Manjaro openrc (II)

manjaro-openrc-ob-2016-04-13

Langsam nähert sich meine Manjaro-openrc-Installation dem Attribut „brauchbar“ an. Ich habe gelernt, dass es von einigen Paketen eine spezielle openrc-Variante gibt, ohne die bestimmte Dinge nicht funktionieren, zum Beispiel lm_sensors. Das nutze ich, um in Conky den Gesundheitszustand der Hardware anzuzeigen.
Dann habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich mit Clementine meine Musik abspielen konnte. Es lag einfach am Paket gstreamer0.10-base-plugins, das nicht installiert war. Ich hatte vorher schon good, bad und ugly ins System geschraubt, aber eben nicht auf base geachtet. Doch kaum macht man es richtig, funktioniert es auch.

Manjaro mit openrc und Openbox

manjaro-logo-greenNach gelegentlich auftretenden Problemen beim Herunterfahren des Rechners – die im momentan installierten Manjaro Mate glücklicherweise abwesend sind – hatte ich mir kürzlich überlegt, Manjaro mit openrc als Zweitsystem im Dualboot zu installieren. Openrc ist eine Alternative zum allseits unbeliebten systemd, das immer komplexer geworden und so tief im System verankert ist, dass es wegen der Funktionsvielfalt und der Komplexität gegen den ehernen Linux-Grundsatz „Eine Funktion – ein Programm“ verstößt und bei vielen Anwendern Vertrauen verspielt. Binäre Logdateien tragen auch nicht dazu bei, dass der Ruf von systemd besser wird.

Zum Glück bietet die Manjaro-Community openrc-Isos zum Download. Ich wollte nur nicht schon wieder XFCE haben und entschied mich für die Netinstall-Variante, um mir einen Desktop selbst zusammenstellen zu können. Ich entschied mich für Openbox als Fenstermanager, LightDM als Displaymanager und Tint2 als Panel.

manjaro-openrc-ob-2016-04-11

Nach anfänglichen Problemen – Slim als Login-Manager ist suboptimal, wenn man openrc benutzt – hatte ich bald eine grafische Oberfläche, die openbox-typisch einfach grau ist und immerhin einen Mauszeiger mitbringt. Zunächst brauchte ich ein Terminal, um vernünftig arbeiten zu können, PcManFM habe ich als Dateimanager installiert. Es gibt schon einen Browser, aber noch keinen Sound, und conky zeigt noch nicht alle Informationen, die ich haben will. Da fehlen wohl auch noch ein paar Dienste, die ich mit openrc starten muss. Viel Stoff zum Lernen und Probieren…

Ach ja, weil das ja alles mehr oder weniger experimentell ist, habe ich mich für btrfs als Dateisystem entschieden.

Manjaro Cinnamon

manjaro-cinnamon-2016-03-15

So, Manjaro Cinnamon ist installiert. Die Oberfläche ist schon ein wenig an meinen Geschmack angepasst, bietet aber sicher noch Raum für Verbesserungen. Und ein altbekanntes Problem stellte sich auch ein: der Scanner wollte nicht. Zu diesem Problem hatte ich mir schon einen Wolf gesucht und keine Lösung gefunden. Und ausgerechnet der Kommentar, der die Lösung barg, ist mir bis gestern durchgerutscht. Unverzeihlich! Und unglaublich, dass das die Lösung sein sollte. Aber sie ist es!

So, und nun muss ich noch herausfinden, wieso conky andere CPU-Taktfrequenzen anzeigt als das CPU Frequency Applet…

Letzte Handgriffe an meinem Arch

VirtualBox ist installiert, alle angeschlossene Hardware funktioniert tadellos, und fürs Auge habe ich auch noch was getan:

screenshot-2015-12-11

Das Dock soll nach Aussage des Entwicklers das einfachste Dock des Planeten sein. Tatsächlich ist die Einstellung simpel: Die Anwendung, deren Starter ins Dock soll, wird aus dem Anwendungsmenü heraus geöffnet. Daraufhin erscheint das entsprechende Symbol im Dock. Jetzt muss ich nur einen Rechtsklick auf das Symbol machen und das Kästchen „Im Dock Behalten“ anhaken. Fertig. Das Umsortieren der Symbole im Dock erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Maus.

Damit ist diese Arch-Installation für meine Ansprüche weitestgehend komplett. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, die Installation des Systems war dank der exzellenten Anleitung und meiner Vorkenntnisse ein Kinderspiel. Jetzt heißt es, regelmäßig die einschlägigen Veröffentlichungen – besonders zu Update-Warnungen – zu verfolgen, damit ich noch lange Freude an diesem System haben kann.

Conky-Kosmetik

Meine Arch-Linux-Installation ist inzwischen beinahe komplett, es fehlt eigentlich nur noch VirtualBox für die Tests und Spielereien. Jetzt habe ich zwischendurch immer wieder Zeit, am Aussehen der Oberfläche zu feilen. So nahm ich mir Conky noch einmal vor.

