Dor Gabidalismus siecht

Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme

„Made in Germany“ verkommt angesichts der neuerlichen Wolken am Himmel deutscher Ingenieurskunst immer mehr zur Lachnummer. Der angestrebte Eröffnungstermin des Fluch-Hafens BER sechs Jahre [sic!] nach dem angestrebten Eröffnungstermin gerät wieder einmal in Gefahr, weil die für die Brandschutzanlagen zuständige Firma pleite ist. Korruption und Misswirtschaft sind offenbar gängige Praxis im Kapitalismus.

Und was ist mit den Planungsfehlern? Ich bin ja der Meinung, dass die Leute, die solche Projekte planen, dafür irgend etwas studiert haben müssen. Eine besondere Qualifikation ist sicher nötig, sonst könnte es ja jeder machen – was mich nicht unbedingt von dem Gedanken abbringt, dass das Ergebnis dann kaum schlechter ausfiele. Entweder ist es möglich, dass mit Inkompetenz geschlagene Leute so hoch aufsteigen, dass sie mit der Konzeption solcher Riesenprojekte betraut werden, oder die Qualität der Bildungslandschaft ist unterirdisch. Vermutlich ist es von Beidem etwas, und an einen bedauerlichen Einzelfall will ich schon lange nicht mehr glauben. Beispiele für grandios verkackte Projekte gibt es einige.

Baumängel? Lassen die denn da keine Fachleute ran? Wieso richtet das der Markt® nicht? Vielleicht führt das Streben nach maximalem Profit dazu, dass billige Arbeitskräfte minderwertiges Material verarbeiten und Kontrollen und Bauabnahmen mit Geld zum gewünschten Ergebnis geführt werden? So wären die Technikprobleme erklärbar: Deppen schustern mit Billigschrott irgend etwas zusammen, das dann zur allgemeinen Verwunderung nicht wie gewünscht funktioniert.

Angesichts solcher Bankrotterklärungen sollte Deutschland davon Abstand nehmen, anderen Ländern „Ratschläge“ zu erteilen, wie sie zu wirtschaften haben. Dieses Land sollte international einfach die Fresse halten.