Island hopping – Inselhüpfen

Samstag, 21. Februar 2009

Es ist in den letzten Tagen ziemlich warm geworden. Wir haben jetzt jeden Tag um die fünfunddreißig Grad. Da lag es nahe, mal an eine Erfrischung zu denken. Da ich das gechlorte Wasser in einem Pool oder Schwimmbad nicht so mag, kam nur der Ozean in Frage. Doch wohin? Sentosa kannte ich schon, und auf einen Strand an der Nordküste hatte ich keine Lust. Also kurbelte ich das Internet an und begab mich auf die Suche. Ich fand sehr schnell diesen schönen Bericht, der meine Neugier richtig anstachelte.

http://www.abenteuer-reisen.de/community/reporter/Pele/reportage/19458

So machte ich mich heute morgen in aller Herrgottsfrühe auf die Strümpfe, um St. John’s und Kusu Island zu besuchen.
Stimmt natürlich nicht ganz, denn erstens trage ich in der Freizeit hier keine Strümpfe oder Socken, und zweitens bin ich erst gegen elf Uhr aus dem Haus gegangen.
Wie auch immer, dieser Tag stand von Anfang an unter keinem guten Stern. In der Bahn fiel mir ein, dass ich doch den Fotoapparat mitnehmen wollte. Ich hatte extra die Akkus aufgeladen…
Zur Umkehr war keine Zeit mehr, die Fähre wartet nicht. So schaffte ich – wenigstens ein Erfolgserlebnis – die Fähre noch geradeso. Nach der halbstündigen und ruhigen Überfahrt erwartete mich St. John’s Island erst mal mit einem kräftigen Regenschauer. Der hörte aber bald auf, und ich begab mich zum Strand. Schnell die mitgebrachte Decke ausgebreitet, denn der Boden war in Minutenschnelle abgetrocknet, und rein ins Wasser. Doch gerade in diesem Moment fing es wieder an zu regnen. Also ich wieder raus aus dem Wasser und erst mal die Sachen in eine Schutzhütte gebracht. Dann wollte ich wieder ins Meer hüpfen. Das stellte sich aber als unmöglich heraus. Mehr als knietiefes Wasser gab es nicht, ganz gleich, wie weit ich watete. Ich hatte einfach die falsche Zeit erwischt. Es war Ebbe …

Nun spürte ich Hunger und beschloss, erst mal was zu futtern. Als ich in der Schutzhütte saß, fing es dann so richtig an zu schütten. Es war ein tolles Tropengewitter, und es dauerte ziemlich lange. Mittlerweile war das Wasser in der Lagune an seinem Tiefpunkt angekommen. Es war nur noch ein Pfütze zu sehen. Ich strich also das Vorhaben „Baden“ vom Ablaufplan.

Dann wurde es auch schon Zeit, dass ich zur Anlegestelle ging, denn die letzte Fähre musste ich kriegen, wollte ich nicht auf St. John’s Island übernachten.
Auch wenn der Badespaß ins Wasser fiel, hat es mir sehr gut gefallen, denn es war eine unbeschreibliche Ruhe da draußen. Es ist wirklich die Empfehlung, wenn man der Großstadthektik für kurze Zeit entfliehen will.
Auf der Rückfahrt bekam ich noch Kusu Island zu sehen, weil die Fähre dort für zwanzig Minuten anlegt.
Von den drei Stunden, die ich auf St. John’s Island weilte, hat es bestimmt zweieinhalb Stunden nur geregnet…
Der Tag war nicht annähernd so schlimm, wie es sich anfangs anfühlte, denn ich habe mich sehr gut erholt. Außerdem weiß ich jetzt, wie ich so einen Badetag richtig planen muss. Die erste Fähre um neun Uhr muss ich bekommen, dann klappts auch, dass genug Badewasser da ist.

Und den Fotoapparat nehme ich mit, versprochen!

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