Endzeitstimmung

Nach weiteren Absagen auf meine Bewerbungen manifestiert sich langsam die Erkenntnis, dass ich gutgläubig die Bedeutung meines Zertifikates LPIC-2 völlig überschätzt habe. Offenbar schaffen es die fehlende Berufserfahrung und das Alter spielend, dagegen zu halten.
Kurzzeitig keimte Hoffnung, als ich eine Einladung von einem Anbieter für entsprechende Seminare erhielt. Ich fuhr zu so einem Seminar, um mir die Gegebenheiten und die Organisation anzuschauen und womöglich schon eine Kostprobe meines Könnens abzuliefern. Leider stellte sich heraus, dass ich da in der falschen Veranstaltung saß und meine Zerifizierung nichts bedeutete, denn ich bekam dort, zweihundertfünfzig Kilometer von meinem Heimatort entfernt, die Auskunft, dass Linux-Seminare von dieser Firma sehr selten bis gar nicht durchgeführt werden. Da ich von der dort behandelten Thematik nicht die geringste Kennung hatte, verzichtete ich auf die Arbeitsprobe, die zudem vollkommen unvorbereitet stattfinden sollte.

Die Nachrichten von der Kreisvolkshochschule sind auch nicht besser. Das Programm bis Herbst 2014 steht fest, außerdem wollen die von mir Lehrbefähigungen etc. sehen, die ich nicht vorweisen kann. Da wird dann noch nicht mal auf Honorarbasis irgend etwas laufen…

Weitere Anstrengungen in dieser Richtung erachte ich mittlerweile als Zeitverschwendung. Es bleibt wohl dabei, dass diese ganze Zertifizierung ein Schuss in den Ofen war. Dass sich durch den Besuch der viermonatigen Maßnahme der Zeitpunkt des Bezugs von AlG-2 um ganze zwei Monate nach hinten schiebt, ist dabei auch nur ein schwacher Trost.

Advertisements