Neu in meiner VirtualBox: Manjaro Linux

manjaro-whisker-logo-greenMich treibt ja die Suche nach der perfekten Linux-Distribution um, wohl wissend, dass es die nicht gibt. Immerhin kommt KANOTIX meiner Vorstellung sehr nahe, und es ist das zuverlässige Arbeitspferd. Mit Arch Linux kann der Kontrast dazu kaum größer sein. Dessen Installation ist zwar für mich kein wirkliches Problem mehr, doch die Arbeit, die ich da hinein stecke, um am Ende nicht nur ein funktionierendes System zu haben, sondern auch eines, welches mich optisch anspricht, ist schon immens. Was liegt also näher, als mich nach einer Distribution umzusehen, die die Vorteile von Arch Linux mit einem Installationswerkzeug und vorkonfigurierter Benutzeroberfläche kombiniert?

Manjaro Linux basiert auf Arch Linux, das seinerseits als schnell und leichtgewichtig bekannt ist und dazu topaktuelle – bleeding edge – Software beinhaltet. Manjaro Linux lässt sich als Live-Distribution benutzen und bietet vorinstallierte Benutzeroberflächen, grafische Hilfsmittel zur Systempflege und Paketverwaltung sowie vorinstallierte Multimedia-Codecs. Für die Installation auf der Festplatte gibt es ein Installationswerkzeug, das so unkompliziert zu bedienen ist, wie man es erwarten darf.
Ich entschied mich für die Version 0.8.9 mit XFCE und packte sie in eine virtuelle Maschine.

inxi

Manjaro bringt LibreOffice als Standard-Büroanwendung mit, aktuell ist Version 4.2.2.1 erhältlich. Weitere Anwendungen sind Gimp 2.8.10, Firefox 28.0, Thunderbird 24.4 und als Medienwiedergabe der VLC Media Player und Xnoise. Selbstverständlich sind all die Werkzeuge und Zubehörteile von XFCE 4.11.4 an Bord. Das sind schon mal sehr gute Voraussetzungen für mich als „normaler“ Anwender. Für die Spielebegeisterten gibt es Steam.

Mich interessieren die Spiele nicht so sehr. Spannender ist für mich, ob Wine läuft, weil es zwei Anwendungen gibt, die ich benutze und die es nicht nativ für Linux gibt: das ELSTER-Formular und das FlatcastPlugin. Diese Hürde habe ich mit dem grafischen Hilfsmittel zur Paketinstallation problemlos genommen.

Mit den von mir eingeräumten Ressourcen der VirtualBox (ein Kern, 2 GB RAM, 32 MB Grafikspeicher) läuft Manjaro seit einer Woche sehr flott und stabil. Die fällige Systemaktualisierung bereitete keinerlei Probleme. Die Softwareauswahl passt zu meinen Anforderungen, weitere benötigte Pakete lassen sich einfach nachinstallieren. Damit hat Manjaro gute Chancen, als zweite Distribution neben KANOTIX auf der Festplatte zu landen.

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