Erstens kommt es anders …

… und Zweitens als man denkt.

Vorgestern war es soweit. Der Termin der Antragsabgabe für Arbeitslosengeld-II war unerbittlich heran gerückt. Ein wenig nervös war ich schon, trugen doch diverse Berichte im Netz über die Unmenschlichkeit der Sachbearbeiter in den Jobcentern zu meiner Anspannung bei.
Natürlich hatte ich mich ordentlich auf diesen Termin vorbereitet und alle Unterlagen dabei. Das Ausfüllen eines solchen Antrages ist auch nicht allzu schwierig, eine höhere Schulbildung oder gar Studium ist dazu nicht erforderlich, sondern lediglich ein wenig Ruhe, Konzentration und strukturierte Arbeitsweise.

Getreu dem Motto „Fünf Minuten vor der Zeit…“ meldete ich mich im Jobcenter an und wurde noch vor der vereinbarten Zeit aufgerufen. Die Prüfung des Antrages und der eingereichten Unterlagen verlief in einer ruhigen und sachlichen, ja beinahe freundlichen Atmosphäre. Nach einer knappen Stunde waren wir mit dem Antrag durch. Ich fragte noch nach der Möglichkeit, einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zu erhalten. Da die Sachbearbeiterin für die Antragsannahme zuständig war, konnte sie mir die Frage zwar nicht beantworten, bemühte sich aber umgehend um die Hilfe eines Kollegen. Die Auskunft war in meinem Sinne positiv: da ich mit einer Leistung des Jobcenters rechnen könne, stünde einer Ausstellung eines Vermittlungsgutscheines nichts im Wege.

So verließ ich nach einer knappen Stunde recht gut gelaunt das Jobcenter. Einen Tag zuvor hatte ich erfahren, dass die Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit erfolgversprechend sei. Die damit verbundenen Formalitäten – ich habe einige Behördenwege dafür zu erledigen – dauern leider länger, sodass die Vermittlung erst erfolgen kann, wenn ich mich bereits im AlG-II-Bezug befinde. Doch so habe ich jetzt Klarheit und kann mich voll auf diese eine Aufgabe konzentrieren.

* * *

P.S.: Nein, es ist kein Job im Vertrieb, kein Job im Reinraum und auch kein Job, in dem ich meine Linuxkenntnisse benötige. Nach neunundneunzig derartigen Bewerbungen habe ich die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens akzeptiert und werde etwas ganz anderes tun.

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2 Gedanken zu „Erstens kommt es anders …

  1. Ja, Du ….
    Dann laß uns mal gespannt verfolgen, ob das nun eine gute oder weniger gute Nachricht ist zu Weihnachten !

    Grüße zum Fest !
    Mongoleifan Frank

  2. Vielen Dank, Frank. Die besten Grüße und Wünsche für ein friedliches Weihnachtsfest für Dich und Deine Familie in der Ferne!

    Na klar halte ich Euch auf dem Laufenden. Ich möchte nur gerade nicht tiefer ins Detail gehen. Ich möchte nach all den Nackenschlägen von den Agenten nicht den Vermittlungsgutschein gefährden, sonst kämen zu den bisher aufgelaufenen und weitestgehend von mir allein bestrittenen Kosten noch zwei Scheine für die private Arbeitsvermittlung dazu.
    Sobald ich meinen Arbeitsvertrag unterschrieben habe, kläre ich die ganze Chose auf.

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