiner Neugier schaute ich mir heute Ubuntu Mate an. Der Mate-Desktop ist ein Fork von Gnome2 und führt dessen klare Linie fort. Damals hatte ich mir Gnome2 auf KANOTIX gepflanzt und war damit auf dem Netbook ganz zufrieden.

Warum nun Mate? Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Darstellung einiger Anwendungen auf dem XFCE-Desktop. Konkret betrifft es das Programm gThumb, das sich so gar nicht in das gewohnte Bild einfügen will. Ich habe etliche Themen durchprobiert, aber in keinem bin ich wirklich zufrieden. Aktuell sieht es so aus:

gthumb-xfce

Im Hintergrund ist das Fenster von gThumb zu sehen. Zum Vergleich, wie die übrigen Fenster dekoriert sind, ist der Dateimanager geöffnet. Es ist ein krasser Unterschied, der mich stört.
Nun will ich auch nicht zu Ubuntu wechseln. Also habe ich Manjaro Mate in einer virtuellen Maschine installiert und nach meinen Vorlieben angepasst. Hier passt sich das gleiche Programm wesentlich besser ins Gesamtbild ein.

gthumb-mate

Noch bin ich nicht ganz einig mit mir, wie ich diesen Wechsel vollziehen will. Meine persönlichen Daten liegen alle auf /dev/sda3. Die Manjaro-Installation mit XFCE befindet sich auf /dev/sdb, was historisch bedingt ist durch die Installation als Zweitsystem. Wahrscheinlich installiere ich auf /dev/sda1 und /dev/sda2 neu mit Manjaro Mate. Ich könnte die vorhandene Installation natürlich auch auf Mate umbauen…

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Kernelgeschichten (II)

Mein Netbook läuft nun auch schon seit beinahe zwei Jahren zu meiner vollsten Zufriedenheit mit Manjaro Linux. Damals hatte ich mir die Netbook Edition ausgesucht, weil sie gleich optimal an den kleinen Bildschirm angepasst war.
Die Netbook Edition besitzt einen Kernel aus dem Kernel-Netbook-Projekt, der speziell auf die Nutzung mit Atom-Prozessoren zugeschnitten ist. Meinereiner verwendet ja gerne aktuelle Kernel, und so stieß mir auf, dass es schon ziemlich lange keine Updates für den letzten Netbook-Kernel 3.14.59-1-MANJARO-netbook gab. Das muss nichts bedeuten, denn Kernel 3.14 ist LTS und wird noch bis August diesen Jahres unterstützt. Trotzdem kann ich ja jetzt schon mal schauen, welche Alternativen es dann gibt.
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Bin ich Admin, oder was?

Gerne erledige ich eine virtuelle Linux-Maschine, die ich nicht mehr benötige, mit dem Einzeiler

# rm -rf / --no-preserve-root

Es ist schon spannend zu sehen, wie nach und nach das Menü geleert, die Programme gelöscht und die Desktopsymbole bereinigt werden.
Nach den letzten Erfahrungen mit Windows 7 schwebte mir das auch in dieser Art für Windows vor. Der passende Einzeiler war schnell gefunden:

del . /S /F /Q

Anfangs funktioniert das ganz ähnlich: das Startmenü leert sich zusehends, und die Symbole auf dem Schreibtisch verschwinden. Dann jedoch häufen sich Meldungen, dass Dateien wegen fehlender Zugriffsrechte nicht gelöscht werden können.
Bitte was? Ich bin als Administrator angemeldet und führe den Befehl in einem Eingabefenster mit Administratorrechten aus und darf nicht löschen? Wegen mangelnder Zugriffrechte? Wotzefack?

Letztlich habe ich das Verzeichnis, in dem sich die Maschine befand, ordnungsgemäß geschreddert.

# find [Verzeichnis] -type f -print0 | xargs -0 shred -vun [Durchgänge]

Zwei Durchgänge dürften gereicht haben, um die letzten Spuren von Windows auf meinem Rechner zu tilgen.


Bitte nicht nachmachen, wenn Ihr nicht genau wisst, was Ihr da tut!

Datensicherung in Aktion

backup

Die Platte ist eine Intenso 2,5″ USB 3.0 mit 1 TB Kapazität, ID 152d:0539 (vendor:model).
Solche Platten sind schon für rund fünfzig Euro zu haben und sind für mich eine preiswerte Möglichkeit, meine Daten zu sichern.
Für die Sicherung benutze ich ein selbst verfasstes Shellskript auf der Basis von rsync.

Einfache Antwort

Offenbar nimmt die Zahl der von dem fiesen Trojanischen Pferd Locky verschlüsselten Datensammlungen auf Windows-PCs sprunghaft zu. Heise fragte sich in der letzten Woche (auch ohne Fragezeichen), was gegen den Schädling getan werden kann.