Bildschirmfoto vom 2015-12-11 17-19-31 Ich habe den Farbton an die Mehrzahl meiner Hintergrundbilder angepasst und lasse das ArchLinux-Banner mit anzeigen. Die Uhren und Ringe, wie ich sie in meinem Manjaro verwendet habe, sind zwar schick, aber sie nehmen viel Platz weg. Der fehlt mir dann für wirklich wichtige Informationen über den Zustand meines Systems. Da passt die schlichte Balkengrafik doch besser ins Gesamtkonzept eines schlichten, aber dennoch eleganten und sauschnellen Desktops.

Ich verzichte nun darauf, das jeweilige Distributions-Logo auf dem Hintergrundbild zu verankern. Vor einiger Zeit hatte ich dazu schon einmal Conky in einer zweiten Instanz gestartet, die nur das entsprechende Logo links unten einblendet. Geschmäcker ändern sich zuweilen, und mir gefällt die neue Position unterhalb der Systeminformationen viel besser.

Natürlich habe ich diese Version „meines“ Conky auch in meine Manjaro-Installation übernommen und entsprechend angepasst.
Die Konfiguration für mein Conky gibt es hier zum Herunterladen. Lasst Euch nicht von der Dateiendung foppen, irgend eine Endung muss ich ja angeben, um die Datei überhaupt hochladen zu können. Und dass die Konfigurationsdatei für Conky standardmäßig .conkyrc heißt, wisst Ihr ja.

Advent in der Tapetenschmiede

Nachdem ich meinen aktuellen Desktop im Manjaro-Forum vorgestellt hatte, kam dort die Anregung, das Hintergrundbild mit einer kleinen Lichterkette aufzuhübschen und so für die Adventszeit vorzubereiten.
Gesagt – getan. Dank Gimp ist es kein Problem, die passenden Lichteffekte – hier ist es Supernova – in das Bild einzufügen und mit ein wenig Probieren in den Einstellungen wie kleine Lämpchen aussehen zu lassen. Der Effekt ist brauchbar, weil er auch die angrenzende Umgebung in die verwendete Lichtfarbe taucht. Bei mir musste es wegen des Manjaro-Bezuges unbedingt ein grünes Licht sein.

manjaro-screenshot-2014-11-27

Die Größe der Supernovae hatte ich schon reduziert, dennoch knallten die Sternenexplosionen so dermaßen rein, dass das Bild insgesamt sehr hell wurde. So musste ich es nachträglich abdunkeln und dadurch den Kontrast noch etwas anheben. Das Ergebnis ist brauchbar, wie ich finde, und ein absolutes Unikat sowieso.

Ach ja, conky habe ich ein Facelift verpasst. Die Vorlage habe ich etwas angepasst.

Zweite Instanz von conky aus purer Faulheit starten

Ja, ich gebe es zu: ich bin faul. Ich verwende gerne eigene Hintergrundbilder (der Fachmann sagt wohl „Wallpaper“ dazu) und passe sie meist noch ein wenig an. Bisher sah das so aus, dass ich den KANOTIX-Schriftzug in das entsprechende Bild integrierte. Ich mag einen dezenten Hinweis auf die verwendete Distribution (der Fachmann sagt wohl „Branding“ dazu) auch dann, wenn es sich wie in diesem Fall um einen Eigenbau handelt. Eigentlich ist es keine große Arbeit mit Gimp, solange sich die Zahl der verwendeten Hintergrundbilder in Grenzen hält, also einstellig bleibt.
Ich wechsle aber gerne auch mal den Hintergrund und möchte nicht mit jedem neuen Foto die immer gleiche Arbeit haben, denn wiederkehrende Arbeiten erledigt ein Rechner besser. Also dachte ich mir, den KANOTIX-Schriftzug von einer zweiten Instanz von conky anzeigen zu lassen, sei eine gute Idee.

2013-01-08_10:17:29

Dazu habe ich eine zweite Konfigurationsdatei ~/.conky2rc für conky erstellt. Der Inhalt ist übersichtlich:

background yes
alignment bottom_left
gap_y 15
no_buffers yes

TEXT
${image /pfad/zum/anzuzeigenden/Bild.png}

Dem conky-Aufruf kann man mit der Option -c Dateiname eine andere Konfigurationsdatei übergeben. Standardmäßig wird ohne diese Option die Datei ~/.conkyrc verwendet.
Zur Sicherheit habe ich die Datei ~/.conkyrc in ~/.conky1rc kopiert. Der Aufruf der beiden Instanzen von conky erfolgt über den Autostart meines angemeldeten Benutzers. Dazu habe ich in der Datei ~/.config/autostart/conky.desktop folgenden Eintrag vorgenommen:

[Desktop Entry]
Type=Application
Exec=sh -c "sleep 5; conky -c ~/.conky2rc; conky -c ~/.conky1rc"

Bei mir zeichnet nicht mehr PCManFM das Hintergrundbild, sondern Nitrogen. Um sicher zu gehen, dass conky erst gestartet wird, wenn der Desktop gezeichnet ist, habe ich mit sleep 5 eine kurze Verzögerung eingebaut. Anschließend werden der KANOTIX-Schriftzug eingeblendet und dann die Systeminformationen gezeigt.

Beim Wechsel des Hintergundbildes bleibt mir der KANOTIX-Schriftzug nun immer erhalten und Arbeit erspart.