Einfach mal Druck machen…

Unlängst fiel mir auf, dass mein Drucker den schwarzen Text nicht in schöner tiefschwarzer Farbe druckt, sondern in Dunkelgrau. Ich drucke nicht so sehr viel, deshalb hatte ich das bisher nicht bemerkt. So ein Ausdruck sieht bei Dokumenten mit tabellarischem Charakter gar nicht so schlecht aus, weil die Lesbarkeit nicht leidet und der Kontrast angenehm ist. Trotzdem will ich, dass die Kiste das tut, was ich ihr auftrage.

  • HP OfficeJet 6000
  • Netzwerkdrucker
  • installiert und eingerichtet mit HPLIP Version 3.12.6
  • System: KANOTIX Dragonfire mit Kernel 3.6.1-030601-generic x86_64

Nachdem verschiedene Tipps (Ausschalten des Duplexdrucks etc.) nichts fruchteten, löschte ich den Eintrag in HPLIP und installierte den Drucker in CUPS 1.5.3.

  • Treiber HP OfficeJet 6000 e609a, hpcups 3.12.6 (en), anschließend
  • Treiber HP OfficeJet 6000 e609n, hpcups 3.12.6 (en)

Die Installation über CUPS brachte kein anderes Ergebnis, der Drucker wollte keinen schwarzen Text drucken.

Die Lösung kam eher zufällig. Ich wollte wissen, ob beim frischen Lubuntu 12.10 das Problem ebenfalls auftritt. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass hier ein anderer Treiber verwendet wird:

  • HP OfficeJet 6105 – CUPS+Gutenprint v5.2.9

Die anschließende Testseite zeigte das erwartete Ergebnis bei den unveränderten Standardeinstellungen des Treibers. Der Drucker macht Druck wie befohlen! Natürlich hätte ich selbst andere Treiber probieren können, doch auf diese Weise die Lösung präsentiert zu bekommen, hat auch einen gewissen Reiz.

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3 Gedanken zu „Einfach mal Druck machen…

  1. Jau, bei Lubuntu (12.04 und 12.10) iss dess gude, dass der Drucker druckt (Epson BX320FW), rischtisch druckt.

    • Möglich, dass da jemand im Team das gleiche Problem hatte und gleich den anderen Treiber als default eingestellt hat. Keine Ahnung, ob das so geht. Normalerweise bietet CUPS den 6000er an, und ich käme für den Anfang nicht auf die Idee, einen anderen zu nehmen, wenn es auch ein 6000er Drucker ist. Aber so habe ich wieder gelernt, die Methoden der Fehlerbehebung zu verfeinern.

      Zur Ehrenrettung von KANOTIX Dragonfire sei gesagt, dass es noch kein final release ist, da Debian wheezy/sid im Moment im freeze ist und noch einige Zeit benötigt, bis es stable wird. Frühestens dann kann aus der KANOTIX-Vorschau eine „fertige“ Distribution werden. Ich hätte auch bei Hellfire bleiben können, da lief das perfekt. Aber ich erlebe, dass diese „Baustelle“ durchaus alltagstauglich und stabil ist. Außerdem kann mancher Input über Problemchen von Wert für das kleine Team sein, denn die Jungs sind mit Hardware nicht so üppig gesegnet, als dass sie alle Eventualitäten austesten könnten.

  2. Pingback: “Mein” Arch Linux wird brauchbar | Totschka – Auf den Punkt

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