Alienware

Nun ist es also passiert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit hat von ihr selbst geschaffene Schadsoftware den heimatlichen Planeten verlassen:

„Kaspersky revealed that Russian astronauts carried a removable device into space which infected systems on the space station. He did not elaborate on the impact of the infection on operations of the International Space Station (ISS).

Kaspersky said he had been told that from time to time there were „virus epidemics“ on the station.“

(Quelle, via fefe)

Die Malware kam über infizierte Datenträger in den Himmel. Daraus resultiert auch die Erkenntnis, dass es keines Internetanschlusses bedarf, um infiziert zu werden.

„The Russian said this example shows that not being connected to the internet does not prevent you from being infected.“

Das erinnert mich wieder an alte DOS-Zeiten, als der Austausch von Sicherheitskopien verschiedener Spiele für die Verbreitung von Yankee Doodle, GenB und Co. sorgte, die allerdings recht harmlos waren, sofern man seine Daten regelmäßig sicherte.

Einen genauen Termin kann keiner nennen, aber offenbar ist diese Infektion passiert, bevor die Systeme der ISS im Mai diesen Jahres auf Linux umgestellt wurden.

„Kaspersky doesn’t give any details about when the infection he was told about took place, but it appears as if it was prior to May of this year when the United Space Alliance, the group which oversees the operaiton of the ISS, moved all systems entirely to Linux to make them more ’stable and reliable.‘ „

Ist meine Rede seit ewigen Zeiten: Linux ist stabiler und sicherer.

Mit dem himmlischen Auftritt von Malware bekommt der Begriff „Systemabsturz“ jedenfalls eine neue, galaktische Bedeutung. Und ich fühle mich an einen Hollywoodschinken erinnert, in dem eine Alieninvasion durch die Installation eines Computervirus‘ im Mutterschiff der Aliens heroisch zerschlagen wird.

Zumindest den Virus hätten wir also schon mal oben…

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