[Update] Neues aus der Tapetenschmiede

Nichts ist so beständig wie die Veränderung. So ändere ich gerne mal den Hintergrund der Arbeitsoberfläche, neudeutsch auch Wallpaper genannt. Je nach Stimmung verwende ich meist selbst geknipste Fotos, aber auch gerne mal Fundsachen aus Neul@nd.
Es begab sich also, dass ich mich nach langer Zeit wieder in die Galerie der Hubble Site verirrte. Dort gibt es einige wirklich sehr schöne Tapeten in verschiedenen Abmessungen.
Ich wählte einige besonders ansprechende Hintergründe aus und lud sie in der Abmessung 1920×1200 herunter, weil die der Größe meines Bildschirms am nächsten kam.

In Gimp beschnitt ich sie dann auf die richtige Größe von 1920×1080 und versah sie mit dem wichtigen Accessoire meiner Lieblingsdistribution. Fix noch in den Einstellungen für die Arbeitsfläche als Hintergrund die Diaschau eingestellt und den passenden Ordner mit den soeben erstellten Hintergrundbildern ausgewählt – schon wird mir die Neuschöpfung angezeigt. Mal sehen, ob ich es bei dem Bildwechsel alle dreißig Minuten belasse.

Hier seht Ihr mal zwei der neuen Hintergünde:

hubble-wallpaper-20140227

hubble-wallpaper-20140227a

[Update]
Bei diesem Thema passt dann auch mal sowas rein:

voyager-wallpaper-20140228

(original von http://www.startrek-pictures.com)

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Pimp my Netbook: Dem Kleinen Dampf gemacht

Für einen Außenstehenden mag es wie Kuddelmuddel aussehen, was ich da auf meinem Netbook veranstalte. Für mich ist es die ewige Suche nach dem perfekten System, dass es so wohl nicht gibt. Ein anderer Punkt ist der Spaß an Linux.

KDE läuft auf dem Netbook ganz ordentlich rund, wenn ich dabei in Rechnung stelle, dass der verbaute Rechenknecht nicht gerade ein Ausbund an Leistungsfähigkeit ist. Ich merke das vor allem an den Zeiten für einen Programmstart. Da dauert es schon mal fünf Sekunden, bis der Dateimanager aufgeht. Da hatte ich schon bessere Erfahrungen gemacht. Der Weg war klar, zurück zu LXDE. KANOTIX als Unterbau sollte bleiben, aber den Eigenbau aus früheren Tagen wollte ich mir nicht noch einmal zumuten. Inzwischen gibt es tadellose LXDE-Isos zum Herunterladen, das spart Zeit.

Die Installation ist eine Sache von ein paar Minuten, der acritox-Installer bietet klare Ansagen. Ich musste nur aufpassen, dass ich die Partition des /home-Verzeichnisses nicht formatiere. Klar, es gibt eine Sicherung der Daten, aber die Zeit für das Zurückbringen all der Musik, Filme und Fotos wollte ich mir sparen.
Letztlich klappte alles wie beabsichtigt, und der Kleine rennt zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Bildschirmfoto2014-02-17

Ein paar Anpassungen an meinen Geschmack habe ich noch durchgeführt, die aber wegen der häufigen Datensicherung sehr schnell erledigt waren. Wenn zum Bleistift die Konfigurationsdatei für conky schon vorliegt, spart das viel Arbeit.

  • Symbolthema Faenza
  • Fensterrahmen steel_this_theme
  • Mauszeiger Oxygen Steel aus dem Paket oxygencursors
  • eigenes Hintergundbild
  • Der Mauszeiger hat sich etwas gesträubt. Trotz Auswahl im GUI (Graphical User Interface) blieb es bei dem kleinen hässlichen schwarzen Dingens, das auch nach der Neuanmeldung nicht verschwunden war. Also musste ich mit der Konsole nachhelfen:

    # update-alternatives --config x-cursor-theme

    Wieder ein schönes Beispiel, dass so ein GUI nicht immer das Gelbe vom Ei ist.

    Warum ‘ne GUI nicht immer das Gelbe vom Ei ist (II)

    Zweiter Teil der Geschichte um apper.

    Auf meinem Netbook läuft zu meiner eigentlichen Zufriedenheit KDE. Das liest sich für Eingeweihte wie der Overkill für den Rechenknecht, denn wie wir alle wissen, ist so ein Atom N270 eine ziemlich lahme Krücke. Da scheint KDE reichlich überdimensioniert.
    Tatsächlich kann ich eigentlich nicht meckern. Mit der aktuellen Konfiguration läuft der Kleine recht flüssig.

