Noch mehr Sehenswürdigkeiten

Der Freitag klang dann mit einem ordentlichen chinesischen Abendmahl für sehr wenig Geld aus. Nachdem ich endlich ein Internetcafé gefunden hatte, frönte ich einer Leidenschaft und sah mir die Welt an …
Ich schrieb einige EMails an die Familie und Freunde, verewigte mich hier im Blog – einige Einträge weiter vorn, Ihr erinnert Euch vielleicht – und chattete. Die ganze Veranstaltung war sehr preiswert. Für knapp dreieinhalb Stunden Internet musste ich 8 Ringgit hinlegen, das waren keine zwei Euro.
Als ich aus dem Internetcafé herauskam – es lag in der Petaling Street in Chinatown – waren die Stände schon abgebaut und die Straße fast menschenleer. Die Monorail hatte den Betrieb auch schon eingestellt, also stand ich vor der Wahl, entweder zu laufen oder …
So entschied ich mich für das Taxi, was nachts dann nicht mehr ganz so günstig ist, für unsere Verhältnisse mit 4 Euro aber immer noch sehr, sehr preiswert.
Nach diesem Tag war ich nun doch einigermaßen müde. Es hieß auch, Kraft zu tanken für den nächsten Tag, also entschied ich mich fürs Bett.

Der Samstag erwartete uns mit einem ganztägigen Ausflug in die nähere Umgebung Kuala Lumpurs. Deanna hatte wieder einen Bus dabei und holte uns gut gelaunt vom Hotel ab.
Als erstes ging es zur Royal Selangor Pewter Factory, einer Fabrik, in der allerlei Zinngefäße und -gegenstände hergestellt werden.

3.Asienreise2008_261

Schon interessant, die vielen kleinen und großen Kostbarkeiten zu sehen. Eine kurze Führung durch die Fabrik war dabei, die sich aber leider nur auf ein paar Erläuterungen und einige wenige Arbeitsschritte beschränkte.

Eine Kollegin beim Plandrehen der Böden der Becher.
3.Asienreise2008_260

Insgesamt überwog die zur Verfügung stehende Zeit zur Besichtigung und den Erwerb der Schätze. Aber das hatte ich ja schon in Vietnam so erlebt. Die vielen angebotenen Gegenstände sahen teilweise sehr schön aus, aber bisher habe ich mir nichts aus Zinnbechern gemacht, und so werde ich sie auch in Zukunft nicht vermissen, zumal die Preise nicht in meiner Gewichtsklasse lagen …
Trotzdem war es eine interessante Station.

Auf der Fahrt zur nächsten Sehenswürdigkeit stellte ich fest, dass es auch weit außerhalb des Zentrums sehr ordentlich und sauber aussieht. Sicher, wenn man genauer hinsehen will, findet sich hier und da die eine oder andere „Schmuddelecke“, aber das ändert nichts an dem sehr positiven Gesamtbild, dass ich von Kuala Lumpur gewonnen habe.

3.Asienreise2008_275

Wir kamen etwa zur Mittagszeit bei den Batu Caves an. Das sind mehrere Kalksteinhöhlen nördlich von Kuala Lumpur, die ein paar Hindu-Tempel beherbergen. Deanna gab uns genau 30 Minuten Zeit, die Lokalität zu besichtigen. Zu den Höhlen führt eine Treppe mit 272 Stufen.

3.Asienreise2008_281

Die vergoldete Statue ist fast 43 Meter hoch und stellt die indische Gottheit Murugan dar. Es soll die weltgrößte vergoldete Statue sein.

In der brütenden Mittagshitze hatte ich überhaupt keine Lust, die Treppe zu erklimmen und mich dann oben von Affen beklauen zu lassen. Also suchte ich mir den nächsten Obstverkaufsstand und genehmigte mir auf Empfehlung unserer Begleiterinnen eine kalte Kokosnuss. Der Saft war einfach köstlich und genau das Richtige bei der Hitze.

3.Asienreise2008_286

Die Zeit dort verging recht schnell, und die 30 Minuten waren doch knapp bemessen. So kamen auch einige, die sich unbedingt die Höhlen ansehen wollten, ziemlich erschöpft und durchgeschwitzt zum Bus zurück. Insgeheim beglückwünschte ich mich zu meinem Entschluss, auf das Treppensteigen zu verzichten …

Advertisements