Welcome back!

Dienstag, 31. März 2009

Willkommen zurück! Schneller als mir lieb war, vergingen die paar Tage zu Hause in Deutschland, und schon schmetterte mein Freund Jeffrey den Willkommensgruß, als er mich am 25. März vom Flughafen Changi abholte.
Ich war nach der langen Reise ziemlich müde und wollte nur noch „nach Hause“, deshalb war ich wohl auch ein wenig maulfaul während der Autofahrt. Doch Jeffrey ist ein geduldiger und netter Kerl, er nahm mir nicht krumm, dass ich meinen Gedanken nachhing…

Der Flug nach Hause verging wieder buchstäblich wie im Flug. Die Mitternachtsmaschine war ziemlich ausgebucht, so dass ich diesmal nicht so viel Glück hatte mit meinem Sitzplatz, das war aber trotzdem kein Problem, schließlich hatte ich den ganzen Tag gearbeitet, einen guten Happen und ein paar „Tiger“ im Magen und war rechtschaffend müde. So schlimm sind die Sitze in der guten alten 747 der Singapore Airlines auch nicht, weshalb ich ein paar Stündchen schlummern konnte.
Auch die Bahnfahrt ging glatt, immerhin war Freitag, der 13.
Nach der stürmischen Begrüßung durch die Familie ging es erst einmal zum nächsten brennenden Rost, und ich genehmigte mir eine Original Thüringer Rostbratwurst. Abends dann war die ganze Bande ins Wirtshaus gegenüber eingeladen, ich hatte ein Schnitzel.
Die Tage vergingen sehr schnell, schließlich war das ja kein Urlaub. Also fuhr ich jeden Tag ins Büro meiner „Schwesterfirma“.

Und schon hieß es wieder, Abschied nehmen. Der Rückflug war diesmal etwas anders. Weil ich meine Flüge nun selber zahle, entschied ich mich für eine preiswerte Variante mit Umsteigen in Doha, Qatar.
Auch Qatar Airways bietet eine sehr guten Service, ich hatte nichts zu meckern. Eine kurze Verzögerung gab es, weil der junge Mann am Schalter verunsichert war, dass ich keinen Rückflug gebucht hatte … Doch es konnte bald alles zu meinem Entzücken geklärt werden.
Nach knapp sechs Stunden traf ich in Doha ein. Die erste Merkwürdigkeit war, dass es zog, als die hintere Tür des Flugzeugs geöffnet wurde. Aussteigen, bitte! Über die Hühnerleiter ging es nach unten zum Bus. Dann war ich auch schon im Terminal und mitten drin im Gewirr des Transits.
Nachdem das erledigt war, hatte ich genügend Zeit und Muße, mir den Flughafen anzuschauen. Ich hatte ja sieben Stunden Aufenthalt… Ich war ja schon vorgewarnt, aber dann doch etwas enttäuscht.
Wenn man das Bild sieht, dann hat man den größten Teil des Terminals gesehen.

QatarAirways2009_004

Nach einer ersten Besichtigung genehmigte ich mir erst mal einen Kaffee und einen Obstsalat. Zum Glück bietet auch Doha Airport einen kostenlosen Internetzugang an, so war schon der größte Teil der Wartezeit mit der Kommunikation mit der Familie, mit Chatten und Surfen ausgefüllt. Noch etwas gelesen, dann war es auch schon fast soweit. Ich schlenderte noch einmal eine Runde und entdeckte einen Tisch mit einem Schild und einem Uniformierten. Als ich das Schild entzifferte, packte mich die Enttäuschung und die Wut auf mich selbst, dass ich diesen Tisch nicht schon eher beachtet hatte. Dort gab es Gutscheine für ein Essen für alle Passagiere, deren Aufenthalt in Doha mehr als fünf Stunden dauert …
Doch nun war es zu spät. Reisender, solltest Du eines Tages das gleiche Schicksal erleiden und stundenlang in Doha verweilen dürfen, erinnere Dich dieser Zeilen und halte Ausschau nach einem Uniformierten, der gelangweilt an einem Tisch lümmelt!

Zum Glück war es vorläufig das erste und letzte Mal, dass ich auf dieser Route fliege, weil ich ab dem nächsten Flug wieder die Direktverbindung nutze, diesmal als Singaporer von Singapore aus nach Frankfurt, mit Lufthansa. Da sind Hin- und Rückflug etwa hundertfünfzig Euro billiger als für einen Deutschen, und nochmal etwa um denselben Betrag preiswerter, als wenn man von Frankfurt nach Singapore fliegt. Dafür habe ich Doha gerne auf mich genommen…

Dann wurde der Flug zum Boarding aufgerufen, und nun brach das mittlere Chaos aus. Eine wahre Sintflut aus Mädchen und Frauen, die alle nach Jakarta wollten, wälzte sich auf die erschrocken und hilflos blickenden Mitarbeiter der Airline zu. Die hatten alle Mühe, den stürmischen Andrang zu ordnen und zu bewältigen. Ich hatte ob des Durcheinanders und Gedränges Befürchtungen, ob denn genügend Sitzplätze im Flieger seien …
Doch es waren genug Plätze da, und so sank ich erschöpft ins Polster. Doch an Ruhe war in einem Flugzeug voller lärmender und plappernder Weiber nicht zu denken …
Ich überstand den achtstündigen Flug einigermaßen. Aber Schlaf konnte man das nicht nennen, auch die Ohrstöpsel halfen nicht.

So war es nicht verwunderlich, dass ich nicht mehr so mitteilungsfreudig war, als ich nach siebenundzwanzigstündiger Odyssee in Singapore aufschlug. Ich schleppte mich noch so bis zum Abend dahin, um dann todmüde ins Bett zu fallen. Dafür erwachte ich dann wunderbar erholt und putzmunter am Donnerstag. Seither hat mich der Alltag wieder im Griff und ich zähle schon die Tage bis zum Heimflug …

Hier noch der Blick, wie er mich täglich auf dem Weg in mein Büro erwartet. Es ist das Erdgeschoss unseres dreistöckgen Gewerbegebietes. Beim Blick aus dem Fenster fehlt mir das Grün, und ich werde immer etwas schwermütig. Ich will mich bemühen, möglichst viele Termine bei Kunden zu bekommen, um dieser Betonburg möglichst oft entfliehen zu können…

WoodlandsSpectrum

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