Back To The Roots

Die Suche hat ein vorläufiges Ende. Ich habe es getan, ich habe das Netbook „platt“ gemacht, natürlich nur digital! Ein letzter Versuch mit KANOTIX und KDE 4.6.4 aus den Backports von www.debain-desktop.org verlief nicht so berauschend, denn nach wie vor wird der Surfstick nicht automatisch umgeschaltet, obwohl das paket usb-modeswitch installiert ist, und auch sonst gab es einige Merkwürdigkeiten im Zusammenhang mit den aktivierten Grafikspielereien. Es fühlte sich auch einfach nicht so kompakt und gut an wie die bisherige Paarung mit KDE 4.4.5, weshalb ich das Ende der Testphase ausrief, denn den besten Kompromiss hatte ich für mich längst gefunden: KANOTIX mit GNOME!

Hoffnungsvolle Kandidaten wie Debian 6.0 „Squeeze“ und openSUSE 11.4 sind ebenso gescheitert wie Ubuntu 11.04 „Natty Narwhal“, wobei die SUSE lange Zeit ganz aussichtsreich im Rennen lag. Die Installation auf der Platte hat mir dann aber schnell gezeigt, dass sie nicht zu mir passt, denn den flotten Eindruck aus dem Live-Betrieb vom USB-Stick konnte oder wollte sie nicht wieder erwecken. Schade, aber nicht zu ändern.

Mittlerweile läuft KANOTIX seit rund einem Monat auf meinem Netbook, und ich bin rundherum zufrieden. Es fühlt sich an, als sei ich endlich zu Hause angekommen. Ich habe gar kein Verlangen mehr, andere Distributionen auszuprobieren.

Bildschirmfoto

Dank der Samsung-Tools vom Voria-PPA funktionieren alle Fn-Tasten. Dazu musste ich nur die Zeile

deb http://ppa.launchpad.net/voria/ppa/ubuntu natty main

in die /etc/apt/sources.list einfügen und anschließend

apt-get update && apt-get install samsung-tools

ausführen.

Kurze Anmerkung dazu: Es ist sicher eleganter, wenn man statt dieser Herangehensweise eine separate Datei mit diesem Eintrag in /etc/apt/sources.list.d/ erstellt und diese beispielsweise voria-ppa.list nennt. Das hat den Vorteil, dass die originale sources.list unverändert bleibt und bei eventuellen dist-upgrades, die diese Datei betreffen, die Änderungen nicht verloren gehen. Im Fall des Falles würde die sources.list überschrieben und alle Ergänzungen wären erst mal weg.

Alle Hardware funktioniert auf Anhieb und völlig problemlos, sowohl die eingebaute (Sound, Microfon, Webcam, Kartenleser) als auch die periphere, wie der UMTS-Stick oder Bluetooth-Dongle (das N130 hat keine integrierte Bluetooth-Schnittstelle). Alle Anwendungen laufen flott, wie ich es gewohnt bin.

Fazit: Die Zeit der Suche ist vorbei, ich bin rundherum zufrieden mit dieser Konfiguration.

Advertisements

3 Gedanken zu „Back To The Roots

  1. Gut, jezz geb ich’s zu, bin bei flatter über Deinen Kommentar gestolpert (Herbst, Zeit für…) und hier auf Deinem famosen Blog gelandet.

    Seit ubuntu 8.04 zufriedener ubuntu-Nutzer – mit 11.04 auch nich zufrieden, auf 10.04 LTS zurück gerüstet. Bin aber experimentierfreudig, Problem: Außer Ein- und Ausschalten kann ich nich „computern“, bin schließlich Bj. ’50.

    Meinste ich könnt‘ trotzdem ‚mal meine Experimentierlust auf Kanotix loslassen?

    • Meine Empfehlung ist: KANOTIX unbedingt probieren!

      Die einfachtse Variante ist, nach dem Download das ISO auf den USB-Stick oder CD bringen und einfach mal im Live-Betrieb laufen lassen und alles ausprobieren. Ubuntu bringt ein paar Werkzeuge mit, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.

      KANOTIX baut auf Debian stable, was bedeutet, dass man vielleicht nicht immer die neueste und aktuellste Software mit den neuesten und aktuellsten Fehlern hat. Genau das ist ein Vorteil, wenn man auf Stabilität Wert legt. Bisher habe ich an meinem Desktop-PC kaum mehr als das übliche „apt-get update && apt-get dist-upgrade“ machen müssen.

  2. Pingback: Zweiter Frühling für einen Oldie | Totschka – Auf den Punkt

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.