Erste Eindrücke

Dienstag, 9. September 2008

Nach dem Check-In im Hotel und einer kurzen Erfrischung stürzte ich mich gleich ins Gewühl. Ich dachte mir nämlich, dass ich nach einem kurzen Nickerchen nicht mehr recht in die Puschen kommen würde und verzichtete darauf. Die Temperatur von knapp unter 30°C war auch erträglich.

Danny war so freundlich, mich zu begleiten und mir ein paar erste Ansichten seiner Stadt zu vermitteln. Auf den ersten Blick sieht Seoul aus wie jede andere Großstadt auch. Dann merkte ich aber ziemlich schnell, dass man historische Gebäude und alte Bausubstanz recht selten entdeckt. Danny erklärte mir dann auch, dass die Gründe dafür hauptsächlich im Korea-Krieg zu suchen seien. Die Zerstörungen und der Geldmangel führten dazu, preiswerte Baustoffe einzusetzen und in kürzester Zeit neue Gebäude zu errichten. So sieht Seoul für mich aus wie ein wenig planlos hingebaut. Irgendwie passt nichts richtig zusammen…

Allerdings lässt eine Tatsache das alles in den Hintergrund treten und Seoul doch in einem weicheren Licht erscheinen: die Freundlichkeit und die Gastfreundschaft der Koreaner. Ich sage es gleich vorweg, so wohl habe ich mich selten gefühlt, höchstens noch in Singapore!

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Nach einer ersten Besichtigung der übliche Einkaufsmeile ging es zum Namdaemun-Markt. Dieser Markt soll rund um die Uhr geöffnet sein, was aber offenbar nicht für alle Händler zutrifft. Man findet auch hier alle möglichen Produkte, die man meistens nicht braucht.

Wenn man die Namen der Straßen oder wichtigen Gebäude kennt, kann man sich im Straßengewirr fast nicht verlaufen, denn überall sind solche Hinweisschilder in der Straße eingelassen:

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Das erinnerte mich gleich an die Gullydeckel in Singapore …

Nach einem ersten Ausflug war ich dann doch hungrig, also kehrten wir ein. Danny fragte mich, ob ich Western-Style bevorzugen würde. Meine Anwort darauf war eine Gegenfrage: „Meinst Du wirklich, ich reise um die halbe Welt, um hier in Korea Burger mit Cola oder Steak mit Fritten zu konsumieren?“
Grinsend nickte er nur kurz und schon standen wir in einem traditionellen koreanischen Restaurant. Aus Rücksicht auf mich wählte er einen richtigen Tisch mit Stühlen aus. Traditionell sind die Tische so hoch wie Bänke, man zieht die Schuhe aus und sitzt auf dem Fußboden. Das wollte er mir dann doch noch nicht zumuten.

Feeuuueeer!!! Hiiiilfeee!!! Schaaaarf!!!
Mein Gott, da hätte er mich aber drauf vorbereiten sollen. Als nach etwa 10 Minuten meine Stimme wieder kam, sagte – oder besser krächzte – ich ihm das auch, worauf sein Grinsen noch etwas breiter und freundlicher wurde.
Nach und nach kehrte der Geschmackssinn wieder zurück und es wurde noch ein ganz fantastisches Mahl. Der viele Knoblauch stimmte mich milde.

Nach einem großen Eis…

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…für große Jungs ging es dann zurück zum Hotel. So hatte ich doch noch einen recht angenehmen Sonntag.

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