… dann bin ich eben NEU-RECHTS

(via Nachrichtenspiegel)

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14 Gedanken zu „… dann bin ich eben NEU-RECHTS

  1. Hallo Totschka,
    so schön das Filmchen ist – Elsässer, Jebsen und Mährholz sind nicht die Leute, mit denen ich mich in einen „Topf“ stecken lassen möchte. Elsässer tritt bei der AfD auf, Verschwörungstheorien werden über die angeblich an allen Kriegen der letzten 100 Jahre schuldige FED entwickelt usw. …
    Unter dem biederen, friedliebenden Mäntelchen schaut das braune Hemd hervor – so sehe ich das jedenfalls.

    Karsten

  2. Dass die FED an den Kriegen… ach nööö, das ist dann aber irgendwie doch zu gewagt, von dieser Basis aus Rechtsradikalismus oder Antisemitismus zu konstruieren. Diese Aussage ist gewagt, klar. Wer aber hat denn versucht, darüber mit dem Herrn… ähm… Mährholz mal zu diskutieren? Niemand. Antisemitismuskeule drauf – fertig!

    Naja, das ist meiner Meinung nach nun mal so: Da setzt ein gewisser Herr Broder, der bei jedem lauwarmen Pups Antisemitismus riecht, das Gerücht in die Welt, Ken Jebsen ist Antisemit. Das wird oft genug wiederholt, und irgendwann ist es eben „die Wahrheit“. Was Jebsen dann dazu als Betroffener zu sagen hätte, interessiert kein Schwein mehr. Schublade. Nebenbei arbeitete man sich damals an seiner fehlenden Rechtschreibung ab, als hätte man Legasthenie gerade eben erst entdeckt.

    So ist es auch mit Elsässer. Da wird ein paar Mal behauptet, der sei braun (oder zumindest hellbraun angehaucht), und schon ist es Fakt. Keine Beweise, nichts. Mit Verlaub, was die Frau D. da abzieht, ist Schmierentheater. Ihre Aufforderung, Belege für Elsässers Rechtsradikalismus zu sammeln und an sie zu schicken, ist erstens ein Armutszeugnis, zweitens allerunterste Schublade und drittens allerbeste MfS-Manier.

    Ich teile fürwahr nicht alle Ansichten von Ken Jebsen und Elsässer, doch bieten sie einen Aufhänger, über die angesprochenen Probleme zu diskutieren. Frau D. diskutiert nicht, die verunglimpft, behauptet und verdreht.

    Ganz ehrlich, mir graust vor der Vorstellung, diese „Linken“ könnten mal irgendwann das Ruder in die Hand bekommen. Wie die dann mit Andersdenkenden umgehen, kann man jetzt schon beobachten.

  3. Mich wundert es nur, wie schnell ihr euch mit den Begriffen „Rechts“ oder „Links“ identifizieren könnt.
    Ich kann damit nichts anfangen. Das sind gewaltige Schubladen, die ich nicht bedienen kann und will. Ich beurteile dann Menschen lieber, ohne sie irgendwohin zu stecken.
    Villeicht bin ich auch ein bißchen altmodisch. 😉

    • Neiiiiiin, das ist keinesfalls altmodisch.
      Seit einiger Zeit setze ich die „Linken“ in Gänsefüßchen, weil ich damit meine Unsicherheit kaschieren will. Ich habe mit diesen Schubladen ja ebenso ein Problem. Aber die Menschen nicht in Schubladen zu stecken, wird ja in gewissen Kreisen als „Gleichmacherei“, „Querfront“ oder eben „Neu-Rechts“ bezeichnet. Nur darauf ziele ich ab. Und wenn die eben meinen, ich bin „neu-rechts“, weil ich Ken Jebsen oder Elsässer zuhöre, dann soll es eben so sein. Mit Identifikation hat das noch nichts zu tun. Identifizieren kann ich mich mit allen Menschen, denen Frieden eine Herzensangelegenheit ist. Aber in dem ganzen Schienbeingetrete gegen die aktuellen Montagsdemos geht dieses Anliegen völlig unter…

      • Frieden – okay. Da bin ich wieder dabei.

        Aber als was man mich bezeichnet, ist mir Wurst.
        Ich amüsiere mich darüber.

  4. Vielleicht solltest du mal ein wenig bei oder von Elsässer lesen … Kannst dir ja dein eigenes Urteil bilden. Bei Frau D. sind wir einer Meinung, deshalb mein Einwurf.
    Bert: und eben diese These von es gibt „kein rechts und links“ mehr ist keine Erfindung der Herren Elsässer, Jebsen und Mährholz – die ist schon deutlich älter.

  5. Ahja… andere Kommentatoren haben mich schon als krank bezeichnet, weil ich eine andere Meinung vertrat. Hier wird mir wenigstens nur Unwissenheit unterstellt. Auch gut.

    Bevor noch irgendein falscher Zungenschlag aufkommt: Ich bin nicht bereit, mich durch Demagogie in die Rolle eines Verteidigers der genannten Personen Ken Jebsen, Jürgen Elsässer und Lars Mährholz drängen zu lassen.

    Wenn also irgendeiner meint, ich sei komplett auf dem falschen Dampfer, krank und unwissend, dann siehe Überschrift.

    Ich hätte bei dem Wort „Filmchen“ den Braten schon riechen müssen…

  6. Mein Gott bist du dünnhäutig 🙂 . Ich unterstelle gar nichts, weder dir noch Elsässer oder sonstwem. Ich bilde mir meine Meinung. Wenn ich so drauf wäre wie du, hätte ich deinen Beitrag vorhin auch so lesen können, als wenn ich lediglich Frau D. nachquatschen würde …

    • „Dünnhäutig“ bin ich aus der Erfahrung. Der Volksmund sagt: „Nachtijall, ick hör‘ Dir trapsen!“

      • Na ja, denn hör se ma trapsen … Ich klinke mich hier aus. Das ist mir ein wenig zu empfindlich …

      • Das enthebt Dich dann glücklicherweise auch davon, vielleicht nach einem einzigen klitzekleinen „Beweis“ für Elsässers angeblich so braunes Hemdchen gefragt zu werden. Auch gut. 😉

        Allen anderen sei ins Poesiealbum geschrieben, dass ich es generell persönlich nehme, wenn’s persönlich wird.

  7. Karsten,
    ich muß gestehen, daß ich diese 3 Herren nicht kenne und nie etwas von denen gelesen habe.
    Meine Empfindung für diese Begriffe kommt eher aus Unverständnis. Ich lese ständig was von „Rechtsextrem“ oder „Rechtspopulistisch“. Kann damit nichts anfangen. Denn dann müßten ja die CxU oder SPD oder Grüne irendwo „Links“ sein. 😉

    Hehe – so richtig zum Streiten ist das ganze Thema nicht. Ich sehe da nur Sprachpropaganda der Krawall-Muschi-Medien.

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