Copyright bei den Mixed Tapes

mixedtape_32-orange_distortion-coverHeute erreichte mich über andere Kanäle eine absurde Drohung. Man wolle mich „bei der Gema melden“, da angeblich der kostenlose Download kostenloser Musik illegal sei…
Nachdem ich mich wieder beruhigt, die tränenfeuchten Augen getrocknet und den Bildschirm vom versprühten Kaffee gereinigt habe, nehme ich diese erheiternde Begebenheit zum Anlass, einmal aus einem CD-Cover der Mixed Tapes zu zitieren:

Mixed Tape from Daimler AG, pieces of music protected by copyright, free for private use and dissemination.
The new Mixed Tape will be available from 10.04.14 free of charge at http://www.mercedes-benz.com/mixedtape.

Das heißt also, dass diese Musikstücke nicht wirklich frei sind, weil durch ein Copyright geschützt. Für den privaten Gebrauch und die private Weitergabe sind sie jedoch frei. Und das zählt.

(Bildquelle: Mixed Tape #32 “orange distortion”, Screenshot aus dem mitgelieferten CD-Cover)

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Katastrophen der Menschheitsgeschichte

Beim Durchzappen landete ich bei der Wiederholung der Quatschbude „3nach9“ und bekam gerade noch die vermutlich unfreiwillige Komik der Anmoderation für Verona Pooth mit. Sinngemäß hieß es:

Das Jahr 2014 bringt uns einige Jubiläen. Einhundert Jahre Erster Weltkrieg, fünfundsiebzig Jahre Zweiter Weltkrieg, und Verona und Franjo Pooth feiern Rosenhochzeit…

Das hätte ein Guido Knopp, der auch zu den Plaudertaschen dieser Sendung zählte, nicht besser verreißen können!

Erdkunde

Hab mir letztens an der Tanke einen „Kaffee afrikanisch“ bestellt. Fragt die Kirsche hinterm Tresen, was das sein soll. Hätte sie noch nicht gehabt, so was.
„TO GO“, antwortete ich.

Lanz-Stück

Im Augenblick streite ich mit mir selbst. Soll ich lachen, oder soll ich weinen? Ich weiß es nicht wirklich, zumal eine gehörige Portion Verwunderung und auch Scham dabei ist. Genauer: Fremdschämen. Ich bilde mir ein, ein recht humoriger Zeitgenosse zu sein, der gern lacht, auch mal über sich selbst. Aber hier weiß ich nicht weiter…

lanz-petition

Derzeit rauscht es im digitalen Blätterwald, und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht vom smartesten aller feuchten Schwiegermütterträume lesen darf. Verriss ist legitim, im Falle seines überaus herzlichen Auftritts gegenüber der bösen und linken Frau Wagenknecht wohl auch angebracht. Doch richtig albern wird es nun, da eine Petition auftauchte, die den Rausschmiss des smarten Italieners aus dem ZDF „fordert“.
Meine kritische Haltung zum Nutzen von Petitionen sei an dieser Stelle einmal ausgeblendet, denn ich stelle mir gerade vor, was wohl im Falle des Endsieges der Petenten passierte.
Leider haben es die Verfasser der Bittschrift versäumt, im gleichen Atemzug für die Nicht-Einstellung der Südtiroler Plaudertasche bei der ARD nachzusuchen. Er bliebe den Rundfunk-Zwangsbeitragszahlern also möglicherweise erhalten.
Zu allem Überdruss vergaßen die Bittsteller, die Regelung der Nachfolge in ihr Gesuch aufzunehmen, so dass es dem derart angeprangerten Fernsehsender leicht fiele, einfach seinen Bruder zu präsentieren.

Was nicht ist, kann ja noch werden. Online-Petitionen sind hipp und auch noch sehr schnell zu publizieren. Da muss man noch nicht mal seinen Hintern aus dem Sessel hieven oder gar bei schlechtem Wetter auf ’ne Demo latschen…

Merkst‘ was? Maschinenstürmerei. Bildungsbürgerlicher Aktionismus. #Aufschrei.

Glauben die ernsthaft, kritische Sendungen und Beiträge rückten durch einen Rausschmiss von Lanz automatisch wieder von Mitternachtssendeplätzen nach vorn? Glauben die ernsthaft, dass der Haus- und Hofsender der CDU plötzlich unabhängigen Journalismus präsentiert, noch dazu in einer Sendung, deren Format gar nicht darauf ausgelegt ist?

Ich streite immer noch mit mir selbst. Soll ich lachen, oder soll ich weinen? Ich lache, aber es klingt irgendwie gequält.

* * *

P.S.: Ich zimmere gerade an einer Petition für die Abschaffung des kapitalistischen Bankensystems. Mit dreikommafünf Prozent Zinsen aufs Sparbuch sollte es zu schaffen sein…

Ach nee?

Eine Woche nach dem Einbruch in die Opensuse-Foren, der zur kurzzeitigen Abschaltung der Foren führte, hat sich wohl auch bei Opensuse die Erkenntnis durchgesetzt, dass proprietäre Software keine gute Idee ist.

(Quelle)

Ich komme kaum noch aus dem Fazialpalmieren heraus. Der Vorteil von OpenSource ist doch gerade der, dass Sicherheitslücken ziemlich schnell geschlossen werden. Kein Mensch ist vollkommen, auch kein Programmierer von OpenSource-Software. Aber sich freiwillig proprietärem Scheiß zu unterwerfen, obwohl es freie Alternativen gibt, ist nicht mehr nur fahrlässig, wenn sich zu den Sicherheitslücken auch noch Sorglosigkeit gesellt.

Es gibt zur Zeit keine Version von vBulletin, in der die Lücke behoben ist. Workarounds sind möglich, aber unbequem.

(Quelle: ebenda)

Immerhin scheinen Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren zu sein:

Zugleich erwägt das Team, auf eine freie Foren-Software umzusteigen. »Um die Sicherheitsprobleme von proprietärer Software herumzuarbeiten, ist nicht die ideale Lösung«, stellt das Team jetzt fest.

(Quelle: ebenda)

Ubuntu ist sicherstes Betriebssystem – sagt wer?

Die britische für IT-Sicherheit zuständige Regierungsbehörde CESG hat elf Desktop- und Mobil-Betriebssysteme auf ihre Sicherheit untersucht und dabei Ubuntu 12.04 als sicherstes Produkt identifiziert.

(Quelle)

Mal abgesehen davon, dass der „Sieg“ Ubuntus bei den zur Auswahl stehenden Kandidaten gesetzmäßig war, hat mich dieser Kommentar sehr erheitert:

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