Bildschirmfoto_2016-02-25_20-36-43

Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Antwort:

Für alle noch nicht betroffenen Benutzer:

  • Backup aktualisieren
  • Platte putzen
  • Linux installieren
  • Backup zurück spielen

Für bereits geschädigte Benutzer:

Wie jetzt? Kein Backup? Dann waren die Daten nicht wichtig.

Kernelgeschichten

tuxSchon in den Tagen, als auf meinem Rechner noch KANOTIX lief, wollte ich den jeweils aktuellsten Kernel haben. Nicht immer waren Neuerungen oder Verbesserungen augenscheinlich und während der täglichen Routine-Anwendung spürbar. Das machte mir jedoch nichts aus, verschaffte mir doch allein die Gewissheit, den neuesten Kernel zu benutzen, ausreichend Genugtuung.

Noch heute halte ich das so, gerade weil ich mit ManjaroLinux eine Distribution verwende, die das Rolling-Release-Development-Modell verkörpert. Zudem bietet ManjaroLinux ein Werkzeug zur bequemen Verwaltung der verfügbaren und installierten Kernel an: das Skript mhwd-kernel.

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Unconditional Surrender

Aus einem beliebten Linux-Forum:

unconditional_surrender

An sich ist ja schon die Idee, in einem Linux unbedingt das Büropaket der Redmonder Klitsche mit Hilfe der Krücke Wine installieren zu wollen, ziemlich grenzwertig. Aber anstatt sich mit den Möglichkeiten von LibreOffice zu befassen, wählt da einer die bedingungslose Kapitulation…

Dunkles Wölkchen am Manjaro-Himmel

manjaro-logo-greenMein Manjaro zickt. Oder besser: es nervt etwas. Seit einigen Tagen passt irgendetwas mit dem Sound nicht mehr zusammen. Kurz nach dem Start ertönt ein sonores Fünfzig-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. So etwas nervt natürlich, also ging ich mal auf Ursachenforschung. Am Line-In der Soundkarte steckt ein Plattenspieler, der mir bei der Digitalisierung meiner Vinyl-Schätzchen behilflich ist. Ziehe ich den Stecker, dann verstummt das Brummen. Nach erneutem Einstecken herrscht erst einmal Stille, und ungetrübter Musikgenuss ist gewährleistet. Aber eben nicht lange, dann beginnt das Brummen erneut.

Einen Hardwaredefekt schließe ich aus, da dieses Phänomen mit Arch Linux nicht auftritt. Wahrscheinlich ist der Kernel Schuld, aber diese Annahme muss ich noch verifizieren. Der älteste Manjaro-Kernel bei mir ist 4.3.3 und ändert nichts am Brummen.
Da mir in der Vergangenheit nichts Derartiges auffiel, werde ich mal den LTS-Kernel 4.1.x ausprobieren.
Aber nicht mehr in diesem Jahr, denn ich muss über den Jahreswechsel arbeiten.

Hoffentlich lässt sich das Problemchen beheben, denn es wäre betrüblich, vor dem Start von Manjaro erst einmal den Stecker ziehen zu müssen.

[Update 02.01.2016]
Offenbar ist der Kernel unverdächtig, denn auch mit der Version 4.1.15 trat dieses Brummen auf. Der Hinweis von Al CiD (siehe Kommentar) zum Drehen des Netzsteckers brachte Abhilfe, das Brummen verschwand. Bleibt nur die Frage, wieso dieses Geräusch nicht auftrat, wenn ich Arch Linux in Betrieb nahm …

Fortschrittsanzeige bei apt

openlogo-50 Nach längerer Abstinenz werkelt ja wieder ein Debian auf der Platte. Da ich Systempflege und Administration gerne im Terminal betreibe, beschäftige ich mich natürlich ausgiebig mit der Paketverwaltung, bei Debian dpkg mit dem Frontend apt.
Irgendwann las ich davon, dass es bei der Benutzung von apt nicht mehr nötig ist, spezielle apt-Kommandos wie zum Beispiel

# apt-get update

zu benutzen. Es geht auch kürzer:

# apt update

Dabei zeigt apt auch den Fortschritt der jeweiligen Operation an. Am Beispiel von

# apt update && apt dist-upgrade

ist sehr schön ersichtlich, dass die Fortschrittsanzeige beim Download der Pakete farblich abgesetzt ist:
apt-terminal-1
Auch die Installation der heruntergeladenen Pakete hat eine farblich hervorgehobene Fortschrittsanzeige:
apt-terminal-2

So hat das Einsparen von Tipparbeit auch noch einen praktischen Nutzen.


P.S.: Ja, die aktuelle Installation sieht etwas anders aus. Den Gnome-Desktop habe ich durch LXQt ersetzt.