    Irgendwann in den letzten Tagen verfestigte sich der Eindruck, dass da irgendwas anders ist. Der hüpfende Cursor als Anzeige für den Programmstart war ungewöhnlich lange zu sehen. Heute nun war es besonders schlimm. Alles hakelte und bockte, dazwischen erschienen laufend Meldungen, dass Pakete aktualisiert werden müssten…

    Ich hatte apper im Verdacht, der Übeltäter zu sein. Auf dem Desktop-PC fiel der nicht so auf, weil die Kiste erheblich mehr Bums hat. Den schwachbrüstigen Atom jedoch zwang apper in die Knie.

    $ su
    # apt-get --purge autoremove apper
    # init 6

    Der Neustart brachte es ans Licht: der Übeltäter war in der Tat apper.
    Ich mache also weiterhin das dist-upgrade im Terminal, so wie ich es gewohnt bin, und genieße wieder die flüssige Vorstellung von KDE auf dem Kleinen.

    Was macht der „Zweite Frühling“?

    Vor beinahe drei Monaten löste ich ein immenses Problem, in dem ich dem altersschwachen Rechner eines Freundes mit der Installation von KANOTIX Dragonfire LXDE eine Gehhilfe verpasste.

    Hat sich diese Lösung in der Zwischenzeit bewährt?
    Die Frage möchte ich von zwei Standpunkten aus bejahen. Zuerst vom technischen:

    Das installierte KANOTIX läuft absolut stabil und zuverlässig. Durch die räumliche Entfernung von fast einhundertfünfzig Kilometern zwischen Administrator und zu betreuendem Rechner ist das ein nicht hoch genug zu bewertender Fakt, der mich ruhiger schlafen lässt.
    Mein Freund ist mit den technischen Zusammenhängen und inneren Werten eines Computers nicht so vertraut, dafür aber mit mir. Da er sich zum Glück aus der Administration heraus hält, erledige ich die Systempflege komfortabel über den TeamViewer, was bei der Basis von KANOTIX alle vier Wochen genügt. Klar, ich benutze dazu das Terminal und apt-get.
    Die angeschlossene Hardware wie Scanner und Drucker verrichtet zuverlässig ihren Dienst.

    Vom subjektiven Standpunkt betrachtet, ergibt sich folgendes Bild:

    Mein Freund ist äußerst zufrieden mit dieser Lösung. Die Bootzeit ist im Vergleich zu seinem Windows XP unschlagbar kurz. Er betrachtet die Umstellung auf etwas andere Anwendungsprogramme als nicht so gravierend. Surfen und E-Mails abholen und schreiben ist wichtig für ihn, ebenso die Kommunikation mit Angehörigen und Freunden über Skype. Das alles funktioniert ähnlich oder genauso, wie er es gewohnt ist.
    Kleinere Probleme hatte er mit der Handhabung des Dateimanagers, die wir aber weitestgehend lösen konnten. Ich nutze den TeamViewer auch dazu, ihm bestimmte Dinge zu demonstrieren.
    Die aufgeräumte Oberfläche, relative zügige Programmstarts und das völlige Fehlen nervig aufploppender Meldungen über irgend welche Updates begeistern meinen Freund.
    Ich habe bemerkt, dass er nun viel weniger flucht, wenn wir miteinander reden…

    Fazit:
    Nach knapp dreimonatiger Erfahrung behaupte ich einfach mal, dass dieses „Experiment“ geglückt ist. KANOTIX Dragonfire LXDE ist nicht nur einsteigerfreundlich, es läuft auch noch ohne Zicken und ist wegen der rücksichtsvollen Oberfläche bestens geeignet für ältere Hardware.
    Da ich mich per Fernwartung um das System kümmern kann, ist diese Lösung ideal für meinen Freund, dem es nichts ausmacht, dass er von Linux überhaupt keine Ahnung hat. Der Betreuungsaufwand hält sich dank KANOTIX in Grenzen.
    Die Chance ist groß, dass es mir gelingen wird, ihn bei einem Neukauf, der sicher irgendwann ansteht, wieder von einer Dualboot-Lösung zu überzeugen.

