Wiedersehen

Nach einem sechsstündigen Flug ohne Zwischenfälle, dafür aber mit dem gewohnt exzellenten Service der Cabin Crew der Singapore Airlines, kam ich dann am Samstag, 30. August, in Singapur an.
Es war warm, genau so, wie ich es schon kannte. Es roch alles genau so, wie ich es in Erinnerung hatte, und seltsamerweise kam mir der Gedanke, ich sei wieder zu Hause. Feixend schüttelte ich den Kopf. Die eben vorbeieilenden Stewardessen antworteten mit einem solchen Lächeln, dass ich alle Strapazen vergaß …

Mit dem Taxi ging es dann zum Hotel. Der Taxifahrer verwickelte uns gleich in ein Gespräch über die Formel 1. Ich sollte noch erleben, dass die ganze Stadt motorsportverrückt zu sein schien und dem Rennen Ende September entgegenfiebert.

Erst mal aber Check-In im Hotel, wie gewohnt problemlos, hatten wir uns doch für das gleiche Hotel wie im Januar entschieden.
Alle Nachmittagspläne fielen aber erst mal buchstäblich ins Wasser. Der Fünf-Uhr-Regen kam früher als erwartet, und er blieb auch länger als sonst. Zu dieser Jahreszeit eigentlich ungewöhnlich.
Plötzlich läutete das Telefon. Unser Geschäftspartner war dran und entschuldigte sich wortreich, dass er unsere Ankunftszeit verwechselt habe und uns deshalb nicht abholen konnte. Nachdem ich ihn beruhigt hatte, dass es erstens nicht schlimm sei und zweitens wir ja gar nichts vereinbart hatten, musste ich ihm versprechen, mich als Wiedergutmachung zum Abendessen einladen zu lassen.

Es gab ein herzliches Wiedersehen und ein fantastisches Essen. Nach dem Essen und der Verabschiedung zog ich aber noch mal los, weil ich so aufgekratzt war und sowieso nicht zur Ruhe kommen konnte. Also schaute ich mir ein wenig die Orchard Road an.
Das Bild hatte sich gewaltig gewandelt, Baustelle reihte sich an Baustelle. Es war ein regelrechter Bauboom ausgebrochen. Selbst am Wochenende wurde fleißig gewerkelt.
Als ich so an der Fußgängerampel stand, die Stadt, ihre Geräusche, ihre Gerüche und ihre Mädchen auf mich wirken ließ, kreischten letztere auf einmal los, dass mir fast das Blut in den Adern gefror.
Ich schaute mich langsam um und sah ihn…

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Ganz langsam hatte sich auf dem Fußweg ein Kran genähert und Stellung bezogen.
Noch ganz beeindruckt vom Geschrei suchte ich mir erst mal was zum Hinsetzen und genoss auf den Schreck erst mal ein Einheimisches.

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Bei knapp 30°C abends um elf ist es schön gekühlt ein Genuss und schmeckt wirklich gut.
Bald schon merkte ich aber, dass der Tag doch anstrengender war, als ich mir selber eingestehen wollte. Also machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel, der dank der günstigen Lage nicht sehr lang war.

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