Warum nicht mal was über … Flüchtlinge?

Es ist ein schwieriges, weil emotional aufgeladenes Thema, über das selten sachlich diskutiert wird. Vorgefertigte Parolen, die sich Selbstdarsteller in den einschlägigen Quatschbuden im TV an die Birne knallen, sind sowieso nicht geeignet, auch nur ansatzweise eine geeignete Diskussion zu begründen.
Ebenso wenig hilfreich sind die verbreiteten Geschichten von den allerneuesten Smartphones oder den angeblichen Anspruchshaltungen der Einwanderer hinsichtlich komfortablen Wohnraums. Konfrontiert man die Geschichtenerzähler mit der Frage, wie nahe sie einem fremden Smartphone-Besitzer denn gekommen seien und ob sie aus dieser Entfernung überhaupt ein koreanisches Modell vom aktuellsten Billigschrott mit dem gammeligen Apfelgriebs unterscheiden könnten, bleibt nur bla-blubb und „Aber das wissen doch alle!“ und Hörensagen übrig. Das erlebe ich so oder ähnlich beinahe täglich, seit durch die Eröffnung eines Notquartiers hier im Ort die Misere greifbar ist.

Naturgemäß tue ich mich schwer, eine fertige Meinung zu präsentieren. Das liegt auch daran, dass es keine gesellschaftsfähige Diskussion in diesem Lande zur Flüchtlingsproblematik gibt. Der mediale Einheizbrei ist auch nicht geeignet, sich ein differenziertes Bild erarbeiten zu können. In solchen Momenten bin ich einem Menschen dankbar, der durch seine zugegeben oft umfangreichen Texte ein Geländer bietet, an dem ich mich auf dem steinigen Weg zu einer eigenen Meinung entlang hangeln kann. Der Eifelphilosoph trägt Informationen zusammen, die nur schwer oder gar nicht im gängigen Medienzirkus stattfinden und formt sie dann zu einem Bild. Und je länger ich darüber sinniere, desto öfter ertappe ich mich beim nachdenklichen Nicken, nicht zuletzt deshalb, da ich einige der in diesem Artikel angesprochenen Erscheinungen selbst so erlebt habe.

In einem bin ich mir aber sicher: von mir wird kein Mensch, der seine Angst vor Einwanderern und den Folgen der aktuellen Völkerwanderung artikuliert, als „Pack“ (O-Ton Vizekannsnich Gabriel) oder gar „Nazi“ tituliert. Diskussion fängt mit Toleranz und Zuhören an, das wird man ja noch sagen dürfen.

Meinen Senf dazugeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s