Prozessorauslastung: KDE vs. LXDE [Update]

Zugegeben, dieser Vergleich mag etwas hinken, trotzdem habe ich mal genauer hingeschaut, weil mir durch die Beschäftigung mit conky auffiel, dass KDE den Rechenknecht einigermaßen strapaziert, selbst wenn gerade nichts passiert.

load-kde-leerlauf

Außer conky, htop im Terminal und gtk-redshift laufen keine zusätzlichen Anwendungen. Der Prozessor ist dauerhaft zwischen 20 und 30% ausgelastet, dazu werden ihm mit 2.200 MHz ziemlich flotte Beine gemacht. Beachtlich! Nur…, was werkelt der arme Kerl die ganze Zeit?

Das ließ mir natürlich keine Ruhe, sodass ich mir die Werte bei LXDE anschauen musste. Hier ist das Ergebnis bei Arch Linux mit LXDE/openbox:

load-lxde-leerlauf

Hier laufen zusätzlich conky, htop im Terminal, redshift im Hintergrund, Thunderbird und Docky mit xcompmgr. Die Auslastung des Prozessors lag dauerhaft zwischen 4 und 7% bei einer Taktrate von 1.000 MHz.

Natürlich wollte ich es jetzt wissen. Ich startete Lubuntu und ließ einige Anwendungen laufen, unter anderem zwei Terminals, Chromium mit einem Tab, Skype, Leafpad und einen Netzwerkstream im VLC-Player. Interessante Werte:

load-lubuntu-action

Mir schwant, dass mit der Prozessorauslastung und höherer Taktfrequenz auch der Stromverbrauch des Rechenknechts ansteigt und die Lebenszeit womöglich verkürzt wird. Sicher werde ich nicht reicher dadurch, aber irgendwo muss man ja anfangen. Und wenn die Kiste noch ein paar Jahre läuft, nenne ich das “nachhaltig gewirtschaftet”.

Ich habe schon eine gewisse Zuneigung zu LXDE und Openbox entwickelt. Jetzt ist ein weiteres Argument dazu gekommen, auch das Arbeitspferd KANOTIX auf LXDE umzustellen. Mit einem geheimen Test habe ich schon die Vorgehensweise klar gemacht. Ich werde darüber berichten. Hier sei nur soviel verraten: es wird ähnlich frickelig wie bei Arch…

Update 14.11.2012:

Ich schrieb ja eingangs, dass der Vergleich hinken mag. Ein Indiz dafür und für die Beschäftigung des Prozessors habe ich womöglich mit dem proprietären nVidia-Treiber gefunden. Ich habe ihn in KANOTIX mit LXDE installiert, und nach der Aktivierung lag die Taktfrequenz dauerhaft bei 2.200 MHz. Das bedeutet, dass der Vergleich offenbar nicht ganz fair war, denn ich ließ KDE mit dem nVidia-Treiber gegen LXDE mit nouveau antreten, weshalb KDE von vornherein auf verlorenem Posten stand. Das allerdings bekam durch eben die etwas genauere Beschäftigung mit der Materie überhaupt erst heraus.
Leider kann ich die Prozessorauslastung in KDE mit dem nouveau-Treiber nicht testen, da ich wider Erwarten erfolgreich und schnell bei der Löschung von KDE war.

5 Gedanken zu „Prozessorauslastung: KDE vs. LXDE [Update]

    • Ja. Hab mal weiter beobachtet: mit Wine/Firefox/Flatcast-Plugin, Skype, XChat und Iceweasel kommen kurzzeitig Spitzenwerte von 60% bei 1.800 MHz zusammen. Im Schnitt liege ich bei 45% und 1.000 MHz.
      Die Entscheidung für LXDE war ja längst gefallen, mittlerweile habe ich KDE komplett gelöscht. KANOTIX werkelt nun mit LXDE/Openbox. War doch nicht so frickelig, wie ursprünglich geplant. :-)

  1. Ich arbeite seit einiger Zeit mit Kubuntu, wobei Kanotix für mich die entscheidende Überzeugungsarbeit leistete. Ich liege bei laufendem Firefox und Wuala zwischen 2 und 5% Auslastung CPU. Unter Unity habe ich mit einem komplett gleich aufgebautem Betriebssystem zwischen 10 und 15% gelegen. Mein Arbeitsspeicher beträgt 8 GB RAM. Vielleicht spielt das auch eine Rolle – für KDE.
    Meiner Tochter installierte ich auf einem einige Jahre alten eeepc 9″ LXDE in der Lubuntu-Variante (12.04), und dieses kleine Rechnerle ist damit flott und chic unterwegs.
    Trotzdem bleibe ich für mich bei KDE – es fühlt sich für mich flüssiger und weicher an und ich kann es stärker meinen individuellen Bedürfnissen anpassen. Ich gebe zu: Das ist Luxus.

    • Das ist ja das Schöne an GNU/Linux: Du suchst Dir die passende Distribution mit der passenden Benutzeroberfläche aus. Und wenn Du Dich satt gesehen hast, baust Du einfach um, ohne gleich alles über den Haufen werfen zu müssen.
      Du hast absolut recht, das ist Luxus!

  2. Pingback: KANOTIX mit LXDE | Totschka – Auf den Punkt

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