Fortschrittsanzeige bei apt

openlogo-50 Nach längerer Abstinenz werkelt ja wieder ein Debian auf der Platte. Da ich Systempflege und Administration gerne im Terminal betreibe, beschäftige ich mich natürlich ausgiebig mit der Paketverwaltung, bei Debian dpkg mit dem Frontend apt.
Irgendwann las ich davon, dass es bei der Benutzung von apt nicht mehr nötig ist, spezielle apt-Kommandos wie zum Beispiel

# apt-get update

zu benutzen. Es geht auch kürzer:

# apt update

Dabei zeigt apt auch den Fortschritt der jeweiligen Operation an. Am Beispiel von

# apt update && apt dist-upgrade

ist sehr schön ersichtlich, dass die Fortschrittsanzeige beim Download der Pakete farblich abgesetzt ist:
apt-terminal-1
Auch die Installation der heruntergeladenen Pakete hat eine farblich hervorgehobene Fortschrittsanzeige:
apt-terminal-2

So hat das Einsparen von Tipparbeit auch noch einen praktischen Nutzen.


P.S.: Ja, die aktuelle Installation sieht etwas anders aus. Den Gnome-Desktop habe ich durch LXQt ersetzt.

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Facelift für mein Debian

Nach und nach werde ich mit der Gnome Shell immer vertrauter. Letztlich ist die Anpassung an den eigenen Geschmack auch kein Geheimnis und mit Hilfe des gnome-tweak-tools schnell erledigt. Die Suche nach passenden Themen ist schon aufwändiger.

screenshot-debian-2015-11-29-1Es ist nur ein erster Versuch, an dem Erscheinungsbild herum zu schrauben, aber das Ergebnis ist schon zufriedenstellend.

  • Shell-Thema: viva-orange
  • GTK+: NumixBlue
  • Symbole: Vibrancy-Full-Dark-Aqua
  • Mauszeiger: oxy-blue (oxygencursors)

Da ich auch im Debian die VirtualBox nutzen will, musste ich die contrib-Quellen freischalten:

deb http://http.debian.net/debian/ testing main contrib

Mit einem beherzten

# apt-get update && apt-get install linux-headers-$(uname -r|sed 's,[^-]*-[^-]*-,,') virtualbox

habe ich die passenden Kernel-Header und VirtualBox installiert. Die erforderlichen Kernelmodule wurden dabei erstellt, und ich konnte VirtualBox benutzen. Interessantes Detail: die Version für Debian testing (5.0.10) ist aktueller als die in meinem Manjaro testing (5.0.8).

Zu diesem Zeitpunkt kann ich sagen, dass ich meine Debian-Installation mag. Sie läuft stabil, ich habe recht aktuelle Anwendungsprogramme zur Auswahl, das Aussehen gefällt mir und ich komme mit der Bedienung der Gnome Shell immer besser klar.

Back to the roots

screenshot-debian-2015-11-27

Nach einigen Versuchen, Irrungen und Wirrungen habe ich die perfekte Zweit-Distribution für mein Dual-Boot gefunden. Wozu Derivate, wenn ich das Original haben kann. Und damit es nicht langweilig wird, habe ich mir zu der neuen Desktop-Erfahrung – ich hatte die Gnome-Shell bisher nicht wirklich benutzt – auch gleich noch den testing-Zweig ausgesucht:

deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing main
deb http://security.debian.org/ testing/updates main
 deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main
deb http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main
 deb-src http://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/debian/debian/ testing-updates main

Etwas Nervenkitzel darf ja sein. Bislang sind noch keine nonfree-Quellen aktiviert, der freie Grafiktreiber nouveau macht sein Ding ganz ordentlich. Ich bin recht zufrieden mit dieser Installation, sämtliche Hardware läuft perfekt. Mit der noch ungewohnten Bedienung der Gnome-Shell komme ich immer besser zurecht und finde langsam Gefallen daran.


Natürlich bleibt durch die Installation im Dual-Boot mein Manjaro unberührt.

Nostalgie: Trinity-Desktop

Nachdem ich die Meldung bei Pro-Linux las, dass der Trinity-Desktop nun in einer fehlerbereinigten Version 14.0.1 verfügbar sei, wollte ich mir den Fork des alten KDE 3.x einmal anschauen.
Da ich auch las, dass es für Debian 8 ein Binärpaket gibt, wählte ich also meine Debian-8-Installation in der VirtualBox dafür aus. Die Installationsanleitung ist einfach nachvollziehbar, allerdings vertrete ich die Auffassung, die Einträge zusätzlicher Paketquellen nicht direkt in die Datei /etc/apt/sources.list zu pflanzen, sondern dafür das Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d/ zu nutzen, weil dieses Vorgehen die Pflege und Wartung der Paketverwaltung vereinfacht. Ich packte die Einträge

deb http://ppa.quickbuild.pearsoncomputing.net/trinity/trinity-r14.0.0/debian jessie main
deb-src http://ppa.quickbuild.pearsoncomputing.net/trinity/trinity-r14.0.0/debian jessie main
deb http://ppa.quickbuild.pearsoncomputing.net/trinity/trinity-builddeps-r14.0.0/debian jessie main
deb-src http://ppa.quickbuild.pearsoncomputing.net/trinity/trinity-builddeps-r14.0.0/debian jessie main

also in die Datei /etc/apt/sources.list.d/trinity.list und installierte den Desktop mit
# apt-key adv --keyserver keyserver.quickbuild.pearsoncomputing.net --recv-keys F5CFC95C
# apt-get update && apt-get install tde-trinity tde-i18n-de-trinity

Nach dem erneuten Anmelden am System und der Auswahl des entsprechenden Desktops im Login-Bildschirm hatte ich die Oberfläche nun vor mir.

trinitydesktop

Ich fühlte mich sofort an meine Anfänge mit KANOTIX erinnert. Es war ja eine schöne, weil erfolgreiche Zeit, in der ich meine Erfahrung mit Linux maßgeblich prägen und ausbauen konnte.
Seit dieser Zeit ist viel Wasser die Saale hinab geflossen und die Welt hat sich weiter gedreht. Soll heißen, mein Geschmack hat sich auch geändert in dieser Zeit. Der ursprünglich installierte Cinnamon-Desktop sieht eindeutig moderner aus.

cinnamondesktop

Der Trinity-Desktop mag seine Berechtigung haben, doch ich glaube nicht, dass ich mich noch einmal damit anfreunden werde. Es ist wohl zu viel Arbeit, ihm ein moderneres Outfit zu verpassen.