Nostalgie oder Die Verräterpartei auf den Spuren des Regimes

Gerade hatten die Verräter auf ihrem Parteikonvent dem Siggi mit knapper Mehrheit das Go! für die Vorratsdatenspeicherung anlasslose Massenüberwachung gegeben, da perlen auch schon interessante Hintergrundinformationen an die Oberfläche:

In manchen Landesverbänden wurden Delegierte zu Einzelgesprächen mit prominenten Vertreter*innen der Parteiführung oder der jeweiligen Landes-SPD gebeten, in denen auch ihre persönliche Zukunft in der SPD diskutiert wurde. Mir sind einige begegnet, die explizit froh waren, dass sie die Freiheit genießen „nichts mehr werden zu wollen“. Es ist wichtig, dies mal zu diskutieren, denn wenn nur Menschen in dieser Partei was werden dürfen, die im Zweifelsfall eine sehr flexible Meinung haben, dann brauchen wir auch nie wieder darüber diskutieren, warum wir an Glaubwürdigkeit verlieren.

(Quelle)

Mir wird ganz warm ums Herz ob der aufkeimenden Erinnerung an alte Tage. Ich habe selbst erfahren, dass nicht alle Beulen an meinem Stahlhelm vom Klassenfeind stammten. Die alte SED kannte mit Abweichlern kein Pardon, da wurden auch schon mal Exempel statuiert und persönliche Lebensentwürfe und Zukunftsaussichten gnadenlos zerstört. Was ich da jetzt lese, steht in unrühmlicher Tradition.

Noch bedenklicher fand ich aber, dass in mindestens einem Landesverband darüber diskutiert wurde, wie sich die Höhe des Zuschusses der Bundes-SPD für anstehende Landtagswahlkämpfe, bei welchem Verhalten der Delegierten, verändern könnte – natürlich zum Negativen. Ich möchte nicht Teil einer SPD sein, die so etwas zulässt, sondern Teil einer SPD, die in der Sache streitet und in genau dieser (und auch nur dieser) Sache eine Entscheidung fällt.

(ebenda)

Also Leute, Ihr tanzt gefälligst nach unserer Pfeife, oder wir drehen Euch den Saft ab!
Das ist die allerbeste Werbung, die dieses Parteiensystem bekommen kann. Ich gehe fest davon aus, dass es in den andersfarbigen Vereinen auch nicht besser aussieht.
Freiheit? Demokratie? Dass ich nicht lache!

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