Crazy sightseeing

Die strenge Kontingentierung der Besichtigungszeit hatte zwei Ursachen. Zum Einen war das Mittagessen vorbestellt, und zum Anderen ging für Einige der Flieger schon an diesem Abend. Das Programm hatte nämlich noch Einiges zu bieten…

Also fuhren wir recht pünktlich nach Deannas Vorgabe weiter. Es ging zum Bukit Tinggi Resort. Der Bus verließ Batu Caves, und von nun ab ging es immerzu bergauf. Bukit Tinggi liegt rund 3.000 Fuß – also nicht ganz 1.000 Meter – über dem Meeresspiegel. Nun bekam ich auch erstmals einen echten tropischen Regenwald aus der Nähe zu sehen. Der Anblick der Landschaft war atemberaubend.

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In Bukit Tinggi findet der Besucher unter Anderem ein japanisches Dorf, Japanese Village. Angeblich soll dort das weltweit erste japanische Teehaus in einem tropischen Regenwald stehen. Ich habe diese selbstbewusste Aussage bisher nicht überprüft, und ich habe auch nicht vor, das zu tun. Ich glaube es einfach mal.
Der Japanische Garten bot einige reizvolle Ansichten und Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens. Allerdings werde ich dann wohl einen Bagger bestellen müssen…

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Im japanischen Restaurant gab es dann mit ein wenig Verspätung das Mittagessen. Nun, das Personal gab sich alle erdenkliche Mühe, und das Essen war reichlich und schmeckte auch. So richtig begeistert war ich allerdings nicht. Vielleicht hatte ich ja das falsche Gericht ausgewählt, jedenfalls riss es mich nicht vom Hocker. – Ein paar Tage später sollte ich bei japanischer Küche wesentlich größere Gaumenfreuden erleben …

Dann sah ich Tropical Colmar, den malaysischen Nachbau eines Teils der französischen Stadt Colmar.

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Selten habe ich bisher soviel Kitsch auf einem Fleck gesehen. Wenn die Fassaden aus Kunststoff gewesen wären – mich hätte es nicht verwundert. Die „Balken“ des „Fachwerks“ waren jedenfalls nur Attrappen. Für die Landsleute wird es eine Attraktion darstellen, ich konnte mir ein Grinsen dagegen nicht verkneifen.
Auf der Bühne boten ein paar hübsche Mädchen die malaysische Interpretation des französischen Kulturguts, die von brasilianischer Salsa über Western-Saloon-Music bis zum Can-Can reichte. Sie gaben sich wirklich Mühe, und das Publikum war begeistert.

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Zum Glück ging es dann auch bald weiter zum letzten Programmpunkt, einem Besuch der Genting Highlands. Diese Erholungsstätte liegt etwa 1850 Meter über dem Meeresspiegel, ein Pullover oder eine Jacke ist da schon empfohlen. Sie soll Anfang der 60er Jahre von einem reichen Geschäftsmann erbaut worden sein. Im Laufe der Jahre ist dort eine Reihe von Hotels entstanden. Unter anderem soll sich das weltgrößte Hotel dort befinden. Es handelt sich um das Hotel First World mit über 6.000 Zimmern. Die Rezeption hat 36 Schalter. Der gesamte Hotelkomplex, zu dem vielleicht 5 oder 6 Hotels gehören mögen, ist untereinander verbunden. Wenn man ein Hotel betritt, kann man von dort zu allen anderen laufen, ohne ans Tageslicht zu gelangen. Angesichts dieser Zahlen von Erholung zu sprechen, dürfte nur die halbe Wahrheit sein…

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Natürlich fehlt der obligatorische Freizeitpark nicht. Genting Highlands wird auch das Las Vegas von Malaysia genannt.
Der Rückweg führte unter dem First World hindurch. Ich hatte den Eindruck, dass der Bus direkt durch die Lobby fuhr.

Immerhin hatten wir noch soviel Zeit, einen chinesischen Tempel zu besuchen. Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt. Er ist ziemlich spektakulär direkt am Berghang gelegen.

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Auch wenn man nicht viele Details erkennt, ist es doch ein sehr stimmungsvolles Bild.

Der Bus brauchte für den Rückweg etwa eine Stunde. Ich schnallte mich auf der Rückfahrt sicherheitshalber mal an. Der Fahrer nahm einige der vielen Kurven für meinen Geschmack sehr optimistisch, so dass ich mich zu dieser Vorsichtsmaßnahme entschloss. Doch zum Glück passierte nichts, die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle.
Mit Abendessen und einem Bummel klang dieser Abend dann aus. Es brauchte dann auch nicht mehr viel, dass ich ziemlich freiwillig ins Bett fiel …

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