Bootsfahrt auf dem Saigon River

Der nächste Tag war erst einmal mit Arbeit angefüllt. Zuerst erfuhren wir einiges Wissenswerte über das Land, das Leben in Vietnam, die wirtschaftlichen Verhältnisse und einige Gepflogenheiten im Umgang mit Geschäftsleuten und Behörden. Vor allem die Beziehungen zu letzteren sollten äußerst sorgfältig gepflegt werden…

Nun, die Geschäftsleute, mit denen ich an diesem Tag sprach, waren alle sehr interessiert, aufgeschlossen und freundlich. Es war eine angenehme Atmosphäre, in der die Gespräche stattfanden. Und wie ich den Visitenkarten entnahm, kam da nicht mal irgendjemand nur so zum Plausch.

Eigentlich sollte die Bootsfahrt erst am Dienstag stattfinden, doch wir erhielten alle eine Einladung, mit dem Bundeswirtschaftsminister und seiner Delegation sowie Vertretern der Botschaft den Tag der Deutschen Einheit zu feiern. Also wurde die Bootsfahrt kurzerhand auf den Montag vorgezogen. Auch nicht schlecht, wie ich fand.
Auf der Homepage des Veranstalters hatte ich mich ja schon mal umgesehen,
aber in natura sah das Empfangskommittee natürlich viel besser aus:

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Das Boot war ja eine schwimmende Kneipe. Sehr schön, dass es mein Lieblingsbier „Tiger“ gab …
Auch das Buffet ließ keine Wünsche offen. Alle Leckereien von Fisch und Seafood über verschiedene Fleischgerichte bis hin zu allerlei Suppen, Gemüse und Obst wurden angeboten.

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Neben den kulinarischen Genüssen wurden auch noch kulturelle Schmankerl angeboten. Unsere Begleiterin erklärte uns, dass es sich dabei um Szenen aus der vietnamesischen Geschichte handelte. Alles Dargebotene war insgesamt sehr sehenswert und stimmungsvoll, dazu das vorzügliche Essen und das gute Bier…

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Wahrscheinlich schon etwas benebelt vom Bier versuchte ich mich dann an der vietnamesischen Interpretation der österreichischen Vorstellung von einer deutschen Bratwurst.

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Der Schiffseigner ist Österreicher, und Gott weiß, wo er die „Bratwurst“ aufgetrieben hatte…
Da half nur, schnell mit Bier herunterspülen. Allerdings hat er diese Entgleisung wieder wett gemacht. Er gab einfach eine Saalrunde irgendeines Reisschnapses aus. Auch gut! Nach rund zwei Stunden war die Fahrt dann vorbei. Schade, denn es war ein wunderschöner Abend.

Natürlich war es noch viel zu früh, um schon ins Bett zu kriechen. Also sah ich mir noch ein wenig den Binh Thanh Market bei Nacht an. Binh Thanh soll der flächenmäßig größte Einkaufsmarkt Saigons sein. Abends schließt er allerdings, dann räumen die Händler ihre Stände einfach auf die Straße und bauen einen Nachtmarkt rund um Binh Thanh auf…

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