    Zweiter Frühling

    Vorwort

    Der Rechner eines Freundes ist ein in Würde gealtertes Teil, das vor vielen Jahren einmal mit einem hohen Qualitätsanspruch montiert wurde. Da mein Freund beruflich sehr viel unterwegs ist und die Anschaffung eines mobilen Gerätes aus verschiedenen Gründen keine Option war und ist, wird der Rechner sehr wenig genutzt. Die Summe der Betriebsstunden in seinem fast zehnjährigen Dasein dürfte von wesentlich neueren Geräten wie meinem lange übertroffen sein.
    Auf dem Rechner sorgte damals ein vorinstalliertes Windows XP für den entsprechenden Vortrieb. Über die Jahre ist dieses Windows XP sehr langsam geworden, zudem ist die dafür vorgesehene Partition auf der Festplatte inzwischen an die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit gestoßen. Damit gerät jede Benutzung dieses Rechners zur Geduldsprobe, die von Meldungen verschiedener unnützer Software begleitet wird. Der Bootvorgang dauert lange genug, dass sich der Benutzer in aller Ruhe einen Kaffee kochen oder andere sinnvolle Verrichtungen erledigen kann. Abhilfe tat also Not.
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    Hintergründiges [Update]

    Eben fand ich dieses Foto. Es ist überwältigend, zu welchen Kunstwerken die Natur fähig ist. Und es ist schön, dass es Menschen gibt, die dafür den rechten Blick haben.

    Solche herrlichen Fotos nötigen mich sofort dazu, sie als Hintergrundbild für meine Arbeitsfläche zu benutzen. Damit ist meine Sammlung faszinierender Hintergrundbilder weiter angewachsen. Ich habe die dunkleren von ihnen in einem extra Verzeichnis zusammengefasst und lasse mir jeden Tag ein anderes anzeigen. Dass passt dann auch zu meinem Blues, den ich gerade habe…

    Mit freundlicher Genehmigung des Fotografen darf ich den Screenshot meiner Arbeitsfläche veröffentlichen:

    2013-10-18-kanotix-kde

    Die Fensterdekoration heißt airglass-black, als Arbeitsflächendesign verwende ich Oxyglass.
    Das „Dock“ am linken Bildschirmrand ist einfach nur eine zweite Kontrollleiste, die verborgen ist und beim Anfahren des linken Bildschirmrandes mit dem Mauszeiger erscheint.

    Pimp my Netbook: KDE

    In Vorbereitung des Einbaus der SSD in mein Netbook las ich, dass es nicht empfehlenswert sei, das System von der herkömmlichen Festplatte mit dd auf SSD zu klonen. Daher entschloss ich mich zur Neuinstallation. Lubuntu 13.10 zickte, und den Selbstbau mit Debian Netinstall wollte ich mir nicht noch einmal antun, obwohl diese Variante ihren Charme hat. Ich schaute mir also die offizielle LXDE-Version von KANOTIX Dragonfire an, wurde aber auch nicht so recht warm damit, zumal ein dist-upgrade nicht problemlos duchlief und fortan für Ärger sorgte. Sowas ist schon recht ungewöhnlich, und der Meister empfahl mir schlicht KDE, da er es selbst auf einem Netbook mit gleichen Parametern und Architektur betreibt.
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    Nervenkitzel am Morgen

    Da habe ich doch gestern Abend noch ein wenig Musik gehört und mich entspannt im Netz getummelt. Irgendwie war ich dadurch wohl nicht recht bei der Sache und schickte den Rechner, anstatt ihn ordentlich wie immer herunterzufahren, in den Tiefschlaf, obwohl der dafür noch gar nicht vorbereitet war. Bei 8 GB RAM sind 4 GB für Swap auch nicht ausreichend für solch einen Stunt, den ich aber normalerweise nicht abliefere. Ich weiß nicht mehr, was mich da geritten hat, jedenfalls kam, wie es kommen musste: nichts ging mehr.

    Ich wollte eben den Rechner hoch fahren, aber der blieb beim Dateisystemcheck einfach stehen und meldete mir einen „unerwarteten Fehler“. Die anschließende Aufforderung, den manuellen Check durch Eingabe des Root-Passwortes durchzuführen, oder eben mit Strg+D weiter zu machen, quittierte der Rechner durch standhafte Wiederholung selbiger Aufforderung bei jedem beliebigen Tastendruck…

    Zum Glück hatte ich einen Live-USB-Stick mit KANOTIX Dragonfire. Ich startete den Rechner damit, öffnete eine Konsole und führte den Check noch einmal durch:

    su
    fsck -a /dev/sda1

    Die Option -a bewirkt, dass die einzelnen Reparaturschritte ohne Rückfrage und Bestätigung durchgeführt werden. Ohne diese Option würde ich bei jedem festgestellten Fehler gefragt werden, ob die Reparatur durchgeführt werden soll. Und das können schon mal recht viele Fehler sein.
    Bei dieser Sache muss man beachten, dass die Partition mit dem fehlerhaften Dateisystem nicht eingebunden sein darf. Deshalb ist es notwendig, den Rechner mit einem Live-System zu starten, falls die Systempartition betroffen ist.

