Endlich: Banking-Trojaner für Linux aufgetaucht!

Nun ist sie vorbei, die angeblich so ruhige Zeit für Linux-Benutzer. Willkommen im realen Leben! Russischen „Kriminellen“ soll es gelungen sein, mit „Hand of Thief“ (heißt soviel wie „Diebeshand“) einen noch primitiven Trojaner zu bauen, der wohl als Testplattform für weitere Aktivitäten auf der Basis von Linux-Betriebssystemen dienen soll.
Allerhand!

Wenn ich mich recht erinnere, hat kein ernsthafter Linux-Geek jemals ernsthaft behauptet, dass man mit Linux absolut sicher sei vor bösen Buben im Internet. Würmer, Trojaner oder Viren haben nur keine solche Verbreitung gefunden, weil der Anteil an Linux-Desktop-Systemen verschwindend gering war und noch ist. Attacken gegen Server sind da wahrscheinlich lohnender.
Manchmal kommt auch das Argument, dass ein Linux-Nutzer ja wegen der tiefergehenden Kenntnis des Systems ja auch viel sicherheitsbewusster sei… Ähm ja, der Blick in ein Forum der deutschen Community eines bedeutenden Linux-Distributors zeigt mir regelmäßig, dass so eine Behauptung Wunschdenken oder allenfalls eine reine Schutzbehauptung ist.

Fast beiläufig wird erwähnt, wie der Schädling auf den Rechner des Linux-Anwenders gelangt:

„Der Schädling, der laut RSA im Vergleich mit Banking-Trojanern für die Windows-Plattform noch relativ primitiv ist, nutzt keine spezielle Lücke in Linux aus, sondern wird über den Browser übertragen oder vom Anwender selbst installiert, indem dieser auf unbekannte Anhänge in E-Mails klickt.“

Es besteht also nach wie vor kein Grund zur Veranlassung, denn immer noch gibt es nur zwei Wege, mir einen solchen Schädling unter zu jubeln: entweder sie brechen in meine Wohnung ein und verschaffen sich so den physischen Zugriff auf meinen Rechner, oder sie bringen mich dazu, den Schädling selbst zu installieren. Gegen beides ist ein Kraut gewachsen: Brain 2.0!

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