Manjaro 0.8.11 released

Heute erschien auf dem Manjaro-Blog die Meldung, dass ManjaroLinux in der Version 0.8.11 erschienen ist. Ich nehme das zum Anlass, wieder einmal die Werbetrommel für dieses tolle Projekt zu rühren, da es meiner Meinung ein größeres Echo in den einschlägigen Medien verdient hat. Vielleicht stören sich die betreffenden Redakteure noch an der Null, die die Hauptentwicklungslinie bezeichnet. Diese Null signalisiert offenbar, dass es sich noch um ein Projekt im Entwicklungsstadium handelt. Um ein stabil laufendes Rolling-Release zu testen und zu benutzen, braucht niemand zu warten, bis Manjaro 1.0.0 erscheint – das geht genau so gut mit dem aktuellen Manjaro.

Vor beinahe acht Monaten installierte ich ManjaroLinux auf meinem Desktop-PC. Damals hatte es gerade die Versionsnummer 0.8.9 und wurde auch von mir als sehr stabil beschrieben. Selbst der Wechsel der Paketquellen vom stable-Zweig zu testing hat daran nichts geändert.

manjaro-logo-greenSeither ist es mir mit Manjaro sehr gut ergangen. Das System läuft auf dem Desktop-PC rund und stabil. Die Erfahrung hat mich gelehrt, ein besonderes Augenmerk auf die Updates zu legen. Ungeduld ist dabei nicht immer der beste Ratgeber, denn bei einem Rolling Release können immer mal kleinere oder größere Probleme während des Updates auftreten. Manchmal muss ich dann Hand anlegen und das Terminal benutzen. Etwas Erfahrung damit ist also schon von Vorteil, aber nicht Bedingung. Bei Fragen und Problemen steht eine kleine, feine und kompetente Community bereit, eventuell aufkommende Verzweiflung schon im Ansatz zu erledigen.

Aktuell ist Manjaro 0.8.11 offiziell in der XFCE- und KDE-Edition sowie als minimalistische Net-Edition erhältlich. Die Community-Editionen mit weiteren Benutzeroberflächen ziehen gewöhnlich etwas später nach. Doch auch diese Versionen können heruntergeladen, installiert und benutzt werden, denn das fällige Update führt unweigerlich zur Version 0.8.11, wie mein Netbook zeigt.

Mit ManjaroLinux habe ich auf zwei unterschiedlichen Plattformen jeweils ein sehr stabiles und aktuelles System. Es basiert auf Arch Linux, einer topaktuellen und gepflegten Distribution. Es ist meiner Meinung nach sehr anwenderfreundlich. Wer also schon etwas Erfahrung mit anderen Linux-Distributionen hat und sich vor gelegentlicher Handarbeit im Terminal nicht fürchtet, sollte sich dieses tolle ManjaroLinux unbedingt ansehen.

Aus meiner Sicht hat ManjaroLinux einige Vorteile und Besonderheiten:

  • Rolling Release, theoretisch einmal installiert – immer topaktuell
  • basiert auf Arch Linux – stabil und schnell durch KISS
  • eigene Repositories – Softwarepakete werden noch einmal getestet, das bringt bessere Stabilität
  • benutzerfreundlich durch einfache Installation, grafische Hardwareerkennung und Aktualisierungsverwaltung
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2 Gedanken zu „Manjaro 0.8.11 released

  1. Hallo Totschka,
    das alles kann ich bestätigen. Ich bin seit wenig mehr als zwei Monaten mit der KDE-Version auf einem Desktop und einem Laptop dabei. Auf der Suche nach einem Rolling-Release bin ich von Kubuntu über Solydxk bei Manjaro gelandet. An Arch Linux und Verwandte habe ich mich eine lange Zeit nicht ran getraut, vor allem wegen unverständlicher Installationsprozeduren. Mit Manjaro ist es so einfach wie mit jedem Produkt aus der Ubuntu- bzw. Debian-Familie. Die Kombination der Manjaro-Repositorien mit denen des AUR (ich denke dabei immer an das Auenland) ermöglicht mir das Aufsetzen eines Rechners nach meinen Vorstellungen.
    Die entscheidende Ermutigung, es mit etwas aus dem Hause Arch zu versuchen, kam von Dir mit den Berichten über Deinen Laptop, und von Christoph Langer (linuxundich). Als Autor bringt er auch immer wieder Artikel über Arch in den größeren Linux-Zeitschriften unter.

    • Da habe ich ja was angerichtet… 😉 Nee, ernsthaft, ich freue mich. Manjaro hat mich gepackt und lässt mich im Moment nicht los. Mit Arch habe ich ja schon Erfahrung gesammelt. Die Installation ist gar nicht so schwierig, wenn man der sehr guten Anleitung im Wiki folgt. Sie ist eben nur sehr zeitaufwändig.

      Den Zugriff auf das AUR habe ich doch in meiner Aufzählung oben vergessen…

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