Armutszeugnis

Der Kampf um ein anständiges Arbeitszeugnis ging bekanntlich wegen fehlender Formulierungen in die zweite Zwangsvollstreckungsrunde, da die vorgelegte Version noch immer nicht den im Protokoll der Güteverhandlung festgeschriebenen Anforderungen entsprach.

Vorgestern informierte mich mein Anwalt, dass das Gericht den ehemaligen Arbeitgeber beauflagt hat, mir bis zum 23. Januar das korrekte Zeugnis zuzustellen, anderenfalls der Geschäftsführer mit einer Strafzahlung in Höhe von € 2.000,- belegt würde, ersatzweise Haft in Höhe von einem Tag je € 100,- des ausstehenden Betrages.

Auch wenn ich es IHM gönne, macht mich diese Nachricht nicht so recht froh, denn immerhin werden mit diesem Termin nahezu drei (!) Monate ins Land gegangen sein, in denen ich meinen Bewerbungen kein aktuelles Arbeitszeugnis beilegen konnte.

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3 Gedanken zu „Armutszeugnis

  1. Mein Vorschlag: Ein den Tatsachen entsprechendes Zeugnis und 2k € für Dich und 20 d Nachdenken in „geordneter“ Umgebung für IHN. 😀

  2. Höhö, das ist ein toller Vorschlag!
    Angesichts der Umstrukturierung, die ER jetzt vorgenommen hat, wäre das in meinen Augen mehr als verdient. Der bisherige Kollege Assistent der Geschäftsleitung nennt sich jetzt öffentlich „Vertriebsmitarbeiter“, was meine damalige Position war. Das versetzt IHN in die Lage, nun per Stellenangebot nach einem „Projektkoordinator Kundenbetreuung“ Ausschau zu halten.

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto deutlicher komme ich zur Überzeugung, dass es ein abgekartetes Spiel war. Die damaligen Ausreden, weshalb er mir im Mai 2012 erneut nur einen befristeten Vertrag anbot, habe ich nicht als solche wahrgenommen. SEIN Freund als Unternehmens“berater“ hat nun die Drecksarbeit erledigt, die ER lange vor sich her schob.

    Ich werfe mir diesbezüglich einen naiven Glauben an das Gute im Menschen vor. Ich bin schlicht auf die Masche hereingefallen, mich glauben zu lassen, ich könne ohne Konsequenzen meinem Herzen Luft machen.

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