Abstinenz ist nicht schlimm

Diese Erfahrung konnte ich machen, nein, ich musste sie machen. War ich doch bisher der festen Überzeugung, mich an einem Tag ohne Computer und „Internetschnulli“, wie Ileana so schön sagte, irgendwie krank fühlen zu müssen. Alles Quatsch!
Irgendwie hatte ich es befüchtet, und die Vorahnung hat mich nicht im Stich gelassen: nach dieser langen Schönwetterphase musste auch einmal eine Zeit kommen, in der die Natur das dringend benötigte Wasser bekam. Mich stimmte da der Umstand einigermaßen milde, dass alle anderen Urlauber, die zur gleichen Zeit an der Ostseeküste weilten, das gleiche Wetter erlebten. Wir waren also nicht allein.

Aber selbst angesichts des knapp eineinhalb Tage andauernden Schmuddelwetters kam kein Heimweh ins Netz auf. Wir nutzten die Möglichkeiten und verzogen uns nach drinnen, wo es sich anbot. Zum Beispiel bei einem Ausflug nach Stralsund, als wir vor dem Regen ins Meeresmuseum flüchteten. Der nächste Regenschauer sah uns dann aus einem Fischbistro heraus lange Nasen drehen…

So verbrachten wir die Zeit auf bestmögliche Weise, und der Hund wurde von Tag zu Tag immer ausgeglichener. Er hatte das Wasser zu seinem Lieblingsplatz auserkoren.
Wir hatten alle eine erholsame und entspannte Zeit, die mich ein wenig wehmütig zurückblicken lässt, aber ich freue mich auch, wieder zu Hause zu sein, sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt.

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