Mission LPIC-1 erfüllt

Mit Spannung habe ich dem heutigen Tag entgegen gefiebert, denn ich hatte mich zur Prüfung LPI-102 angemeldet. Diesmal war ich mir gar nicht mehr so sicher, denn bei dieser Prüfung wurden vom LPI Schwerpunkte gesetzt, die mich im täglichen Umgang mit Linux an einem Einzelplatzsystem eher selten bis überhaupt nicht tangieren. Insofern war ich schon angespannt, und zusätzliche Probleme bei der kontinuierlichen Unterrichtsgestaltung trieben mir zusätzliche Sorgenfalten auf die Stirn.

Trotz zahlreicher Warnungen zur Hochwasserlage und gemeldeter Straßensperrungen kamen wir, mein Banknachbar und ich, ohne Probleme nach Jena in die Innenstadt und parkten todesmutig in einer Tiefgarage. Unseren Notfallplan, mit dem Zug nach Jena zu fahren, gaben wir nach einem kurzen Telefonat mit dem Prüfungszentrum auf, denn es gab von der Autobahnanbindung bis zum Stadtzentrum kaum Einschränkungen. Vom befürchteten Verkehrschaos keine Spur…

Überpünktlich trafen wir im Prüfungszentrum ein und konnten ohne langes Vorgeplänkel mit der Prüfung beginnen. Ich war aufgeregt wie lange nicht mehr. Gleich die erste Frage traf mich wie der sprichwörtliche Blitz aus heiterem Himmel – ich wusste keine Antwort! Egal, weiter machen. Bis zur fünften Frage hatte ich ein ganz mieses Gefühl, dann wurde es langsam besser, ich fand meinen Rhythmus und wurde ruhiger. Nach einer halben Stunde war ich mit den sechzig Fragen durch und schaute mir die unsicheren Kantonisten noch einmal kurz an. Da ich nun sicher war, die Mindestpunktzahl Fünfhundert erreicht zu haben, schloss ich die Prüfung ab und traute meinen Augen kaum. Ich hatte bestanden, und das nicht nur knapp, wie ich annahm, sondern mit siebenhundertdreißig von achthundert möglichen Punkten. Damit habe ich jetzt die Anforderungen für das Zertifikat LPIC-1 erfüllt.

Advertisements

5 Gedanken zu „Mission LPIC-1 erfüllt

  1. Jou, Na dann:
    Я тoже поздравляю !!
    вперед, к новым берегам !! 😉

  2. Ich danke Euch. Nein, so schwer ist die Netzwerkerei tatsächlich nicht. Hab ja auch genug geübt.

    Und die Prüfungen zu LPIC-2 sind tatsächlich neue Ufer. Der Fluss scheint im Moment breit und reißend, da braucht’s wohl einen kräftigen Armzug … 😉

  3. Glückwunsch! Schönes Gefühl, wenn Du Dir vorher schier in die Hosen machst … und hinterher Anlass hast, Dich selbst als Hasenfuß zu beschimpfen (so empfand ich das in entsprechenden Situationen).

  4. Danke. Seltsamerweise war ich selbst Stunden nach der Prüfung noch aufgekratzt, und von einem Abfallen der Anspannung und erholsamem Nachtschlaf konnte nicht die Rede sein. Es gibt da ein paar Problemchen bei der planmäßigen Unterrichtsdurchführung, die mir ernsthaftes Kopfzerbrechen bereiten. Für die nächsten Themen zu LPIC-2 stehen nur noch sechs Wochen zur Verfügung, das ist angesichts der Fülle des Stoffs ohne zusätzliches Engagement nicht zu schaffen. Deshalb werde ich auch nicht unbedingt ruhiger, obwohl die bisherigen Ergebnisse mir allen Grund dafür bieten sollten…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.