    Die Reparatur war abgeschlossen, und der anschließende Neustart ließ Puls und Blutdruck wieder auf normale Werte absinken.
    Es hätte auch kaum etwas passieren können, denn einer eventuell nötigen Neuinstallation kann ich gelassen ins Auge sehen. Separate /home-Partition und eine weitere separate Partition mit den persönlichen Daten hätten die Neuinstallation ausschließlich auf das System beschränkt, was den Aufwand in Grenzen hält. Außerdem sichere ich regelmäßig meine Daten.

    KDE hat mich wieder

    Im Zuge meiner Teilnahme an der zurückliegenden und ausreichend thematisierten Qualifizierungsmaßnahme hatte ich meinen Rechner aufgerüstet, um auch zu Hause ausreichende Ressourcen für die Virtualisierung eines kompletten Netzwerkes aus Router, verschiedenen Servern und ein paar Clients zu haben.
    Mit meinem Eigenbau aus Debian Netinstall und LXDE auf KANOTIX-Sourcen war ich lange Zeit sehr zufrieden, weil diese Kombination äußerst flink war. Weiterlesen

    Zweite Instanz von conky aus purer Faulheit starten

    Ja, ich gebe es zu: ich bin faul. Ich verwende gerne eigene Hintergrundbilder (der Fachmann sagt wohl „Wallpaper“ dazu) und passe sie meist noch ein wenig an. Bisher sah das so aus, dass ich den KANOTIX-Schriftzug in das entsprechende Bild integrierte. Ich mag einen dezenten Hinweis auf die verwendete Distribution (der Fachmann sagt wohl „Branding“ dazu) auch dann, wenn es sich wie in diesem Fall um einen Eigenbau handelt. Eigentlich ist es keine große Arbeit mit Gimp, solange sich die Zahl der verwendeten Hintergrundbilder in Grenzen hält, also einstellig bleibt.
    Ich wechsle aber gerne auch mal den Hintergrund und möchte nicht mit jedem neuen Foto die immer gleiche Arbeit haben, denn wiederkehrende Arbeiten erledigt ein Rechner besser. Also dachte ich mir, den KANOTIX-Schriftzug von einer zweiten Instanz von conky anzeigen zu lassen, sei eine gute Idee.

    2013-01-08_10:17:29

    Dazu habe ich eine zweite Konfigurationsdatei ~/.conky2rc für conky erstellt. Der Inhalt ist übersichtlich:

    background yes
    alignment bottom_left
    gap_y 15
    no_buffers yes

    TEXT
    ${image /pfad/zum/anzuzeigenden/Bild.png}

    Dem conky-Aufruf kann man mit der Option -c Dateiname eine andere Konfigurationsdatei übergeben. Standardmäßig wird ohne diese Option die Datei ~/.conkyrc verwendet.
    Zur Sicherheit habe ich die Datei ~/.conkyrc in ~/.conky1rc kopiert. Der Aufruf der beiden Instanzen von conky erfolgt über den Autostart meines angemeldeten Benutzers. Dazu habe ich in der Datei ~/.config/autostart/conky.desktop folgenden Eintrag vorgenommen:

    [Desktop Entry]
    Type=Application
    Exec=sh -c "sleep 5; conky -c ~/.conky2rc; conky -c ~/.conky1rc"

    Bei mir zeichnet nicht mehr PCManFM das Hintergrundbild, sondern Nitrogen. Um sicher zu gehen, dass conky erst gestartet wird, wenn der Desktop gezeichnet ist, habe ich mit sleep 5 eine kurze Verzögerung eingebaut. Anschließend werden der KANOTIX-Schriftzug eingeblendet und dann die Systeminformationen gezeigt.

    Beim Wechsel des Hintergundbildes bleibt mir der KANOTIX-Schriftzug nun immer erhalten und Arbeit erspart.