Rührung

Auf verschlungenen Wegen erreichte mich der Link zu einem fast halbstündigen Video. Es zeigt Szenen aus Friedenszeiten, die die Modelleisenbahner gekonnt nachstellen. Ich kann nur erahnen, mit welcher Hingabe sich die Modellbauer der Rekonstruktion einer bestimmten Epoche verschrieben haben. Vom ersten Teil bin ich besonders fasziniert, zeigt er doch Szenen aus dem Alltag bei der NVA.
Schon rein biografisch bedingt habe ich eine besondere Affinität zu solchen Bildern. Endgültig begeistert war ich, als ich auf eine alte Bekannte traf: die Fla-SFL 23-4 „Schilka“.

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(Bildquelle: Schnappschuss aus dem verlinkten Video)

Natürlich dürfen auch die kleinen Gimmicks nicht fehlen. Der geübte Beobachter entdeckt am Rande teils köstliche Szenen. Bei der NVA galt ja ein strenges Alkoholverbot, was dann dazu führte, dass die kaserniert untergebrachten Soldaten und Unteroffiziere sich ihr „Feierabendbierchen“ eben heimlich organisieren mussten. Das taten sie dann auch, und das sehr erfindungs- und erfolgreich.

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(Bildquelle: Schnappschuss aus dem verlinkten Video)

Da ich selbst an etlichen ETT (Eisenbahn-Truppentransporten) zum Teil in leitender Position teilgenommen habe, rühren mich besonders die Szenen, in denen die Ent- und Beladung eines solchen Transports dargestellt wird. Und natürlich die Detailverliebtheit, die in meinen Augen ihren Höhepunkt beim dargestellten Panzerschießen findet.
Das Video gibt es in HD-Qualität, was meinen Genuss abrundet.

Weder bin ich Militarist, noch Waffennarr. Die Zeit bei der NVA gehört zu meinem Leben, ich habe ihr neun Jahre meiner Jugend gegeben. Deshalb schaue ich auch gern in diese Zeit zurück.

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