The Morning After

Samstag, 27. Februar 2010

Ja ja, der Morgen danach…
Er beginnt schon gegen halb zwölf, und er ist gar nicht so schlimm. Ich schwatze noch kurz mit meiner Frau, dann mache ich mich auf den Weg gen Woodlands Causway Point, um den nächsten Versuch zu wagen, meinen TV-Internet-Telefon-Anschluss abzumelden.

Samstags scheint die ganze Insel auf den Beinen zu sein, und ich vermute, dass sich die Hälfte der Bevölkerung im SingTel-Laden trifft. Nach einer Stunde Wartezeit bin ich dan dran, und ich kann ziemlich schnell mein Anliegen auf den Punkt bringen. Natürlich geht es nicht, mir die Rechnung nach Deutschland hinterher zu schicken, ich habe ja auch keine Kaution bezahlt.
Aber die junge Dame bietet mir an, den Anschluss zum achten März stillzulegen, und am neunten den Rechnungsbetrag zu erfragen und einfach zu bezahlen. Sehr schön, so bin ich dann nur maximal drei Tage auf Starbuck’s angewiesen. Das kenne ich ja noch aus der Anfangszeit hier, und es war keine schlechte Zeit.
Und wenn ich schon mal da bin, gehe ich gleich noch in den Supermarkt, ein paar Dinge einkaufen. Schwarzbrot, ungarische Salami und Gouda, dazu ein Fläschchen Roten, man gönnt sich ja sonst nichts.

Mit ein wenig Hausarbeit vertreibe ich mir die Zeit bis zum Abendessen. Ich weiß noch nicht so richtig, wohin ich fahren soll. Ich entschließe mich dann doch für Chong Pang City in Yishun. Es sind nur drei Stationen mit dem Bus, aber zu Fuss dann doch zu weit, weil der Bus auf der Gambas Avenue ziemlich lange mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist.
Ich habe Bock auf Indisch und bestelle mir Chicken Briyani, Hähnchen mit buntem Reis. Der Reis wird mit Chili und Curry gewürzt und erhält so seine gelbe und rote Farbe. Dazu eine schöne scharfe Sauce, und fertig ist ein feines Gericht. Ich bestelle mir ein Bier und genieße das Essen.

Im Fernsehen läuft Chelsea gegen Manchester City. Ich schaue gebannt zu, es sieht wirklich schön aus, was die Ballkünstler da auf den Rasen zaubern.

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Es scheint, dass Chelsea auf eigenem Platz ordentlich auf die Mütze bekommt. Aus deutscher Sicht bleibt anzumerken, dass Ballack dreimal auffällt. Einmal positiv, weil er doch einen Schuss auf das gegnerische Tor hinbekommt, allerdings einen aus der Abteilung „Wie schieße ich Torhüter berühmt?“. Aus dreißig Metern Entfernung fliegt der Ball in etwa einem Meter Höhe direkt in die Arme des Torhüters aus Manchester. Der lässt sich spektakulär abrollen und anschließend feiern.

Zweimal fällt Ballack negativ auf, beim zweiten Mal muss er den Platz verlassen.
Chelsea bekommt kurz vor Spielende noch einen Elfer zugesprochen, was ihnen allerdings nicht wirklich nützt. Die Mannschaft verliert auf eigenem Platz 2:4 gegen Manchester City, und ich stelle nach vier Bier belustigt kichernd fest, dass ich mich eigentlich doch gar nicht für Fußball interessiere…

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