KDE hat mich wieder

Im Zuge meiner Teilnahme an der zurückliegenden und ausreichend thematisierten Qualifizierungsmaßnahme hatte ich meinen Rechner aufgerüstet, um auch zu Hause ausreichende Ressourcen für die Virtualisierung eines kompletten Netzwerkes aus Router, verschiedenen Servern und ein paar Clients zu haben.
Mit meinem Eigenbau aus Debian Netinstall und LXDE auf KANOTIX-Sourcen war ich lange Zeit sehr zufrieden, weil diese Kombination äußerst flink war.

In letzter Zeit häuften sich jedoch Probleme, hauptsächlich grafischer Natur. Seltsame Erscheinungen auf dem Bildschirm nach dem Abspielen von Flash-Videos, Kraut-und-Rüben-Vorschau bei xsane und immer wieder Ausfälle bei Liferea bis hin zu totaler CPU-Überlastung verleideten mir den Spaß dann doch. Die Konsequenz angesichts der Rechenleistung war dann schnell gezogen: ich installierte KANOTIX Dragonfire mit KDE.
Die ursprünglich rund vierzehn Gigabyte auf der root-Partition erachtete ich als möglichen Stolperstein, also nahm ich der home-Partition zehn Gigabyte Platz weg und gab sie der root-Partition. Der ursprüngliche Plan, dies einfach in GParted über Verkleiner-Verschieben-Vergrößern zu machen, scheiterte an einem Ein-/Ausgabefehler. Also machte ich kurzerhand beide Partitionen platt und legte sie neu an. Die root-Partition hat nun fünfundzwanzig Gigabyte Platz, die home-Partition knapp achtundzwanzig. Das reicht völlig aus, da ich /home nur für temporäre und benutzerspezifische Daten wie Konfigurationen benutze. Alle anderen Daten wie Texte, Fotos oder Musik befinden sich auf einer dritten Partition, die den restlichen Bereich der Ein-Terrabyte-Platte einnimmt.

Dank Datensicherung war die Neuinstallation und Anpassung eine Sache von einem halben Nachmittag. Auf Grund der Rechenpower stelle ich kaum Geschwindigkeitsunterschiede zum LXDE-Eigenbau fest. Die seltsamen Erscheinungen sind jetzt aber alle weg.

2013-10-29-dragonfire64-kde

Die Schriftarten stammen alle aus der PT-Familie von Paratype. Das Dock am linken Bildschirmrand ist einfach eine zweite Kontrollleiste, die die Starter für die wichtigsten Anwendungen enthält, verborgen ist und beim Berühren des linken Bildschirmrandes mit dem Mauszeiger erscheint. Das hatte ich bei LXDE so, und ich habe mich an diese Art der Bedienung gewöhnt. Außerdem mag ich keine Ansammlung von Symbolen auf der Arbeitsfläche.

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