(Spesen-)Abrechnung – letzter Teil

Die Agenten reden nicht mit mir. Ich hatte es ja schon thematisiert.
Rückblende: Nachdem ich keine Antwort von der Sachbearbeiterin auf meine Anträge für einen weiteren Bildungsgutschein erhielt, bat ich telefonisch um einen Termin, der mir aber ohne Begründung verwehrt wurde. Statt dessen bekam ich die Auskunft, dass die Sachbearbeiterin mich zurückrufen würde. Mittlerweile ist die Frist für den versprochenen Rückruf ergebnislos verstrichen.

Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass in Unternehmerkreisen die Regeln des menschlichen Anstandes nicht sehr weit verbreitet sind, weil der Anteil unbeantworteter Bewerbungen ziemlich hoch ist. Dass nun aber auch die zuständigen Mitarbeiter der Arbeitsagentur auf zweimalige Anfragen und Anträge nicht antworten, ist mir neu und unverständlich.
Ich schrieb eine letzte Nachricht, in der ich mein Befremden über die Sprachlosigkeit zum Ausdruck brachte. Gleichzeitig setzte ich eine Frist, binnen derer ich einen rechtsmittelfähigen Bescheid erwarte, anderenfalls ich die betreffende vorgesetzte Stelle von diesem Vorgang in Kenntnis setze.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt! Ich habe mir den Gedanken abgeschminkt, noch einmal in den Genuss eines Bildungsgutscheines zu kommen, um vielleicht doch noch Kapital aus der vergangenen Maßnahme schlagen zu können.

Unterm Strich bleibt die bittere Erkenntnis, dass Auslandsaufenthalt, Sprachkenntnisse, Reisebereitschaft und in Form von Zertifikaten nachgewiesene Lernfähigkeit nutzlos sind.

Und bitte, verschont mich mit Daumendrücken. Elf Monate sind ergebnislos verstrichen, was soll Daumendrücken da jetzt noch bringen? Ich besorge mir irgendeinen Job, der ausreicht, meine Rechnungen zu bezahlen. Das letzte Fünkchen Glaube an Chancen und Aufstieg, den man erreicht, wenn man nur will, habe ich – falls ich ihn je hatte – spätestens jetzt verloren. Vielleicht muss ich mich auch im SGB-II-Bezug einrichten, aber das soll ja angeblich das Paradies auf Erden sein, wenn ich dem Stammtisch lausche.

Relativ sicher ist, dass ich hier nichts mehr zu irgendwelchen politischen Ereignissen und Entwicklungen produziere. Ich glaube nicht länger, dass ätzende Kommentare eines verbitterten Mannes lesenswert oder gar nützlich sind.

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