Verdammt…

Manchmal nehme ich Kenntnis vom Ableben prominenter und weniger prominenter Menschen und Personen der Zeitgeschichte, wie man so schön sagt. Meist berühren mich solche Meldungen nicht sonderlich, liegt es doch fast immer daran, dass ich kaum einen persönlichen Bezug zur betreffenden Person habe.

Morgen jährt sich zum fünfzehnten Mal der Todestag von Tamara Danz. Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte eine besondere persönliche Beziehung zu ihr gepflegt. Nein, ich traf sie nicht einmal persönlich. Doch die Musik, die sie mit Silly schuf, hat mich tief bewegt, und sie tut es auch heute noch.

Damals dachte ich, dass sei das Ende von Silly. Einige interessante Projekte wurden dann an den Start gebracht, ich erinnere mich da an eine gewisse Katy Karrenbauer, die später im Projekt „Silly und Gäste“ ziemlich interessant im musikalischen Sinne daher kam.
Doch irgendwie fehlte da das gewisse Etwas…

Der Einstieg von Anna Loos gestaltete sich für meine Ohren und mein Gemüt dermaßen überzeugend, dass ich mir die Scheibe „Alles Rot“ prompt zulegen musste. Ich meine, dass es wohl unmöglich ist, eine Tamara Danz ersetzen zu wollen – und das scheint mir auch nicht das Ansinnen der Musiker um Ritchie Barton und Uwe Hassbecker zu sein – aber sie löst ähnliche Emotionen in mir aus wie die unvergessene Tamara Danz.

Und so ist es bei diesem Datum anders: mich befällt eine Traurigkeit, die ich so nicht kenne, und ein Kloß würgt in meinem Hals. Da hilft nur, schnell eine Platte aufzulegen. Aus der „guten alten Zeit“® habe ich nur eine: „Mont Klamott“, aber die reicht für ewig…

Pathos liegt mir nicht so, doch hier stimmts wohl: Du bist unsterblich durch Deine Musik!

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